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Nitrat

Deutschland hat ein Problem: zu viel Nitrat im Grundwasser, aber auch in der Nord- und Ostsee. Die Ursache ist in den meisten Fällen die Landwirtschaft, die zu viel Gülle und Mineraldünger auf die Felder aufbringt. Um die Nitratbelastung in einem Bundesland effizient zu senken, muss das Zusammenspiel von überschüssigem Dünger in landwirtschaftlich genutzten Böden sowie den hydrologischen und geologischen Standortbedingungen analysiert werden. Jülicher Agrosphärenforscher haben zu diesem Zweck Computermodelle entwickelt, mit denen berechnet werden kann, wie stark das Grundwasser sowie die Oberflächen- und Küstengewässer in unterschiedlichen Regionen Deutschlands belastet sind – und wie Nitrate dorthin gelangen.

Im Kooperationsprojekt GROWA+NRW 2021, das vom Forschungszentrum Jülich wissenschaftlich koordiniert wird, modellieren die Forscher die Wasser- und Nährstoffflüsse in NRW. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler simulieren darüber hinaus, ob, in welchem Ausmaß und wo bestimmte Reduktionsmaßnahmen im Bereich Landwirtschaft die erhoffte Wirkung zeigen. GROWA+NRW 2021 wird im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Neben Jülich sind das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV), der Geologische Dienst NRW, die Landwirtschaftskammer NRW und das Thünen-Institut in Braunschweig beteiligt.

Institut:

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)