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Ausgezeichnete Forschung: Preise und Ehrungen für Jülicher Wissenschaftler

Die Welt der Wissenschaftspreise und Ehrungen für wissenschaftliche Verdienste und Errungenschaften ist vielfältig. Der renommierteste und sicherlich bekannteste unter ihnen ist der Nobelpreis, der jedes Jahr in Stockholm verliehen wird. 2007 wurde der Jülicher Wissenschaftler Peter Grünberg zusammen mit dem französischen Wissenschaftler Albert Fert für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands (auch bekannt als GMR-Effekt) mit dem Nobelpreis für Physik geehrt – eine große Auszeichnung nicht nur für den Wissenschaftler selbst, sondern auch für das Forschungszentrum.

Aufgrund ihrer Fülle und Diversität können an dieser Stelle leider nicht alle Wissenschaftspreise und Ehrungen dargestellt werden, mit denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich seit seiner Gründung für ihre Beiträge für Forschung und Gesellschaft ausgezeichnet wurden.

Internationale Preise und Ehrungen

Nobelpreis für Physik

  • 2007 an Prof. Peter Grünberg zusammen mit Prof. Albert Fert für die Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands (GMR-Effekt), der der Miniaturisierung von Festplatten den Weg ebnete.

Wolf Preis für Physik (Israel)

  • 2007 an Prof. Peter Grünberg. Der weltweit renommierte israelische "Wolf Prize" wurde in der Knesset feierlich vom damals amtierenden israelischen Präsidenten an den Jülicher Physiker Prof. Peter Grünberg überreicht. Zusammen mit Prof. Albert Fert von der Université Paris-Sud teilt er sich das Preisgeld von ca. 100.000 Euro in der Kategorie Physik.
  • 2011 an Prof. Knut Urban, Maximilian Haider von der CEOS GmbH, Heidelberg, Harald Rose von der Technischen Universität Darmstadt für Durchbruch in Elektronenmikroskopie (100.000 Euro)

Japan-Prize

  • 2007 an Prof. Peter Grünberg und Albert Fert. Dotiert mit ca. 350.000 Euro

Honda-Preis

  • 2008 an Dr. Maximilian Haider (Heidelberg), Prof. Harald Rose (Darmstadt) und Prof. Knut Urban (Forschungszentrum Jülich) für die Entwicklung der Aberrationskorrektur für Transmissionselektronenmikroskope, welche eine atomar auflösende Untersuchung von Materialien auf der Ebene von Pikometern ermöglicht hat. Der Preis der japanischen Honda-Stiftung ist mit rund 70.000 Euro dotiert.

Frontiers of Knowledge Award der BBVA-Stiftung

  • 2014 in der Kategorie Grundlagenforschung an Prof. Maximilian Haider von der CEOS GmbH, Heidelberg, Prof. Harald Rose, Seniorprofessor an der Universität Ulm, und Prof. Knut Urban vom Forschungszentrum Jülich für wegweisende Forschung im Bereich der Elektronenmikroskopie. Die Auszeichnung ist mit 400.000 Euro dotiert.

Von Hippel Award

  • 2006 an Prof. Knut Urban für seine Forschungsbeiträge zur Entwicklung und Verwendung der Elektronenmikroskopie und wegweisenden Entdeckungen im Bereich der Defektphysik von Quasikristallen und der Hochtemperaturhalbleiter. Der mit 10.000 Dollar dotierte Preis ist die höchste Auszeichnung der Materials Research Society (MRS). Er wird jährlich vergeben. Preisträger werden als Ehrenmitglieder in die MRS aufgenommen.

Hatsujiro-Hashimoto-Medaille der International Federation of Societies for Microscopy

  • 2014 an den Jülicher Wissenschaftler Prof. Chunlin Jia. Der Preis für herausragende Beiträge in der Anwendung mikroskopischer und verwandter Methoden in Physik und Materialwissenschaften ist nach Hatsujiro Hashimoto benannt, dem Pionier der Mikroskopie-Forschung. Schwerpunkt von Jias Arbeit am Peter Grünberg Institut und Ernst Ruska-Centrum ist die Untersuchung elektrokeramischer Materialien mithilfe fortschrittlichster Elektronenmikroskopie. Der Wissenschaftler entwickelt neue Verfahren für die optimale Nutzung der dabei verwendeten aberrationskorrigierten Transmissionselektronenmikroskope.

Internationale Förderpreise

ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC)

  • 2012 an den Physiker Prof. Rafal Dunin-Borkowski vom Forschungszentrum Jülich und der RWTH Aachen.
    Die damit verbundenen 2,5 Millionen Euro Fördergeld über fünf Jahre bekommt der Direktor am Ernst Ruska-Centrum für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen, um elektronenmikroskopische Methoden zu entwickeln, mit denen sich Magnetfelder im Inneren von Materialien mit nahezu atomarer Auflösung werden abbilden lassen. Vom Erfolg des Projektes würde die Grundlagenforschung im Bereich des Nanomagnetismus ebenso profitieren wie die anwendungsorientierte Forschung.
  • 2010 an Prof. Hans Stroeher, Institut für Kernphysik.
    Mit 2,5 Millionen Euro fördert der ERC die Untersuchungen zur Erzeugung polarisierter Antiprotonen. Die Arbeitsgruppe des Physikers baut und betreibt in Zusammenarbeit mit dem Joint Institute for Nuclear Research (Russland) und der Universita degli Studi di Ferrara (Italien) das PAX-Experiment, das zuerst am Kühlersynchrotron COSY in Jülich und später am Antiprotonen-Entschleuniger (AD = "Antiproton Decelerator") am CERN zum Einsatz kommen soll. Prof. Stroeher leitet das Institut für Kernphysik, Bereich Experimentelle Hadronendynamik (IKP-2).

ERC Starting Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC)

  • 2012 an Prof. Paul Kögerler. Der Preis ist mit rund 1,6 Millionen Euro dotiert, welche der Chemiker vom Peter Grünberg Institut, Bereich Elektronische Eigenschaften (PGI-6), auf fünf Jahre verteilt für seine Forschung an Materialien für die Computer von morgen erhält.

Polymer Physics Prize der American Physical Society (APS)

  • 2011 an Prof. Dr. Kurt Kremer, ehemaliger Jülicher Festkörperforscher zusammen mit Gary S. Grest von den Sandia National Laboratories in Albuquerque. Die Fachgesellschaft würdigt damit frühe Arbeiten auf einem der ersten Superrechner des Forschungszentrums Jülich Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre als bahnbrechenden Beitrag, um numerische Simulationen in der Polymerforschung als gleichwertiges Werkzeug neben dem klassischen Experiment und der theoretischen Analyse zu etablieren. Der renommierte APS-Award ist mit insgesamt 10.000 Dollar dotiert und wird vom Chemiekonzern Dow Chemical gestiftet.

Internationaler Ernst-Ruska-Preis

  • 2005 an Dr. Andreas Thust vom Forschungszentrum Jülich und Dr. Wim Coene von den Philips Research Laboratories in Eindhoven. Die beiden Physiker verdoppelten die nutzbare Auflösung von Elektronenmikroskopen durch den Einsatz von rechnergestützten Analysewerkzeugen und können so ein extrem scharfes Bild der Probe erzeugen.

Internationale Innovationspreise

Europäischer Erfinderpreis

  • 2006 an Prof. Peter Grünberg
    Das europäische Patentamt und die europäische Kommission zeichnen Professor Peter Grünberg mit dem Preis "Europäischer Erfinder des Jahres" aus. Sie würdigen damit seine Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands (englisch: Giant Magnetoresistance - GMR) im Jahr 1988. Der GMR-Effekt brachte den Durchbruch zu Giga-Byte-Festplatten.

Weitere Ehrungen

Nationalorden der französischen Ehrenlegion

  • 2003 an Prof. Joachim Treusch, damaliger Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich. Treusch wurde zum Ritter (Chevalier) der Ehrenlegion (Legion d'Honneur) ernannt. Damit werden die Verdienste von Prof. Treusch für die deutsch-französische Zusammenarbeit in der Forschung gewürdigt.

Chevalier dans l'Ordre des Palmes academiques:

  • 2012 an Sybille Krummacher für Ihre Verdienste im deutsch-französischen Austausch in der Wissenschaft.

Gay-Lussac-Humboldt-Preis

  • 2010 an den Physiker Prof. Claus M. Schneider für seine wissenschaftlichen Arbeiten und Verdienste um die französisch-deutsche Wissenschaftskooperation. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis wird jährlich vom französischen Ministerium für Bildung und Forschung sowie der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben.

Internationale Nachwuchspreise

Nicholas Metropolis-Preis der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft (American Physical Society, APS)

  • 2011 an Dr. Dmitry Fedosov vom Jülicher Institute of Complex Systems für seine Doktorarbeit über die Computermodellierung weicher Materie und der Strömung von Blut. Die Amerikanische Physikalische Gesellschaft (American Physical Society, APS) vergibt die Auszeichnung für herausragende Doktorarbeiten auf dem Gebiet der computergestützten Physik einmal pro Jahr. Der Preis ist mit 1.500 US-Dollar dotiert.

Max-Auwärter-Preis

  • 2012 an Dr. Giuseppe Mercurio (PGI-3) für seine Doktorarbeit. Der Preis der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft ist mit 10.000 Euro dotiert.

Wim Nieuwpoort Award

  • Kristel Michielsen, Hans De Raedt, Fengping Jin, Jülich Supercomputing Centre

Deutsche Preise und Ehrungen

Bundesverdienstkreuz

  • 2002 an Prof. Heiner Müller-Krumbhaar
  • 1997 an Prof. Joachim Treusch

Erwin-Schrödinger-Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft (und der HGF)

  • 2013 an den Jülicher Ökosystemforscher Prof. Nicolas Brüggemann und vier weitere Mitglieder einer deutsch-chinesischen Forschergruppe. Das Team um Prof. Dr. Klaus Butterbach-Bahl vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hatte bei einem Langzeitprojekt festgestellt, dass Viehhaltung in Steppen- und Präriegebieten die Emission von Lachgas (N2O) reduziert. Bis dahin war die Forschung vom Gegenteil ausgegangen.
  • 2009 an Dr. Martin Bram, Dr. Hans-Peter Buchkremer und Prof. Dr. Detlev Stöver vom Jülicher Institut für Energieforschung sowie Dr. Thomas Imwinkelried vom Schweizer Unternehmen Synthes teilen sich den Schrödinger-Preis der Helmholtz-Gemeinschaft und des Stifterverbands für die Entwicklung eines innovativen Werkstoffes für Wirbelsäulenimplantate.
  • 2005 an Hirnforscher Prof. Peter Tass (Forschungszentrum Jülich) und Prof. Volker Sturm (Uni Köln) für einen Hirnschrittmacher zur Behandlung von Nervenerkrankungen wie Parkinson.
  • 2002 an Dr. Jürgen Allgaier, Professor Dr. Gerhard Gompper, Professor Dr. Dieter Richter (alle vom damaligen Institut für Festkörperforschung des Forschungszentrums Jülich) sowie an Dr. Thomas Sottmann und Professor Dr. Reinhard Strey vom Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln für herausragende interdisziplinäre Forschung.
    Der mit 50.000 Euro dotierte Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft wird jährlich für herausragende interdisziplinäre Forschung in den Helmholtz-Zentren vergeben.

Walter Hälg Preis

  • 2009 an Prof. Dieter Richter für seine Forschung zum Verständnis der Dynamik von Polymeren und biologischen Makromolekülen. Mit der Auszeichnung, die alle zwei Jahre an europäische Forscher vergeben wird, würdigt die Europäische Vereinigung für Neutronenstreuung ENSA wegweisende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Neutronenstreuung. Der Preis ist mit umgerechnet etwa 6.600 Euro dotiert.

Beckurts-Preis

  • 2006 an ein Team von drei Wissenschaftlern, unter Ihnen Prof. Knut Urban vom Forschungszentrum Jülich. Sie werden damit für ihren entscheidenden Beitrag zur Weiterentwicklung von Elektronenmikroskopen geehrt. Durch ihr Engagement wurde es möglich, Materialien und Werkstoffe mit atomarer Auflösung darzustellen.

Wissenschaftspreis des Bundesverbands für Legasthenie und Dyskalkulie

  • 2011 an PD Dr. Stefan Heim vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM) gemeinsam mit Dr. Marion Grande vom Universitätsklinikum Aachen.

Niels-A.-Lassen-Preis der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung

  • Dr. Christian Grefkes, Institut für Neurowissenschaften und Medizin.

Deutsche Förderpreise

Alexander von Humboldt-Professur

  • 2010 an Prof. David DiVincenzo
    Prof. David DiVincenzo ist einer der international führenden Experten auf dem Feld der Quanteninformation. Wissenschaftler auf diesem Gebiet nutzen die quantenphysikalischen Effekte auf der atomaren Skala, um neuartige Methoden der Informationsverarbeitung und möglicherweise in Zukunft Quantencomputer zu entwickeln. Die Alexander von Humboldt-Professur ist mit 3,5 Millionen Euro dotiert und ist damit der höchstdotierte internationale Forschungspreis Deutschlands. 2011 kam der Preisträger im Rahmen der ersten JARA-Professur nach Jülich und Aachen, wo er an der RWTH die Leitung des damals neu gegründeten Instituts für theoretische Quanteninformation sowie den Direktorenposten des Instituts für theoretische Nanoelektronik am Forschungszentrum Jülich übernahm. Das Fördergeld der Alexander von Humboldt-Stiftung ist in die Einrichtung von zwei Forschergruppen mit zusätzlichen Stellen für Doktoranden und Post-Doktoranden an beiden Instituten geflossen.

Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft

  • 2014: an Prof. Rainer Waser (bekanntgegeben am 5. Dezember 2013)

    Prof. Rainer Waser leitet den Bereich Elektronische Materialien am Peter Grünberg Institut des Forschungszentrums Jülich sowie das Institut für Werkstoffe der Elektrotechnik II (IWE II) an der RWTH Aachen. Sein Forschungsschwerpunkt liegt seit einigen Jahren auf der Untersuchung und Entwicklung von elektronischen Bauelementen für künftige Rechner, sogenannte redox-basierte resistive Speicher, kurz ReRAM. Die Speicherzellen verfügen über einen dauerhaft veränderlichen elektrischen Widerstand. Die gespeicherten Informationen bleiben daher auch dann erhalten, wenn kein Strom fließt. Gleichzeitig lassen sich ReRAM-Speicherelemente tausendmal schneller schalten und benötigen tausendmal weniger Energie als die Elemente heutiger Flash-Speicher. Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ist der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland. Der jährlich von der DFG vergebene Preis ist mit bis zu 2,5 Millionen Euro dotiert.

Sofja Kovalevskaja-Preis der Alexander von Humboldt-Stiftung (wie Stipendienpreis für seine Arbeit)

  • 2012 an Dr. Dmitry A. Fedosov. Der russische Mathematiker hat eine Simulationsmethode entwickelt, um Blutströmungen unter verschiedensten Bedingungen zu beschreiben und vorherzusagen. Mit dem Preisgeld in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro, verteilt auf fünf Jahre, wird Fedosov eine eigene Forschergruppe aufbauen, um die Unterschiede bei der Zirkulation von Blut in gesundem Gewebe sowie in Tumoren zu untersuchen. Der Sofja Kovalevskaja-Preis ist einer der höchst dotierten deutschen Wissenschaftspreise. Mit diesem Preis sollen international umworbene Forschertalente bereits zu Beginn einer vielversprechenden Karriere in Kooperationen mit Wissenschaftlern in Deutschland eingebunden werden.

Deutsche Innovationspreise

Deutscher Zukunftspreis: Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation

  • 1998 an Prof. Peter Grünberg für die Entdeckung des GMR-Effekts. Zusammen mit Albert Fert von der Université de Paris Sud gilt Grünberg als Begründer der Zukunftstechnologie Spintronik. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert und wird jährlich seit 1997 vergeben.
  • 2002 an Prof. Maria-Regina Kula und Dr. Martina Pohl für die Entwicklung von biologischen Katalysatoren. Die Wissenschaftlerinnen kommen vom im Forschungszentrum Jülich ansässigen Institut für Molekulare Enzymtechnologie (IET) der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf. Die beiden Wissenschaftlerinnen sind die ersten beiden Frauen, die mit diesem Preis ausgezeichnet wurden.

Deutscher Innovationspreis Medizin

  • 2011 an Prof. Peter Tass. Der Jülicher Wissenschaftler erhielt den mit 100.000 Euro dotierten Preis der Herbert-Worch-Stiftung für seine Entwicklung der Akustischen CR®-Neuromodulation zur Behandlung von chronisch-tonalem Tinnitus.

Stahl-Innovationspreis

  • 2012 an Forschungszentrum Jülich und ThyssenKrupp VDM für den neuen Werkstoff Crofer® 22 H in der Kategorie "Stahl in Forschung & Entwicklung/Verfahren".
    Die Kooperation zwischen dem Forschungszentrum Jülich und ThyssenKrupp VDM zum Thema "Hochtemperaturwerkstoff für Interkonnektoren" besteht seit 2001. Der international anerkannte Preis wird alle drei Jahre an besonders innovative Projekte von Unternehmen und Institutionen sowie Kooperationen von Wissenschaft und Wirtschaft aus den letzten fünf Jahren vergeben.

Preis des AC² der Gründerregion Aachen

  • 2007 im ersten und dritten Platz an zwei Jülicher Wissenschaftler: Der mit 10 000 Euro dotierte erste Preis ging an das Gründungsprojekt EMISENS. Das Gründerteam, die Eheleute Dr. Norbert und Sarka Klein, zielt mit dem am Forschungszentrum Jülich entwickelten und patentierten Verfahren zur berührungsfreien Identifizierung von Flüssigkeiten auf den Markt für Sicherheitstechnik an Flughäfen und Bahnhöfen. Das neuartige Verfahren macht es möglich, in Sekundenbruchteilen zu prüfen, ob es sich bei mitgeführten Flüssigkeiten lediglich um ein harmloses Getränk oder um Komponenten für Flüssigsprengstoff handelt. Der dritte Preis in Höhe von 5.000 Euro ging an Thomas Krings von der SEMIKON GmbH Jülich. Das Unternehmen ist eine Ausgründung aus dem Forschungszentrum Jülich und beschäftigt sich mit der kundenspezifischen Entwicklung und Fertigung von Halbleiter-Detektoren und Detektor-Systemen zum Nachweis ionisierender Strahlung.
  • 2011 im zweiten Platz an die Firma Phenospex, ein Ausgründungsprojekt des Forschungszentrums Jülich. Das junge Unternehmen entwickelte ein System zur Analyse des Pflanzenwachstums entwickelt. Der "PlantEye"-Scanner kann große Pflanzenbestände vollautomatisch in 3D vermessen und dadurch Werte wie Blattfläche und Pflanzenhöhe ermitteln. Die Ergebnisse lassen sich direkt mit Pflanzen- und Umweltparametern abgleichen – zum Beispiel zur effizienteren Dosierung von synthetischen Wirkstoffen im Produktionsgartenbau oder als Hilfsmittel zur Entwicklung von neuartigen Pflanzenschutzmitteln und Saatgut. Der Start des Unternehmens wurde durch den Helmholtz Enterprise Fonds gefördert.

Starter Award der Euregio Maas-Rhein

  • 2011 im ersten Platz an an die Firma Phenospex, ein Ausgründungsprojekt des Forschungszentrums Jülich für die Entwicklung eines Systems zur Analyse des Pflanzenwachstums.

RWE-Zukunftspreis

  • 2011 an Dr. John Kettler für die beste Dissertation zum Thema "Impulse für die Energiewelt von morgen". In seiner Arbeit beschäftigt sich Kettler mit nuklearen Abfällen und ihrer Entsorgung. Kettler entwickelte die Testeinrichtung für ein Verfahren, mit dem sich der Gehalt giftiger Stoffe wie Blei, Cadmium oder Quecksilber in Abfallfässern für radioaktives Material nachweisen lässt. Der Preis ist mit 12.000 Euro dotiert.

Nicolaus August Otto Preis der Stadt Köln für Innovation

  • 2011 an Prof. Peter Tass und das aus dem Forschungszentrum ausgegründete Unternehmen ANM für die Entwicklung der Akustischen CR®-Neuromodulation zur Behandlung von chronisch-tonalem Tinnitus.

f-cell Award des Landes Baden-Württemberg

  • 2012 an Jülicher Brennstoffzellenforscher; sie kamen auf den zweiten Platz in der Kategorie "Science". Der mit 1.000 Euro dotierte Preis wurde ihnen für die Entwicklung von robusten Direktmethanol-Brennstoffzellen in der Kilowatt-Klasse verliehen – Energiesystemen, wie sie zum Beispiel in einem ebenso in Jülich am Institut für Energie- und Klimaforschung entwickelten Horizontalkommissionierer, einer "Paletten-Ameise", zum Einsatz kommen. Der vom Land Baden-Württemberg gestiftete "f-cell Award" prämiert Innovationen bei Brennstoffzellen mit insgesamt 27.000 Euro. Im Jahr 2012 wurde er erstmals in drei Kategorien vergeben: Classic, Science und Start up. Mit dem Wettbewerb sollen Neuentwicklungen bei der Brennstoffzelle prämiert und weitere Innovationen angeregt werden.

Regionale Preise

FRP.NRW Award

  • 2011 an Dr. Marc von Hobe vom Institut für Energie- und Klimaforschung und sein Projektmanagement-Team haben für ihre Arbeit im RECONCILE-Projekt zu den Folgen des Klimawandels für die Stratosphäre und die Ozonschicht. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze überreichte den mit insgesamt 90 000 Euro dotierten Preis in Düsseldorf. Weitere Preisträger der zu drei gleichen Teilen vergebenen Auszeichung sind Prof. Sabina Jeschke von der RWTH Aachen und Prof. Christian Rehtanz von der TU Dortmund. Der im April 2011 erstmals verliehene Preis würdigt die Beteiligung von Forscherinnen und Forschern in RW an europäischen Forschungsprogrammen.

Wissenschaftspreis des NRW-Wissenschaftszentrums und Industrie-Clubs Düsseldorf

  • 2004 an Dr. Henry Bosch und Dr. Tobias Repmann für Energieforschung:
    Der eine arbeitet an neuen Materialien, um den Wirkungsgrad konventioneller Kraftwerke wie Kohlekraftwerke zu verbessern. Der andere entwickelt industrienah und kostengünstig Prototypen neuartiger Solarzellen. Mit Promotionsarbeiten zu zwei sehr unterschiedlichen Methoden der Stromerzeugung haben der Physiker Dr. Henry Bosch und der Ingenieur Dr. Tobias Repmann die Jury überzeugt: Die beiden Wissenschaftler, die ihre Doktorarbeiten am Forschungszentrum Jülich erstellt haben, wurden in Düsseldorf mit dem Wissenschaftspreis 2004 ausgezeichnet. Henry Bosch erhält den mit 20.000 Euro dotierten ersten Preis, Tobias Repmann den mit 10.000 Euro dotierten zweiten Preis.

Minerva-Preises des Fördervereins Museum Jülich

  • 2008 an Prof. Peter Grünberg. Mit dem Preis werden alle zwei Jahre Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich im Spannungsfeld von Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft um die Stadt Jülich verdient gemacht haben.
  • 2012 an Prof. Joachim Treusch für „seine außerordentlichen Verdienste um die Begegnung von Kultur und Wissenschaft in der Stadt Jülich" (Prof. Achim Bachem, Treuschs Nachfolger und Vorsitzender des Fördervereins)

Weitere Ehrungen innerhalb Deutschlands

Rudolf-Diesel-Medaille des Deutschen Instituts für Erfindungswesen

  • 2008 an Jülicher Nobelpreisträger Prof. Peter Grünberg. Die Rudolf-Diesel-Medaille ist eine der ältesten bundesdeutschen Ehrenauszeichnungen für wirtschaftlich erfolgreiche Erfindungen und Innovationen und wird alle zwei bis vier Jahre verliehen. Die erste Verleihung fand 1952 statt und wurde von Mitgliedern des Deutschen Instituts für Erfindungswesen und Dr. Eugen Diesel, einem Sohn von Rudolf Diesel, ins Leben gerufen. Seitdem gilt die Dieselmedaille als höchste Auszeichnung für Erfinder, die mit ihrem Erfolg zum Wohl der Gesellschaft beigetragen haben.

Ehrenmitgliedschaft der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG)

  • 2011 an Prof. Peter Grünberg verliehen wegen seiner Entdeckung des GMR-Effekts gemeinsam mit Albert Fert
    Ehrennadel der Deutschen Physikalischen Gesellschaft
  • 2010 für Prof. Heiner Müller-Krumbhaar für sein Engagement für die Physik in der Schule und als langjähriger Vorsitzender des Fachverbandes "Dynamik und Statistische Physik". 2010 wurde die Ehrennadel zum ersten Mal vergeben.

Fortbildungspreis der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN)

  • 2011 an Prof. Gereon R. Fink vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin. Die Mitgliederversammlung der DGKN wählte ihn zum Präsidenten der Gesellschaft 2011/2012.
    Forschungspreis "365 Orte im Land der Ideen"
  • 2011 an Prof. Gereon R. Fink (INM) gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für neurologische Forschung. Verliehen wurde die Auszeichnung für innovative Methoden in der Bildgebung, die Stammzellen im lebenden Gehirn sichtbar machen. Der Wettbewerb unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wird von der Standortinitiative "Deutschland – Land der Ideen" in Kooperation mit der Deutschen Bank durchgeführt.

Helmholtz-Professuren

Helmholtz-Professuren sind eine besondere Auszeichnung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Helmholtz-Forschungszentren. Sie wird ihnen für ihre außergewöhnliche Bilanz und hohe Produktivität in der bisherigen akademischen Karriere verliehen. Mit diesem neuen Förderinstrument ermöglicht es die Helmholtz-Gemeinschaft, wissenschaftlich besonders verdienten und exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch nach Eintritt in den Ruhestand ihre Forschung fortzusetzen, ihren Forschergeist und ihre wissenschaftliche Expertise einzubringen.
Mehr zu Helmholtz-Professuren

JARA-Professuren

Die JARA-Professur wurde eingerichtet, um besonders hochrangige internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für die Region Jülich-Aachen zu gewinnen. Die JARA-Professur bietet institutionelle Anbindung mit vollen Rechten, Pflichten und Ressourcen an beiden Standorten. Damit ist sie wesentlich besser ausgestattet als eine normale Professur oder eine Direktorenstellung.

  • 2011: Prof. David DiVincenzo. Der international renommierte Quantenphysiker, der auch Preisträger der Alexander von Humboldt-Professur ist, konnte als erster JARA-Professor ins Forschungszentrum Jülich und an die RWTH Aachen geholt werden. Prof. David DiVincenzo beschäftigte sich als einer der ersten Physiker mit der Quanteninformation und gilt als Koryphäe der Quanteninformationsverarbeitung. Er ist ein Pionier im Bereich der Quantencomputer.

JARA-Senior-Professuren

JARA-Senior-Professuren werden von der RWTH Aachen an herausragende Wissenschaftler vergeben. Sie sollen auch nach der Pensionierung die Möglichkeit haben, ihre Forschung sowohl an der RWTH Aachen als auch am Forschungszentrum Jülich fortzusetzen, mit dem die RTWH in der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) verbunden ist. Darüber hinaus werden durch die JARA-Seniorprofessur der Wissensaustausch und die Zusammenarbeit zwischen erfahrenen und jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gefördert.

  • 2012 an Prof. Knut Urban
    Prof. Knut Urban wurde 2012 als erster Wissenschaftler mit der JARA-Seniorprofessur geehrt. Der Physiker leitete von 1987 bis 2011 das Jülicher Institut für Mikrostrukturforschung am heutigen Peter Grünberg Institut sowie einen Lehrstuhl für Experimentalphysik an der RWTH
    Aachen. Von 2004 bis 2006 war er Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG).
  • 2013 an Prof. Karl Zilles
    Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Prof. Karl Zilles zusammen mit Prof. Katrin Amunts (ebenfalls Forschungszentrum Jülich) an einem dreidimensionalen Modell des menschlichen Gehirns, welches auf Tausenden mikroskopisch feinen Gewebeschnitten beruht. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt ist dabei die Analyse der molekularen Grundlage der Signalübertragung in den verschiedenen strukturellen und funktionellen Organisationseinheiten des menschlichen Gehirns. Der frühere Direktor am Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1), forscht im Rahmen seiner JARA-Seniorprofessur an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Aachen und weiterhin am Forschungszentrum Jülich.

Nachwuchspreis des Forschungszentrums: Jülicher Exzellenzpreis

Seit 2009 vergibt das Forschungszentrum Jülich den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Exzellenzpreis an junge, international erfolgreiche Wissenschaftler, die mit ihren Ideen entscheidende Impulse in ihrem Forschungsgebiet leisten. Basis der Auszeichnung ist eine sehr gute Dissertation einschließlich einer bis zu zwei Jahren dauernden Post-Doktorandenphase und die damit verbundene wissenschaftliche Leistung. Diese muss durch eine hochrangige Jury aus vier internen und vier externen Professoren sowie schriftliche externe Gutachten bestätigt werden. Jedes Jahr sollen in der Regel drei, in Ausnahmefällen bis zu fünf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Preis erhalten.

  • 2009: Dr. Julia Frunzke und Dr. Thomas Kirchartz.
    Julia Frunzke wurde ausgezeichnet für ihre exzellenten Forschungsbeiträge zum molekularen Verständnis der Anpassungsfähigkeit industrieller sowie landwirtschaftlich relevanter Bakterien.
    Thomas Kirchartz entwickelte im Rahmen seiner Dissertation eine neue universelle Theorie zur Beschreibung verschiedener Solarzelltypen, die er auch experimentell bestätigte. Die neuen Modelle bieten eine Basis, um die Effizienz der Solarzellen gezielt weiter zu optimieren.
  • 2010: Dr. Dörte Gocke und Dr. Sebastian Feste.
    Dörte Gocke befasste sich in ihrer Dissertation mit Enzymen, die für die Herstellung wichtiger chemischer Bausteine, die zum Beispiel als Ausgangsstoffe für unterschiedliche Pharmazeutika dienen, eingesetzt werden können.
    Sebastian Feste erforschte in seiner Doktorarbeit die Herstellung und Analyse von Halbleiterbauelementen. Laut Schmidt gelang es ihm, wesentliche Beiträge auf dem Gebiet der Silizium-Nanoelektronik zu liefern.
  • 2011: Dr. Nina Richter und Dr. John Kettler
    In Ihrer Dissertation identifizierte die Biotechnologin Dr. Nina Richter drei Enzyme, die in biotechnologischen Prozessen als Beschleuniger chemischer Reaktionen wirken.
    Dr. John Kettler ist in der Energieforschung tätig. Er entwickelte die Testeinrichtung für ein Verfahren, mit dem sich der Gehalt giftiger Stoffe wie Blei, Cadmium oder Quecksilber in Abfallfässern für radioaktives Material nachweisen lässt.
  • 2013: Dr. Giuseppe Mercurio, Dr. Felix Plöger und Dr. Chao Zhang
    Dr. Giuseppe Mercurio untersuchte am Jülicher Peter Grünberg Institut mit Röntgenstrahlen die Geometrie von Molekülen. Dr. Felix Plöger analysierte am Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung Transportmechanismen in der Atmosphäre und ihre Auswirkungen auf das weltweite Klima. Dr. Chao Zhang erforschte an der German Research School for Simulation Sciences (GRS) die Gesetzmäßigkeiten des Protonentransports auf einer Zellmembran. Die Protonenwanderung spielt wichtige Rolle bei der Energieproduktion in Zellen.
  • 2014: Dr. Armel Ulrich Kemloh Wagoum und Dr. Benjamin Stadtmüller
    Dr. Armel Ulrich Kemloh Wagoum befasste sich in seiner Doktorarbeit am Jülich Supercomputing Centre (JSC) damit, wie menschliches Navigationsverhalten in Fußgängerströmen im Computer simuliert werden kann, daneben beschäftigte er sich mit sehr aufwändigen empirischen Verhaltensstudien.
    Dr. Benjamin Stadtmüller untersuchte am Peter Grünberg Institut grundlegende physikalische Prozesse und Materialien, wie sie in organischen elektronischen Bauelementen vorkommen. Er entwickelte ein neues, effektives Verfahren zur Untersuchung von Grenzflächen zwischen Metallkontakten und organischen Schichten.

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