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Helmholtz-Professuren

Helmholtz-Professuren sind eine besondere Auszeichnung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Helmholtz-Forschungszentren. Sie wird ihnen für ihre außergewöhnliche Bilanz und hohe Produktivität in der bisherigen akademischen Karriere verliehen. Mit diesem neuen Förderinstrument ermöglicht es die Helmholtz-Gemeinschaft, wissenschaftlich besonders verdienten und exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch nach Eintritt in den Ruhestand ihre Forschung fortzusetzen, ihren Forschergeist und ihre wissenschaftliche Expertise einzubringen. Die Laufzeit der Helmholtz-Professur beträgt im Regelfall bis zu drei Jahren. Helmholtz-Professuren sind eigenständige, befristete Arbeitsgruppen. Die Professuren werden von den jeweiligen HGF-Zentren verliehen und finanziell sowie personell unterstützt.

Jülicher Helmholtz-Professoren

Prof. Peter H. Dederichs (Peter Grünberg Institut), 2012

Prof. Peter H. Dederichs gehört in Deutschland zu den Pionieren der Festkörperforschung und gilt als Experte für die Theorie der Festkörperphysik. Für seine wissenschaftlichen Leistungen wurde er im Februar 2012 mit einer Helmholtz-Professur ausgezeichnet.

Prof. David DiVincenzo, Direktor am Peter Grünberg Institut, hob in seiner Laudatio hervor, Dederichs habe bereits früh erkannt, dass für das quantitative Verständnis der Festkörperphysik neue Methoden benötigt wurden. Zusammen mit seinen Kollegen am Vorläuferinstitut des Peter Grünberg Instituts entwickelte und verwendete er schon sehr früh ab-initio-Methoden zur Berechnung der Elektronenstruktur von Festkörpern, die heute untrennbarer Bestandteil der Material- und Nanowissenschaften sind.

Von 2004 bis 2011 war Dederichs Chairman des europäischen Netzwerkes "Psi-k" für ab-initio-Rechnungen, das jährlich mehr als 20 Workshops, Tutorien und Sommerschulen in allen Ländern Europas organisiert.

Der Physiker hat insgesamt 340 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, davon 67 seit seiner Pensionierung 2004.

Online-Meldung "Helmholtz-Professur für Prof. Peter H. Dederichs" (6.02.2012)

Peter Grünberg Institut - Theoretische Nanoelektronik (PGI-2 / IAS-3)

Prof. Siegfried Mantl (Peter Grünberg Institut), 2011

Der Physiker Prof. Siegfried Mantl bekam 2011 aufgrund seiner besonderen wissenschaftlichen Verdienste im Bereich der anwendungsnahen Halbleitertechnologie eine Helmholtz-Professur verliehen. Prof. Mantl war gemeinsam mit seiner Abteilung maßgeblich am Aufbau eines leistungsfähigen Nanoelektronik-Geräteparks in Jülich beteiligt, der die Entwicklung industrienaher Verfahren ermöglicht und so den Erkenntnistransfer zwischen Labor und Chip-Fabrik beschleunigt. Mantl entwickelte Prozesse, die mittlerweile in der industriellen Fertigung etabliert sind, zum Beispiel das 'Jülicher Verfahren' für die Herstellung einer neuartigen Halbleiterklasse.

Im Rahmen der Helmholtz-Professur arbeitet Mantl an neuen Transistorkonzepten, mit denen größere Kapazitäten bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch erreicht werden sollen.

Schnellere, leistungsfähigere und energiesparendere Informationstechnologien sind die Ziele der Jülicher Physiker, Informatiker und Nanotechnologen, die im Peter Grünberg Institut (PGI) zusammenarbeiten.

Pressemitteilung: "Helmholtz-Professur für Physiker Siegfried Mantl" (7.04.2011)

Peter Grünberg Institut - Halbleiter-Nanoelektronik (PGI-9)

Prof. Peter Grünberg (Institut für Festkörperforschung, jetzt Peter Grünberg Institut), 2007

Die erste Helmholtz-Professur wurde 2007 verliehen: an den Jülicher Physiker Prof. Peter Grünberg, der kurz zuvor für seine Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands gemeinsam mit dem französischen Wissenschaftler Albert Fert den Nobelpreis für Physik erhalten hatte.

Grünbergs Forschungsgebiet, die Spintronik und Nanoelektronik, legte den Grundstein für die Miniaturisierung von Computerspeichern und besitzt auch heute eine hohe strategische Bedeutung für die zukünftige Computerentwicklung.
Im Rahmen seiner Helmholtz-Professur forscht Peter Grünberg mit seiner Arbeitsgruppe weiter innerhalb der Spintronik an magnetischen Schichtsystemen, legt dabei großen Wert auf die Arbeit mit Nachwuchswissenschaftlern. "Ich möchte mich nun mit noch mehr Kraft der Forschung widmen und mit jungen Wissenschaftlern arbeiten", sagte Grünberg anlässlich der Verleihung. Dies tut der Physiker inzwischen an einem Institut, das nach ihm benannt ist, dem Peter Grünberg Institut.

"Mit der Professur für Peter Grünberg sichert sich das Forschungszentrum die Expertise eines Forschers, der wie kein zweiter den Wert von solider Grundlagenforschung verkörpert", erklärte Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich, anlässlich der Verleihung. "Mit der Helmholtz-Professur wollen wir dem oft beklagten 'brain drain' entgegen wirken, der nicht nur junge Wissenschaftler, sondern auch immer mehr ältere Spitzenkräfte betrifft", so Bachem. An der feierlichen Verleihung in Bonn nahm auch Bundesforschungsministerin Annette Schavan teil.

Pressemitteilung: "Jülich verleiht seinem Nobelpreisträger Grünberg erste Helmholtz-Professur" (19.11. 2007)

Peter Grünberg Institut - Elektronische Eigenschaften (PGI-6)

Mehr Informationen

über die Vergabe und die Helmholtz-Professuren anderer Zentren:
Website der Helmholtz-Gemeinschaft


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