Nobelpreis für Physik 2007:
Peter Grünberg und der GMR-Effekt
Quelle: Forschungszentrum Jülich
Kompakte und schnelle Festplatten sind heute ein nützliches Werkzeug der Informationsgesellschaft. Nur wenige Klicks trennen uns von unseren Daten, die dank Musik- und Videoindustrie immer umfänglicher werden.
Den komfortablen Zugriff möglich machte eine Entwicklung, die im Forschungszentrum Jülich gemacht wurde. Ende der 1980er Jahre entdeckte Peter Grünberg, dass der elektrische Widerstand von dünnen magnetischen Schichten sich stark durch äußere Magnetfelder ändert.
Der so genannte GMR- oder Riesenmagnetowiderstands-Effekt wird seit Mitte der 90er Jahre in allen gängigen Festplatten genutzt, um magnetische Bits und Bytes auszulesen. Der Effekt beruht auf der quanten- mechanischen Kopplung der Elektronen-Spins in den Materialschichten. In nur 10 Jahren zog der GMR-Effekt vom Labor in die Anwendung und wird nun täglich millionenfach genutzt.
















