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Institut für Neurowissenschaften und Medizin
Neuromodulation (INM-7)
(leer)

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Neurologische und psychiatrische Erkrankungen stellen Patienten und deren Familien vor große Herausforderungen. Um möglichst wirkungsvolle Therapien zu entwickeln, ist es notwendig, die Ursachen und Mechanismen der Erkrankungen gut zu verstehen. Hierzu nutzen wir verschiedene Methoden, wie die mathematische Modellierung der neuronalen Aktivität, die Untersuchung großer Netzwerkmodelle, umfangreiche elektrophysiologische Untersuchungen, technologische Entwicklungen und klinische Studien.

Wir konzentrieren uns auf Hirnerkrankungen, bei denen Nervenzellverbände übermäßig synchron aktiv sind. Wir entwickeln Stimulationstechniken, die darauf abzielen, dass Nervenzellverbände ihre krankhaft synchrone Aktivität nachhaltig verlernen. Basierend auf elektrophysiologischen Daten nutzen wir hierzu mathematische und physikalische Methoden, um gezielt Selbstorganisations- und Lernprozesse in Nervenzellverbänden zu modulieren. Für die unterschiedlichen klinischen Anwendungen verwenden wir invasive (z.B. elektrische) Reize oder nicht-invasive (sensorische, z.B. akustische, visuelle oder vibro-taktile) Reize.

Ziel unserer Forschung sind Verfahren und medizintechnische Geräte, deren Wirkweise wir in elektrophysiologischen und klinischen Studien untersuchen und weiter optimieren. Die bisherigen präklinischen und klinischen Studien in den Bereichen Parkinson und Tinnitus bestätigen unser Konzept und dienen als Grundlage für unsere zukünftigen Entwicklungen.

Fokus

Bild zur Forschung im Bereich Parkinson

Parkinson

Parkinson ist eine der häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. In Deutschland gibt es schätzungsweise 250.000 bis 400.000 Betroffene. Bei der Parkinson’schen Erkrankung kommt es infolge einer Degeneration von Nervenzellen in der Substantia nigra (im Mittelhirn) zu einem Dopaminmangel, welcher eine krankhafte Synchronisation der Nervenzelltätigkeit z.B. im Thalamus und in den Basalganglien zur Folge hat. Die betroffenen Nervenzellen können nicht mehr ungestört Informationen verarbeiten, so dass es zu einer Verlangsamung bzw. sogar einer Bewegungslosigkeit des Patienten - gepaart mit Muskelstarre, Zittern und/oder Haltungsinstabilität - kommt. weitere Informationen: Parkinson …

Bild zum Forschungsgebiet Tinnitus

Tinnitus

Millionen von Menschen leiden unter subjektivem Tinnitus, d.h. unter der Wahrnehmung eines Ohrgeräuschs, für das es keine Schallquelle innerhalb oder außerhalb des Körpers gibt. Tinnitus ist eine Volkskrankheit; ein Prozent der Bevölkerung hat durch einen subjektiven Tinnitus eine erheblich verminderte Lebensqualität und ist therapiebedürftig. Tinnitus hat typischerweise eine klare elektrophysiologische Grundlage: Krankhafte Synchronisation von Nervenzellverbänden im Gehirn führt zur Wahrnehmung des Tinnitus. weitere Informationen: Tinnitus …

Bild zum Forschungsgebiet Coordinated Reset

Coordinated Reset

Die CR®-Technologie (CR® = coordinated reset) zur Neuromodulation ist ein neuer therapeutischer Ansatz für Krankheiten des Nervensystems, die durch übermäßige neuronale Synchronisation gekennzeichnet sind (z.B. Tinnitus oder Morbus Parkinson). CR®-Stimulation wirkt selektiv krankhaften neuronalen Synchronisationsvorgängen durch Desynchronisation entgegen und zielt darauf ab, dass krankhafte synaptische Vernetzungen und somit die Fähigkeit zur Synchronisation nachhaltig verlernt werden. Die gezielten CR®-Impulse können hierbei invasiv (z.B. über implantierte Elektroden) oder aber nicht-invasiv (z.B. durch akustische Reize) an betroffene Hirnareale abgegeben werden. weitere Informationen: Coordinated Reset …


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