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Institut für Neurowissenschaften und Medizin
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Jülicher Parkinson-Forschung erneut ausgezeichnet

Prof. Peter Tass und Dr. Wassilios Meissner haben für ihre gemeinsamen Studien an parkinsonkranken Affen zum zweiten Mal in Folge den "Rapid Response Innovation Award" bekommen. Der Preis wird von der Michael J. Fox Foundation (MJFF) für Forschungsarbeiten verliehen, die innerhalb von wenigen Jahren zu einer verbesserten Behandlung von Parkinson führen könnten.

Der erste Preis ermöglichte es Peter Tass, Direktor des Jülicher Instituts für Neurowissenschaften und Medizin, und Wassilios Meissner, Affenexperimentator und Neurologe von der Universität Bordeaux, die Coordinated Reset (CR®)-Technologie erstmals über Tiefenelektroden beim Affen anzuwenden. Der Mediziner, Physiker und Mathematiker Tass hat die CR®-Technologie am Forschungszentrum Jülich entwickelt.

CR® steht für einen mathematisch-physikalischen Stimulationsalgorithmus, der schwache Impulse, individuell angepasst, zu verschiedenen Zeiten an krankhaft synchrone Nervenzellverbände schickt und sie so "aus dem Takt" bringt. Der Algorithmus soll in einem Hirnschrittmacher gegen Parkinson zum Einsatz kommen.

Die beim Affen über die Tiefenelektroden erreichten Effekte sind laut Tass noch stärker ausgeprägt als bei den Patienten. "Der Grund ist, dass CR® dann optimal wirkt, wenn genügend Stimulationskontakte im Zielgebiet sind", fasst Tass die bisherigen Ergebnisse zusammen. "Beim Affen haben wir eine Elektrode verwendet, bei der zwei bis drei Simulationskontakte im Zielgebiet liegen.

Beim Menschen liegen bei der derzeit verfügbaren Tiefenelektrode nur ein bis zwei Stimulationskontakte im Zielgebiet. Dadurch kann CR® seine Wirkung nicht voll entfalten." Das diesjährige Preisgeld wollen Tass und Meissner unter anderem dazu nutzen, die Abhängigkeit der therapeutischen Effekte von der Stimulationsfrequenz besser herauszuarbeiten. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung einer für den CR® maßgeschneiderten Tiefenelektrode für den Menschen. Eine Implantatstudie am Menschen soll im kommenden Jahr folgen. Die Michael J. Fox Foundation hat in Aussicht gestellt, diese Studie zu unterstützen.

Homepage der Michael J. Fox Foundation http://www.michaeljfox.org/


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