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Kurznachrichten August 2006


Natürliche Ressourcen nachhaltig nutzen - Internationale Sommerschule in Jülich

Wasser ist die Grundlage jeglichen Lebens. Die Vorräte sind aber nicht unerschöpflich und nicht für jeden gleichermaßen verfügbar: 1,1 Milliarden Menschen haben zu wenig Trinkwasser, 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu Sanitäranlagen. In einer internationalen Sommerschule im Forschungszentrum Jülich lernen junge Wissenschaftler aus mehreren afrikanischen Staaten, Brasilien, China, Polen, Ungarn und Deutschland zurzeit den nachhaltigen Umgang mit dem kostbaren Gut.
Zentrales Thema des zweiwöchigen Kurses ist Bedeutung und Funktion des Wassers in Boden, Pflanzen und Atmosphäre, sowie Maßnahmen zu seinem Schutz und seiner nachhaltigen Verwendung. Darüber hinaus werden technische Verfahren zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung vorgestellt, sowie Wasserbauprojekte und länderübergreifende gesetzliche Regelungen.
Die Sommerschule soll der Auftakt einer Reihe jährlicher Veranstaltungen unter dem Oberthema "Nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (Sustainable Use of Naturals Resources - SUN)" sein und findet vom 14. bis 25. August statt. SUN ist eine gemeinsame Initiative des Forschungszentrums Jülich und der Tongij Universität Shanghai, die seit einigen Jahren vor allem in der Umweltforschung eng miteinander kooperieren. Schon heute unterstützen die beiden Forschungseinrichtungen den wissenschaftlichen Nachwuchs durch Stipendienprogramme, die Sommerschule soll die Förderaktivitäten nun erweitern.

Programm unter: http://www2.fz-juelich.de/icg/icg-iv/index.php?index=576

2006-08-14_Kurznachrichten_Summerschool_klein.jpgBlick ins Auditorium der internationalen Summer School im Forschungszentrum Jülich. Zwei Wochen werden Forscher in Vorträgen, Experimenten und Exkursionen den nachhaltigen Umgang mit der natürlichen Ressource Wasser lernen.
Copyright: Forschungszentrum Jülich


Jülicher Chopper sind Exportschlager

Materialforschung mit Neutronen ist eine Domäne des Forschungszentrums Jülich. Kein Wunder, dass auch die benötigten Präzisions-Instrumente "made in Jülich" für die Umgang mit Neutronen eine guten Ruf besitzen: Sie stehen weltweit in namhaften Laboren. Das jüngste Meisterstück wurde an das Paul-Scherrer-Institut in der Schweiz geliefert. Eine rund 780.000 Euro teure Chopper-Kaskade am Experiment MARS versieht nun an der Neutronenquelle SINQ ihren Dienst und sortiert Neutronen nach ihrer Geschwindigkeit.
Mit fünf geschlitzten Scheiben des Choppers wird ein Neutronen-Strahl in kleine Pulse "geschnitten" und gefiltert: Nur Neutronen mit der passenden Geschwindigkeit können die rotierenden Scheiben passieren. Derart modifizierte Strahlen dienen in der Materialforschung dazu, Strukturen im Nanometerbereich und Prozesse mit hoher zeitlicher Auflösung zu untersuchen.
Besonderes Jülicher Know-how floss in die magnetische Lagerung der Scheiben. "Berührungslos, reibungslos und verschleißfrei werden die Scheiben in der Schwebe gehalten", erklärt Dr. Hermann Stelzer von der Jülicher Zentralabteilung Technologie, "sogar ohne Kühlung sind so Drehgeschwindigkeiten über 20.000 Umdrehungen pro Minute möglich". Dazu messen Sensoren die Lage der Achse aus, und die Elektronik steuert kontinuierlich die Stärke der Magnetfelder.
Dank der langen Tradition auf diesem Gebiet planen, bauen und betreuen Jülicher Entwickler komplette Anlagen für wissenschaftliche Einrichtungen. Neben den Schweizern nutzen die patentierte Technik aus Jülich auch das Hahn-Meitner-Institut (HMI) in Berlin, das Institut Laue Langevin (ILL) in Grenoble und das National Institute of Standards and Technology (NIST) in den USA. Im Bau befindet sich gerade eine Chopper-Anlage für die amerikanische Spallationsquelle SNS, die seit Mai über den stärksten Neutronenstrahl der Welt verfügt.

2006-08-14-Kurznach_chopper_kaskade1_klein.jpgAuf Linie: Die fünf Scheiben des Choppers verteilen sich auf drei Stationen. Der Strahlengang der Neutronen wird später am Bestimmungsort durch die Unteren Kästen laufen.
Copyright: Forschungszentrum Jülich


2006-08-18-kurznachrichten_Chopperscheibe_PSI_05_klein.jpgGeschlitzt: Durch den Schlitz passieren Neutronen die Scheibe. Da die Drehgeschwindigkeiten der fünf Chopper-Scheiben genau eingestellt werden, haben nur Neutronen einer bestimmten Geschwindigkeit frei Bahn. Der Rest wird gefiltert und stört die Messungen nicht.
Copyright: Forschungszentrum Jülich



Pressekontakt

Barbara Schunk
Wissenschaftsjournalistin, Öffentlichkeitsarbeit
Forschungszentrum Jülich
Tel. 02461 61-8031/2388, Fax 02461 61-4666
E-Mail: b.schunk@fz-juelich.de, a.stettien@fz-juelich.de


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