Nutzung des Linux-basierten DBAN-Partitions- und Festplatten-Loeschprogramms

Nutzung des Linux-basierten DBAN-Partitions- und Festplatten-Löschprogramms

Rudi Theisen, ZAM
10.06.2006

Quellen: WWW.FZ-Juelich.DE/zam/sicherheit/download/freeware.1/eraser/zam-doc/dban-zam.htm

Gliederung:

  1. Überblick über das DBAN-Platten-Löschprogramm
  2. Vorbereitungen
      2.1   Erzeugung einer bootfähigen DBAN-Lösch-Diskette
      2.2   Erstellung einer bootfähigen DBAN-Lösch-CD
      2.3   Ermittlung der Platten-Typenbezeichnungen
  3. Löschung einer Partition bzw. Platte mit DBAN
      3.1   DBAN-Kurzanleitung
      3.2   Ausführliche DBAN-Löschanleitung
  4. Das DBAN F2-Menü mit einer DBAN-Einführung
  5. Das DBAN F3-Menü mit der Liste der Bootprompt-Befehle
  6. Das DBAN F4-Menü mit den Hinweisen zur Fehlerbehebung
  7. Überblick über die DBAN Löschmethoden
  8. Hinweise auf andere Platten-Löschprogramme
          8.1   Löschen mit dem Eraser-Programm
          8.2   Das VS-Clean-Plattenlöschprogramm des BSI
          8.3   Das CBL-Schredder-Programm
  9. Entsorgung sensitiver Platten im Forschungszentrum Jülich
  10. Externe Links

1.   Überblick über das DBAN-Platten-Löschprogramm

DBAN ist die Abkürzung von "Darik's Boot and Nuke". Der Autor heißt Darik Horn. DBAN zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: DBAN kann aber leider nicht alles löschen:

2.   Vorbereitungen zur Nutzung von DBAN

2.1   Erzeugung einer bootfähigen DBAN-Lösch-Diskette

Zur Erstellung der DBAN-Lösch-Diskette braucht man Administrator-Rechte. Eventuell muß man die Antiviren-Software vorher abschalten. Bei VirusScan habe ich das aber nicht beobachtet.

Mit dem Eraser-Löschprogramm (s. [3]) wird auch eine Prozedur mitinstalliert, mit der man sich eine bootfähige, linux-basierte Diskette mit dem DBAN-Lösch-Programm erzeugen kann (s. 1a bis 2a).

Wenn Sie aber das Eraser-Programm nicht installiert haben, beschaffen Sie sich entweder direkt über die DBAN-Download-Homepage (s. [1]) oder vom ZAM-WWW-Server (s. WWW.FZ-Juelich.DE/zam/sicherheit/download/freeware.1/eraser/dban) oder innerhalb des JuNet vom ZAM-PC-Server \\pcsrv\public\JuNetSecCD\Zusatz-CD\eraser\dban\   die DBAN-Zip-Datei und packen diese aus. Das dban-VERSION_i386.exe (s. 1) erstellt die DBAN-Löschdiskette (s. 2 bis 4):
 

Bild 2.1   Erzeugung einer bootfähigen Linux-basierten DBAN-Löschdiskette

Wer will, kann sich ja die neu erstellte Diskette mit dem Explorer ansehen (s. B).

Hinweis: In der readme.txt   -Datei ist in Kap. 2.3 erklärt, wie man diese Diskette unter Linux erzeugen kann.

2.2   Erstellung einer bootfähigen DBAN-Lösch-CD

Falls Ihr PC schon kein Disketten-Laufwerk mehr besitzt, so können Sie sich entweder direkt über die DBAN-Download-Homepage (s. [1]) oder vom ZAM-WWW-Server (s. WWW.FZ-Juelich.DE/zam/sicherheit/download/freeware.1/eraser/dban) oder innerhalb des JuNet vom ZAM-PC-Server \\pcsrv\public\JuNetSecCD\Zusatz-CD\eraser\dban\   die aktuelle .ISO-Datei holen. Falls Sie das Nero-Brenner-Programm installiert haben, starten Sie per Doppelklick auf eine .ISO-Datei bereits deren Brennen.
Sie könnten sich aber auch aus einer an einem anderen PC nach Kap. 2.1 erstellten DBAN-Boot-Diskette eine bootbare CD erstellen (s. Erzeugung einer bootfähigen CD unter Nero (http://www.fz-juelich.de/zam/sicherheit/docs/win/inf-win/Boot-CD-per-nero.htm)).

Hinweis: Wenn man z.B. die Voreinstellungen der Datei  syslinux.cfg   ändern möchte, so kann man die Datei  dban-VERSION_i386.exe   auspacken (z.B. mit WinZip oder WinRAR unter Windows oder dem bei Linux mitgelieferten unzip-Programm), die Änderungen vornehmen und sich dann mit dem mkisofs-Programm eine ISO-Datei erzeugen und diese brennen.

2.3 Ermittlung der Platten-Typenbezeichnungen

Wenn Sie mehrere Platten haben, aber nur eine bzw. nur eine Partition auf einer Platte löschen wollen, so müssen Sie die Typen-Bezeichnungen Ihrer Platte kennen, weil nur diese vom DBAN-Programm angezeigt werden, da das unter Linux läuft.

Beim Booten werden die Platten-Bezeichnugen kurzzeitig angezeigt.

Als Administrator kann man die Typen-Bezeichnungen unter Windows z.B. über

Start ==> Systemsteuerung ==> Verwaltung ==> Computerverwaltung

in der Datenträgerverwaltung sehen:
 

Bild 2.2   Ermittlung der Platten-Typenbezeichnungen unter Windows

Die erste Platte dieses PCs hat also die Typenbezeichnung "IBM DNES-309170" (s. A oder B) und die zweite "IBM DDRS-39130" (s. C oder D).

3.   Löschung einer Partition bzw. Platte mit DBAN

Vorbemerkung: Da man unter dem DBAN Mini-Linux-Betriebssystem kein Programm hat, mit dem man die Bildschirm-Anzeigen erfassen kann, kann ich zur Zeit die Anwendung des DBAN-Löschprogramms leider nicht durch Bilder erklären.

3.1   DBAN-Kurzanleitung

Die DBAN-Nutzung selbst erfordert folgende Schritte:
  1. Die DBAN-Boot-Diskette muß man booten (Boot-Reihenfolge: A: vor C: vorher einstellen).
    Falls Sie DBAN von einer CD starten (müssen), ist natürlich die Boot-Reihenfolge: "CD vor ..." erforderlich.
  2. Mit ENTER den interaktive Mode dieses DBAN-Programms starten.
  3. Von den angezeigten Platten die zu löschende Platte und dort die zu löschende Partition mit den Cursor-Tasten ansteuern und per Leertaste auswählen.
  4. Mit "M" die Lösch-Methoden-Auswahl ansteuern und dort mit den Cursor-Tasten oder mit "J" oder "K" die Löschmethode PRNG auswählen, bei der Zufallswerte zum Löschen verwendet werden.
  5. Per "R" kann man die Rundenzahl verändern. Diese besagt, wie oft die Platte/Partition überschrieben wird. Als Rundenzahl genügt normalerweise 1. Nur wenn Sie vertraulische Daten hatten, sollten Sie die Rundenzahl auf 2 bzw. 3 setzen.
  6. Mit F10 starten Sie das Löschen.     Der Lösch-Fortschritt wird angezeigt.
Zum Abschluß erhalten Sie eine Protokoll-Anzeige über diesen Lösch-Auftrag. Dieser DBAN-Log-File wird auf eine DOS-formatierte Diskette nach   A:\dban   gerettet. Normalerweise ist das die DBAN-Lösch-Diskette; diese darf dann aber nicht schreibgeschützt sein!

Anmerkungen:

3.2   Ausführliche DBAN-Löschanleitung

Wenn Sie die DBAN-Diskette bzw. DBAN-CD booten, erscheint zunächst folgende Anzeige: (Text aus Datei warning.txt)
Darik's Boot and Nuke
=====================

Warning: This Software irrecoverably destroys data.

This Software is provided without any warranty; without even the implied
warranty of merchantability or fitness for a particular purpose. In no event
shall the Software authors or contributors be liable for any damages arising
from the use of this Software. The Software ist provided "as is".

http://dban.sourceforge.net/

* Press the F2 key to learn about DBAN
* Press the F3 key for a list of quick commands.
* Press the F4 key for troubleshooting hints.
* Press the ENTER key to Start DBAN in interactive mode.
* Enter autonuke at this prompt to Start DBAN in automatic mode.

Mit der F2-Taste bekommen Sie eine DBAN-Einführung (Kap. 4), mit der F3-Taste eine Liste der wichtigen DBAN-Bootprompt-Befehle (Kap. 5) und mit der F4-Taste Hinweise zur Fehlerbehebung (Kap. 6).

Erst mit ENTER wird das Linux-System geladen und das DBAN-Programm gestartet:

boot:
Loading kernel.bzi.....................
Loading initrd.gz.....
Ready
Uncompressing Linux... Ok, booting the kernel. Please wait....
Dann erscheint die DBAN-Bedienungs-Übersicht:
                       Darik's Boot and Nuke 1.0.6
 ______________ Options ___________________  ______________________________
|Entropy: Linux Kernel (random)	           ||Runtime:                      |
|PRNG:    Mersenne Twister (mtl9937ar-cok) ||CPU Time:                     |
|Methode: DoD Short                        ||Load Average:                 |
|Verify:  Last Pass                        ||Throughput:                   |
|Rounds:  1                                ||Errors:                       |
 __________________________________________  ______________________________

 ____________________________Disks and Partitions _________________________
| > [    ]  (SCSI 0,0,1,0,-) IBM DDRS-39130                                |
|                                                                          |
 __________________________________________________________________________

  M=Methode V=Verify R=Rounds, J=Up K=Down Space=Select, FlO-Start
Unten werden die Typenbezeichnungen der verfügbaren Festplatten angezeigt. Die sind bei jedem PC anders. Bei dem in Bild 2.2 untersuchten PC z.B. sieht diese Übersicht über die Festplatten und deren Partitionen umfangreicher aus:
 ____________________________Disks and Partitions _________________________
| > [    ]  (SCSI 0,0,1,0,-) IBM DNES-309170                               |
| > [    ]  (SCSI 0,0,1,0,1)  Partition                                    |
| > [    ]  (SCSI 0,0,1,0,2)  Partition                                    |
| > [    ]  (SCSI 0,0,1,0,3)  Partition                                    |
| > [    ]  (SCSI 0,0,2,0,-) IBM DDRS-39130                                |
| > [    ]  (SCSI 0,0,2,0,1)  Partition                                    |
| > [    ]  (SCSI 0,0,2,0,2)  Partition                                    |
|                                                                          |
 __________________________________________________________________________

  M=Methode V=Verify R=Rounds, J=Up K=Down Space=Select, FlO-Start
Man kann also gezielt einzelne Partitionen oder ganze Festplatten löschen. Die zu löschende Platte bzw. Partition muß man entweder mit den Cursor-Tasten oder mit "J" bzw. "K" ansteuern und dann mit der Leertaste markieren. Diese "Zeile" bekommt dann die Kennung "wipe" und nur diese wird im interaktiven Mode gelöscht. Beim ersten Beispiel sieht dann die Platten-Übersicht so aus:
 ____________________________Disks and Partitions _________________________
| > [wipe]  (SCSI 0,0,1,0,-) IBM DDRS-39130                                |
|                                                                          |
 __________________________________________________________________________

  M=Methode V=Verify R=Rounds, J=Up K=Down Space=Select, FlO-Start

Da wir aber nicht wissen, wie die Daten, die wir an den Platten-Kontroller zum Schreiben abgeben, letztendlich auf die Fest-Platte geschrieben werden, empfiehlt sich für uns als Löschmethode nicht die voreingestellte "DoD short"-Methode, sondern das Löschen mit Zufalls-Werten (PRNG Stream-Lösch-Methode). Die verschiedenen Löschmethode kann man sich durch Eingabe "M"-Buchstabens anzeigen lassen und wiederum über die Cursor-Tasten oder mit "J" bzw. "K" auswählen:

                       Darik's  Boot  and Nuke   1.0.6
 ______________ Options ____________________  ______________________________
|Entropy: Linux Kernel (random)             ||Runtime:                      |
|PRNG:    Mersenne Twister (mt19937ar-cok)  ||CPU Time:                     |
|Methode: DoD Short                         ||Load Average:                 |
|Verify: Last Pass                          ||Throughput:                   |
|Rounds: 1                                  ||Errors:                       |
 ___________________________________________________________________________


 _________________________Wipe Methode _____________________________________
|   Quick Erase       syslinux.cfg: nuke="dwipe --method dodshort"          |
|   RCMP TSSIT OPS-II Security Level: Medium (3 passes)                     |
|-> DoD Short                                                               |
|   DoD 5220-22.M                                                           |
|   Gutmann Wipe                                                            |
|   PRNG Stream                                                             |
|                                                                           |
| The American Department of Defense 5520-22.M short wipe.                  |
| The methode is composed of passes 1,2,7 from the standard wipe.           |
|                                                                           |
 ___________________________________________________________________________
                         J=Up K=Down Space=Select
Steuern Sie PRNG Stream an und bestätigen diese mit der Leertaste:
 ______________________ Wipe Methode __________________________________________
|    Quick Erase        syslinux.cfg: nuke="dwipe -- methode random"           |
|    RCMP TSSIT OPS-II  Security Level: Depends  on Rounds                     |
|    DoD Short                                                                 |
|    DoD 5220-22.M                                                             |
|    Gutmann Wipe                                                              |
| -> PRNG Stream                                                               |
|                                                                              |
| This methode fills the device with a stream from PRNG. It is probably the    |
| best method to use on modern hard disk drives because enconding schemes vary.|
|                                                                              |
| This method has a medium security level with 4 rounds, and a high security   |
| level with 8 rounds.                                                         |
 ______________________________________________________________________________
Solange wir Platten-Inhalte nicht vor den Geheimdiensten oder ähnlich gut ausgestatteten Angreifern schützen wollen, reicht es wohl für die meisten von uns aus, wenn wir eine Platte nur einmal überschreiben (Rundenzahl = 1). Diese ist bereits voreingestellt. Ansonsten können Sie die Rundenzahl (Rounds:) über den Kennbuchstaben "R" ändern, im folgenden zum Beispiel von 4 auf 1:
                         Darik's Boot and Nuke 1.0.6
 ______________ Options ____________________  ______________________________
|Entropy: Linux Kernel (random)             ||Runtime:                      |
|PRNG:    Mersenne Twister (mt19937ar-cok)  ||CPU Time:                     |
|Methode: PRNG Stream                       ||Load Average:                 |
|Verify: Last Pass                          ||Throughput:                   |
|Rounds: 4                                  ||Errors:                       |
 ___________________________________________________________________________

 ____________________________ Rounds ____________________________________
|                                                                         |
|  > 1                                                                    |
|                                                                         |
|  This is the number of times to run the wipe methode on each device.    |
|                                                                         |
|  syslinux.cfg: nuke="dwipe --rounds 1"                                  |
 _________________________________________________________________________
Starten Sie nun mit F10 das Löschen. Dann werden die statistischen Angaben dauernd aktualisiert und auch unterhalb der zu löschenden Platte der Fortgang angezeigt:
                         Darik's Boot and Nuke 1.0.6
 ________________ Options ________________  ______________________________
 ______________ Options ____________________  ______________________________
|Entropy: Linux Kernel (random)             ||Runtime:                      |
|PRNG:    Mersenne Twister (mt19937ar-cok)  ||CPU Time:                     |
|Methode: PRNG Stream                       ||Load Average:                 |
|Verify: Last Pass                          ||Throughput:                   |
|Rounds: 1                                  ||Errors:                       |
 ___________________________________________________________________________

 ________________________ Disks and Partitions ___________________________
|                                                                         |
|  (SCSI 0,0,1,0,-) IBM DDRS-39130                                        |
|     [00,90%, round 1 of 1, pass 1 of 1] [writing]  12693 KB/s           |
 __________________________________________________________________________
Zum Abschluß wird eine Übersicht über den Lösch-Auftrag angezeigt:
DBAN succeeded. All selected disks have been wiped.
Hardware clock Operation Start date:  Tue Jan 25 17:56:42 2005
Hardware clock Operation finish date: Tue Jan 25 18:40:47 2005
Saving log file to floppy disk.... saved /floppy/dbanlog/dbanOOOO.tgz
DBAN finished. Press ENTER to save the log file again.
Der DBAN-Log-File wird auf eine DOS-formatierte Floppy im Verzeichnis A:\dban gerettet Das kann auch die DBAN-Lösch-Floppy sein; sie darf dann aber nicht schreibgeschützt sein.

Nun können Sie den Rechner ausschalten und die DBAN-Lösch-Diskette aus dem Floppy-Laufwerk nehmen.

  • Denken Sie bitte daran, im BIOS wieder die Boot-Reihenfolge so zu setzen, daß nur von der Festplatte gebootet wird.
  • Wenn man eine so mit DBAN gelöschte Platte anschließend wieder unter Windows benutzen will, so muß man diese vorher formatieren.

    4.   Das DBAN F2-Menü mit einer DBAN-Einführung

    (Text aus Datei about.txt)
    Darik's Boot and Nuke: About
    ============================
    
    Darik's Boot and Nuke ("DBAN") is a self-contained boot floppy that securely
    wipes the hard disks of most Computers. DBAN will automatically and completely
    delete the contents of any hard disk that it can detect, which makes it an
    appropriate utility for bulk or emergency data destruction.
    
    This Software wipes IDE and SCSI hard disk only. It does not recognize USB
    devices, IEEE 1394 (Firewire) devices, or any kind of removable media. All
    storage devices that this Software detects will be wiped. A 32-bit x86 class
    CPU with 8 megabytes of memory is required for proper Operation.
    
    All DBAN components are subject to Copyright. Please see the 'licenses'
    folder within the DBAN distribution package for additional information.
    
    Additional documentation will be available at http://dban.sorceforge.net/.
    
    Remove the boot media to abort or press the ENTER key to continue.
    
    boot:  __
    
    Aktuell ist inzwischen die DBAN-Version 1.0.6 (s. [1]). Bereits Vers. 1.0.4 konnte schon SATA-Festplatten löschen.

    5.   Das DBAN F3-Menü mit der Liste der Bootprompt-Befehle

    (Text aus Datei quick.txt)
    Darik's Boot and Nuke: Quick Commands
    =====================================
    
    You may enter these commands at the boot prompt. In each case, all disks in
    the Computer will be wiped automatically without confirmation.
    
     dod     Wipe all disks with the DoD 5220-22.M method.
     ops2    Wipe all disks with the RCMP TSSIT OPS-II method.
     gutmann Wipe all disks with the Gutmann method.
     prng    Wipe all disks with the PRNG Stream method.
     quick   Wipe all disks with the Quick Erase method.
    
    Edit the syslinux.cfg file on the floppy disk to change the default
    behavior of DBAN.
    
    Remove the boot media to abort or press the ENTER key to continue.
    
    boot: _
    
    Hinweis: Die Schnellbefehle und die dadurch definierten Aufruf-Optionen sind in der Datei syslinux.cfg definiert, z.B. für den dod-Aufruf:
    LABEL  dod
    KERNEL kernel.bzi
    APPEND initrd=initrd.gz root=/dev/ram0 init=/rc nuke="dwipe --autonuke --method dod522022m" silent
    
    Die direkte Eingabe eines dieser Schnell-Befehle habe ich mich aber nie getraut, weil dann laut Beschreibung alle Platten gelöscht werden. Die vorher zu retten und hinterher alle wiederherzustellen war mir aber nur zum Testen dieses DBAN-Programms doch etwas zu aufwendig, denn dann müßte ich ja die gelöschten Platten auch wieder formatieren und die Partitionen exakt wieder so wie derzeit einrichten, bevor ich die Partitionen wieder aus dem Image-Backup herstellen kann.

    6.   Das DBAN F4-Menü mit den Hinweisen zur Fehlerbehebung

    (Text aus Datei trouble.txt)
    Darik's Boot and Nuke: Troubleshooting Commands:
    ================================================
    
    Try these boot commands if you have problems.
    
       noflopy  Start without loading the floppy driver
       verbose  Print kernel messages
    
    If DBAN runs with low throughput, then it may not have a good driver for
    your hardware, or DMA faults may be causing a fallback to PIO mode. Check
    the disk cabling and log file.
    
    If DBAN does not detect any harddrivers in a new computer, than it does
    not have an appropriate driver for that Computer. Drivers are added to
    DBAN as they published for Linux.
    
    Using DBAN on hardware RAID devices is unsupported.
    
    Remove the boot media to abort or press the ENTER key to continue.
    
    boot: _
    

    Sehr informativ ist aber auch die DBAN-FAQ ("http://dban.sourceforge.net/faq/index.html).

    7.   Überblick über die DBAN Löschmethoden

    Über den "M"-Buchstaben sieht man die Angaben zu den verschiedenen Lösch-Methoden.

    Im rechten Teil der Anzeige bekommt man zum einen gesagt, wie man diese Methode im DBAN-Konfigurations-File syslinux.cfg voreinstellen kann. Zum anderen wird eine Sicherheits-Wertung gegeben.
    Darunter wird die Löschmethode genauer bezeichnet.

    Mit den Cursor-Tasten bzw. mit "J" oder "K" kann man eine andere Löschmethode auswählen und mit der Leertaste bestätigen. Dann wird dieses Auswahl-Menü wieder beendet.

    Im folgenden sind die Angaben zu den einzelnen Lösch-Methoden aufgeführt:

    Angaben zur Quick Erase-Löschmethode:

     ______________________ Wipe Methode _______________________________________
    | -> Quick Erase        syslinux.cfg: nuke="dwipe -- methode zero"           |
    |    RCMP TSSIT OPS-II  Security Level: Very Low (1 passes)                  |
    |    DoD Short                                                               |
    |    DoD 5220-22.M                                                           |
    |    Gutmann Wipe                                                            |
    |    PRNG Stream                                                             |
    |                                                                            |
    | This methode fills the device with zeros. Note that the rounds Option does |
    | not apply to this method. This method always runs one round.               |
    |                                                                            |
    | Use this method to blank disks before internal redeployment, or before     |
    | reinstalling Microsoft Windows to remove the data areas that the format    |
    | utility preserves.
     ____________________________________________________________________________
    

    Angaben zur RCMP TSSIT OPS-II-Löschmethode:

     ______________________ Wipe Methode _______________________________________
    |    Quick Erase        syslinux.cfg: nuke="dwipe -- methode ops2"           |
    | -> RCMP TSSIT OPS-II  Security Level: Low (8 passes)                       |
    |    DoD Short                                                               |
    |    DoD 5220-22.M                                                           |
    |    Gutmann Wipe                                                            |
    |    PRNG Stream                                                             |
    |                                                                            |
    | The Royal Canadian Mounted Police Technical Security Standard for          |
    | Information Technology, Appendix OPS-II: Media Sanitization.               |
    |                                                                            |
    | This implementation, with regards to paragraph 2 section A of the standard,|
    | uses a pattern that is one random byte and that is changed each round.     |
     ____________________________________________________________________________
    

    Angaben zur voreingestellten DoD Short-Löschmethode:

     _________________________Wipe Methode _____________________________________
    |   Quick Erase       syslinux.cfg: nuke="dwipe --method dodshort"          |
    |   RCMP TSSIT OPS-II Security Level: Medium (3 passes)                     |
    |-> DoD 5220-short                                                          |
    |   DoD 5220-22.M                                                           |
    |   Gutmann Wipe                                                            |
    |   PRNG Stream                                                             |
    |                                                                           |
    | The American Department of Defense 5520-22.M short wipe.                  |
    | The methode is composed of passes 1,2,7 from the standard wipe.           |
    |                                                                           |
     ___________________________________________________________________________
     

    Angaben zur DoD 5222-22.M-Löschmethode (s. [6]):

     _________________________Wipe Methode _____________________________________
    |   Quick Erase       syslinux.cfg: nuke="dwipe --method dod522022m"        |
    |   RCMP TSSIT OPS-II Security Level: Medium (7 passes)                     |
    |   DoD Short                                                               |
    |-> DoD 5220-22.M                                                           |
    |   Gutmann Wipe                                                            |
    |   PRNG Stream                                                             |
    |                                                                           |
    | The American Department of Defense 5520-22.M standard wipe.               |
    | This implementation uses the same algorithm as the Heidi Eraser product.  |
    |                                                                           |
     ___________________________________________________________________________
    
    Hinweise zum Heidi Eraser product: s. [3]

    Angaben zur Gutmann-Löschmethode (s. [5]):

     ______________________ Wipe Methode _______________________________________
    |    Quick Erase        syslinux.cfg: nuke="dwipe -- methode gutmann"        |
    |    RCMP TSSIT OPS-II  Security Level: High   (35  passes)                  |
    |    DoD Short                                                               |
    |    DoD 5220-22.M                                                           |
    | -> Gutmann Wipe                                                            |
    |    PRNG Stream                                                             |
    |                                                                            |
    | This is the methode described by Peter Gutmann in the paper entitled       |
    | "Secure Deletion of data from Magnetic and Solid-State Memory".            |
     ____________________________________________________________________________
    
    Angaben zur PRNG Stream-Löschmethode:
     ______________________ Wipe Methode __________________________________________
    |    Quick Erase        syslinux.cfg: nuke="dwipe -- methode random"           |
    |    RCMP TSSIT OPS-II  Security Level: Depends  on Rounds                     |
    |    DoD Short                                                               |
    |    DoD 5220-22.M                                                             |
    |    Gutmann Wipe                                                              |
    | -> PRNG Stream                                                               |
    |                                                                              |
    | This methode fills the device with a stream from PRNG. It is probably the    |
    | best method to use on modern hard disk drives because enconding schemes vary.|
    |                                                                              |
    | This method has a medium security level with 4 rounds, and a high security   |
    | level with 8 rounds.                                                         |
     ______________________________________________________________________________
    

    8.   Hinweise auf andere Platten-Löschprogramme

    In der DBAN-FAQ heißt es zwar, DBAN is "good enough" for "most people", insbesondere wenn man die Platte bzw. Partition mehrfach mit Zufallszahlen (PRNG-Methode) überschreiben läßt, z.B. 4 oder gar 8 mal. Der ein oder andere ist aber an weiteren Lösch-Möglichkeiten interessiert.

    8.1   Löschen mit dem Eraser-Programm

    Der Eraser-Löschprogramm (s. [3]) kann unbenutzte Sektoren z.B. mit Zufallszahlen n-mal überschreiben. Das Eraser-Programm beherrscht aber auch die Gutmann-Lösch-Methode (s.[5]) oder die US DoD 5220-22.M-Löschmethoden (s. [6]). Damit kann man gezielt einzelne Partitionen sicher "löschen", indem man zuerst die betreffende Partition formatiert, und zwar mit FAT bzw. FAT32 statt mit NTFS, weil bei NTFS eine große Datei übrigbleibt, die das ERASER-Programm nicht löscht. Die Schnell-Formatierung reicht völlig aus. Durch die Formatierung sollen ja nur alle Sektoren freigegeben werden. Freigegebene, also zur Zeit unbenutzte Sektoren kann das Eraser-Programm dann im zweiten Schritt sicher löschen.

    Man kann damit aber nicht die Windows-Partition löschen, also üblicherweise die C-Partition, weil Windows das Formatieren seiner eigenen Partition nicht erlaubt. Dazu benötigt man eine CD, von der man ein Windows bootet. Im FZJ stellt das ZAM für die Viren-Entfernung eine ZAM-Notfall-CD bereit (s. \\PCSRV\public\JuNetSecCD\Notfall-CD\DATUM-zam-notfallcd.iso ), die mit Hilfe der BartPE monatlich erstellt wird. Die Zeitschrift c't hat im Heft 8, 2005 ebenfalls eine solche Notfall-CD bereitgestellt. Wenn Sie von einer solchen Notfall-CD booten, ist Ihre Windows-System-Partition (C:) nicht aktiv. Dadurch können Sie diese von der Notfall-CD formatieren. Die ZAM-Notfall-CD verwendet den A43-Explorer. Damit können Sie die Partition anklicken und über dessen Rechte-Maus-Kontext-Menü das Formatieren starten. Unter X:\ERASER\CMD\   finden Sie auf der ZAM-Notfall-CD die Kommando-Version des Eraser-Programms (z.Z. in der älteren Version 5.7) und BAT-Files, deren Namen besagen, in welcher Partition die unbenutzten Sektoren überschrieben werden sollen. Anschaulich wird das in Kap. 10 der Eraser-Benutzeranleitung gezeigt (URL s. [4]).

    8.2   Das VS-Clean-Plattenlöschprogramm des BSI

    Vom BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationsverarbeitung) können wir das Lösch-Programm VS-Clean in der Vers. 2.1 kaufen, das der VS-IT-Richtlinie entspricht. Dieses bootet von Diskette bzw. CD eine freie DOS-Version und startet damit das VS-Clean-Programm. Erste Wertung: Da keine Zufallszahlen, sondern nur statische Löschmuster verwendet werden, erscheint mir dieses Löschverfahren nicht sehr vertrauenserweckend. Andere Programme, z.B. das DBAN-Programm können diese Löschaufgabe mindestens gleichwertig erfüllen.

    8.3   Das CBL-Schredder-Programm

    Vorteile: Nachteile:

    9.  Entsorgung sensitiver Platten im Forschungszentrum Jülich

    Innerhalb des Forschungszentrum Jülich (FZJ) kann man Platten mit sensiblen Daten über B-NR entsorgen lassen. Die Platten werden dann von einer externen Firma "gemäß dem Bundesdatenschutzgesetz vernichtet." Herr Flaskamp hat das kontrolliert.
    Ansprech-Partner: H. K.Flaskamp, Tel. 5787, H. T.Sommer, Tel. 5261 oder H. A.Thönnißen, Tel. 5261.
    Die kommen auf Anruf die Platten bei Ihnen abholen. Man kann sie aber auch per Mail erreichen (hinter den oben angegebenen Namen (aber A.Thoennissen) unsere übliche Jülicher Mail-Adresse anfügen).
    Für die OEs (Organisationseinheiten) entstehen keine Kosten.
    Quelle: B-NR, Gruppe Abfallwirtschaft, abfallnewsletter Nr. 2 vom 7.4.2006
    Die entsorgen auch CDs.

    Festplatten mit sensitiven Daten kann man mechanisch zerstören, z.B. mit dem Bohrer. Bei defekten Festplatte ist das oft die einzige Methode.

    10.  Externe Links

    [1]   DBAN-Homepage
            (http://dban.sourceforge.net/)

    [2]   DBAN Produkt-Übersicht (Product Feature Checklist)
            (http://dban.sourceforge.net/features.html)
           DBAN FAQ (http://dban.sourceforge.net/faq/index.html)

    [3]   Eraser Homepage ( http://www.heidi.ie/eraser/)
            Eraser-Download ( http://www.heidi.ie/eraser/download.php)

    [4]   Nutzung des Eraser-Löschprogramms Vers. 57
            (http://WWW.FZ-Juelich.DE/zam/sicherheit/download/freeware.1/eraser/zam-doc/eraser57-zam.htm)

    [5]  Peter Gutmann: Secure Deletion of Data from Magnetic and Solid-State Memory
            (http://www.cs.auckland.ac.nz/~pgut001/pubs/secure_del.html)

    [6]   Die US DoD 5220-22.M-Lösch-Methoden: