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Kurznachrichten August 2007


Neutronen: Jülicher bringen Spitzenforschung nach München

Jülicher Forscher haben ihre Außenstelle am Münchner Forschungsreaktor FRM-II bezogen. Insgesamt 30 Mitarbeiter des Forschungszentrums Jülich arbeiten und forschen nun ständig in Garching bei München. Sie errichten und betreuen sieben rund 45 Millionen Euro teure Messinstrumente, die bislang in Jülich standen. Der Freistaat Bayern errichtete für ihre Unterbringung eigens eine 9,3 Millionen Euro teure Experimentierhalle in unmittelbarer Nähe des Forschungsreaktors. Die Zusammenarbeit des Forschungszentrums und der TU München, die den FRM-II betreibt, zeigt, wie Kooperationen zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung exzellente Bedingungen für die Wissenschaft erzeugt: Deutschlands stärkste Neutronenquelle und das empfindlichste Messwerkzeug wurden zusammengeführt, um ein international führendes Zentrum für Neutronenforschung zu errichten. Die Messzeit an den Jülicher Experimenten des FRM-II wird größtenteils durch unabhängige Gutachterausschüsse vergeben.


Membranen und Blut: Wissenschaftspreis an Jülicher Physiker

Dr. Hiroshi Noguchi vom Forschungszentrum Jülich erhielt Ende Juni den Wissenschaftspreis des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin (JDZB). Der Physiker erhielt den Preis für seine Arbeiten und Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Biophysik und Theorie der weichen Materie. Noguchi beschäftigt sich mit Computersimulationen der Eigenschaften von Membranen, den Hüllschichten roter Blutkörperchen etwa, sowie deren Strömungsverhalten. Der 34-jährige Wissenschaftler hat den mit 5.000 Euro dotierten Preis am 29. Juni bei einer feierlichen Zeremonie im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin entgegengenommen. Der Wissenschaftspreis wird seit 2005 jährlich vom Freundeskreis des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin für naturwissenschaftliche Leistungen ausgeschrieben.


Schadstoffe im Boden: Ausbreitung schneller vorhersagen

Wie versickern Düngemittel? Auf welchen Wegen breitet sich eine Chemikalie im Boden aus? Für solche Vorhersagen nutzen Forscher mathematische Modelle. Bisher sind diese aber mit hohem Rechenaufwand verbunden oder sehr ungenau. Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben nun ein numerisches Verfahren entwickelt, mit dem sie die Rechenzeit für solche Vorhersagen deutlich verringern: Statt bisher über 20 Stunden brauchen sie lediglich zehn Minuten, um zu berechen, welchen Weg sich Wasser in einem Bodensegment bahnt oder wie sich Schadstoffe ausbreiten. Ihre Ergebnisse haben sie kürzlich im Fachmagazin "Vadose Zone Journal" publiziert. Das neue Modell kann helfen, Richtlinien für den Grundwasserschutz zu entwickeln oder den Einsatz von Düngemitteln am Rechner zu überprüfen.

Exzellente Doktorandenausbildung im ersten Jülicher Helmholtz-Kolleg

Mit einem Festakt feierte das Helmholtz-Kolleg "International Helmholtz Research School on Biophysics and Soft Matter" (IHRS-BioSoft) Ende Mai seine Gründung. Das Kolleg bietet besonders qualifizierten Hochschulabsolventen eine strukturierte Doktorandenausbildung im Bereich der Schnittstelle zwischen Physik und Biologie. Es lehrt die Erforschung komplexer biologischer Systeme, angefangen bei der Wechselwirkung von Makromolekülen bis hin zur Funktion der gesamten Zelle. Auf diese Weise ergänzt die IHRS die traditionellen Studiengänge der Biologie, Physik und Chemie durch ihren interdisziplinären Studienplan. Zusammen mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Universität zu Köln vermittelt das Forschungszentrum Jülich Doktoranden aus aller Welt spezialisierte Kenntnisse auf dem Gebiet der Biophysik und der Physik der weichen Materie (Soft Matter). Nach den ersten Bewerbungsrunden wurden Doktoranden aus China, Deutschland und Großbritannien aufgenommen. Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert das Kolleg für zunächst sechs Jahre mit jährlich 300.000 Euro.


Doktor_klein_jpgDie beiden Sprecher des Helmholtz- Kollegs IHRS-BioSoft, Prof. U. Benjamin Kaupp (li.) und Prof. Gerhard Gompper (re., beide Forschungszentrum Jülich), Prof. Alfons Labisch (2.v.li., Rektor der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Prof. Achim Bachem (2.v.re., Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums Jülich).
Quelle: Forschungszentrum Jülich


Aktuelle Termine: Bildgebende Magnetresonanz

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:


9th International Conference on Magnetic Resonance Microscopy (ICMRM)

3. - 7. September, Aachen

Rund 200 Wissenschaftler der Magnetresonanzmikroskopie treffen sich unter Leitung des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen, um über Neuerungen und Entwicklungen im Bereich nichtklinischer, räumlich aufgelöster Magnetresonanz zu diskutieren. Magnetische Resonanz enthüllt Strukturen und Funktionen komplexer Moleküle oder den Zustand und Aufbau von Kunststoffen in der Materialforschung. Sie hilft in der Biologie bei der Aufschlüsselung von Stoffwechselvorgängen im Innern von Pflanzen. Parallel zu diesem Kongress findet das jährliche "Kolloquium zur Mobilen Magnetischen Resonanz" statt. Zentrales Thema sind hier kleine, mobile Magnetresonanzsensoren, die als Alternative zu stationären und sehr teuren Geräten am Ort des Geschehens eingesetzt werden können. Neue, hochempfindliche Magnetometer werden dabei die konventionellen Detektionsspulen ersetzen, und magnetische Resonanz wird zur Überwachung von Reaktionen im chemischen Minilabor auf dem Computerchip eingesetzt werden.

http://www.icmrm.org/


Jülicher Highlights: Wissen kompakt

Mit einem neuen Jülicher Themenportal im Internet werden die Highlights des Forschungszentrums nun aktuell, knapp und kompakt zusammengefasst. Dazu gehören Themen wie der neue Hirnschrittmacher für Parkinson-Patienten, Supercomputer, Messkampagnen der Atmosphärenforscher mit dem Zeppelin und Flüge in den Gewitterwolken Westafrikas sowie das Thema "Saubere Kraftwerkstechnik: Kohlendioxid-Abtrennung". Ein Blick lohnt sich.

http://www.fz-juelich.de/portal/wissen/highlights



Pressekontakt

Kosta Schinarakis
Wissenschaftsjournalist, Unternehmenskommunikation
Forschungszentrum Jülich
Telefon: Tel. 02461 61-4771
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de


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