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Kurznachrichten Januar 2009


Wieso Berge die Ozonschicht zerstören

Die Prozesse rund um die Ozonzerstörung in der Antarktis sind komplex. Einen wichtigen Mosaikstein dazu hat ein Forscherteam mit Jülicher Beteiligung nun entdeckt. Klar war, dass die von Menschenhand gemachten FCKW-Gase Ursache für das Ozonloch über der Antarktis waren. Die notwendigen chemischen Prozesse finden unter Beteiligung von UV-Licht an den Kristallen seltener und hochgelegener Wolken (sog. PSCs) statt. "Die Frage war, wie diese Wolken entstehen", sagt Lars Hoffmann vom Forschungszentrum Jülich. Wie er und seine Kollegen in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Geophysical Research Letters berichten, spielen Winde eine wichtige Rolle, die durch Berge der Antarktischen Halbinsel abgelenkt werden. Mittels Wärmemessungen via Satellit konnten sie in der Stratosphäre Temperaturen bis hinunter zu minus 78 Grad Celsius messen. Tief genug, um PSCs zu bilden. Dieser Effekt war direkt mit dem Gebirgszug korreliert.

Der Fachartikel im Internet: Geophysical Research Letters

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Zwei Jülicher im Energie- und Klimarat NRW

Bei der Umsetzung der Energie- und Klimaschutzstrategie der NRW-Landesregierung beraten auch zwei Jülicher Experten: Prof. Harald Bolt, Mitglied des Vorstands, und Prof. Andreas Wahner, Direktor am Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre, sind Mitglieder des neu eingerichteten Energie- und Klimarates des Landes NRW. Aufgabe des 19-köpfigen Gremiums ist es, die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzstrategie zu überprüfen, das Erreichen der ehrgeizigen Energie- und Klimaschutzziele zu überwachen und gegebenenfalls eigene Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Konkretes Ziel ist es, die energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen in Nordrhein-Westfalen ab dem Jahr 2020 um jährlich 81 Mio. Tonnen und damit um 28 Prozent gegenüber dem Jahr 2005 zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, nennt die Landesregierung in ihrer Energie- und Klimaschutzstrategie für Nordrhein-Westfalen insgesamt 43 landesspezifische Maßnahmen. Im Miteinander von Politik, Bürgern, Unternehmen, Forschungseinrichtungen sowie allen gesellschaftlichen Gruppen Nordrhein-Westfalens wird diese Strategie umgesetzt. Jülicher Energieforscher arbeiten seit langem weltweit führend auf den Feldern Photovoltaik, Brennstoffzelle, verbesserte Kraftwerkstechnik und Kernfusion. Die Umweltforscher in Jülich erforschen die Auswirkungen technischer Prozesse auf Umwelt und Klima.

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Jülich unterstützt die Entwicklung der Bioökonomie

Wie eine ständig wachsende Menschheit ernähren, mit Rohstoffen und Energie versorgen? Die sogenannte Bioökonomie erforscht, was Wissenschaft, Wirtschaft und Politik tun müssen, damit innovative biobasierte Produkte – also Lebens- und Futtermittel, nachwachsende Rohstoffe und die Bioenergie - entwickelt und nachhaltig produziert werden können. Mit Unterstützung der Bundesregierung hat die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) im Januar den Forschungs- und Technologierat Bioökonomie eingerichtet, um in Deutschland Forschung im Innovationsthema Bioökonomie strategisch auszubauen und die Politik bezüglich der notwendigen Rahmenbedingungen zu beraten. Das Forschungszentrum Jülich ist in dem 13-köpfigen Gremium durch den Vorstandsvorsitzenden Prof. Achim Bachem vertreten. Die Leitung des Rates wurde acatech-Präsident Prof. Reinhard F. Hüttl übertragen. "Dass sich der Rat gebildet hat, ist ein sehr positives Signal", sagt Prof. Ulrich Schurr vom Forschungszentrum Jülich. "Man hat erkannt, welche Bedeutung die Bioökonomie in Deutschland inzwischen hat und zukünftig haben wird." Der Direktor des Instituts für Chemie und Dynamik der Geosphäre (ICG) verweist dabei auf das Konzept der "wissensbasierten Bioökonomie" ("Knowledge-Based Bio-Economy", KBBE), an dem auch in Jülich gearbeitet wird. Neben den wichtigen Forschungsarbeiten zu diesem Thema werde aber auch die strategische Entwicklung von Forschung, Wirtschaft und Politik unterstützt. So habe der Koordinator der KBBE in NRW, Dr. Christian Patermann, sein Büro im Forschungszentrum. Patermann gehört ebenfalls dem Forschungs- und Technologierat Bioökonomie an.

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Jülicher simulieren Vogel-Flugzeug-Kollision

Vögel können verheerende Auswirkungen auf Flugzeuge haben, wie der Zusammenprall eines Airbus mit Vögeln und die anschließende Notlandung auf den Hudson-River in New York kürzlich zeigten. Eine mögliche Kollision zwischen Vögeln und Messgeräten am Forschungsflugzeug Halo simulierten Jülicher Forscher am Computer in Zusammenarbeit mit dem DLR-Institut in Stuttgart. Für den ersten Forschungseinsatz von HALO zur Untersuchung der Selbstreinigungsfähigkeit der Atmosphäre entwickeln Wissenschaftler von der Technologieabteilung des Forschungszentrums Jülich ein Einlasssystem für hochreaktive, atmosphärische Spurenstoffe, das 30 Zentimeter aus dem Rumpf ragt. Zur Simulation des schlimmsten „Lastfalls“ kollidiert ein 1,8 Kilo schwerer Vogel bei 580 km/h mit dem Flugzeug. Die beim Aufprall entstehenden Kräfte können im ungünstigsten Fall bis zu 200 KiloNewton (20 Tonnen) betragen. Durch geeignete Konstruktionen können diese Belastungen deutlich reduziert werden. Berechnet und modelliert werden die Simulationen unter anderem mit dem Jülicher Supercomputer JUMP.


Agroisolab gehört nun zum TÜV Rheinland

Die Agroisolab GmbH ist eine Ausgründung aus dem Forschungszentrum Jülich: Ihre Gründer aus der Wissenschaft etablierten erfolgreich die Methodik der Isotopenanalyse zur Qualitätskontrolle und entwickelten sie weiter. Zum Jahresbeginn hat der TÜV Rheinland die Mehrheit der Anteile an der Firma mit Sitz in Jülich erworben. Das Unternehmen heißt nun TÜV Rheinland Agroisolab GmbH. Mit dem Kauf konnte der TÜV Rheinland sein Angebot um das Verfahren "Tracking & Tracing", also die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln, erweitern. Mit der Isotopenanalyse verfolgt man die nicht verfälschbare Spur, die die Natur in jedem organischen Material in Form eines natürlichen "Fingerabdrucks" hinterlässt. Anhand der wissenschaftlich und gerichtlich anerkannten Methode kann die Herkunft eines Produktes bestimmt und somit Etikettenschwindel aufgedeckt werden. Die Agroisolab GmbH zählt zu den wenigen Laboren in Europa, die die Analytik der Isotope aller Bioelemente anbietet und fast jedes organische Produkt auf seine Herkunft untersuchen kann.

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Industrie und Forschung für Supercomputing

Partner aus Industrie und Forschung, die im Feld des Höchstleistungsrechnens arbeiten, haben sich nun zur Interessengruppe PROSPECT (Promotion of Supercomputing and Petacomputing Technologies) zusammengeschlossen. Ziel von PROSPECT ist die Stärkung der Position Europas im weltweiten Wettbewerb um die Nutzung künftiger Petaflop-Supercomputer für Forschung und Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen durch die Teilnahme als Partner an verschiedenen Projekten, die durch das 7. Rahmenprogramm der EU gefördert werden. Außerdem plant PROSPECT eine ETP für HPC (Europäische Technologie-Plattform für Höchstleistungsrechnen).

PROSPECT Partner sind derzeit ca. 15 Großforschungseinrichtungen und Universitäten und mehr als zehn Industriepartner aus dem Umfeld des Höchstleistungsrechnens und der numerischen Simulation in verschiedensten Anwendungsfeldern zwischen Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie der Medizin.

Mehr Informationen unter:


Alexander von Humboldt-Stipendiat in Jülich

Mit dem Eintreffen von Dr. M. Shuza Uddin im Forschungszentrum Jülich steigt die Zahl der Alexander von Humboldt-Stipendiaten auf nunmehr fünf. Der aus Bangladesh stammende Chemiker promovierte an der Tohoku Universität in Sendai, Japan, und hielt sich danach zeitweilig in Südkorea auf. Zuletzt war er an der "Bangladesh Atomic Energy Commission" in Dhaka beschäftigt. In Anerkennung seiner bisherigen hervorragenden Leistungen hat er nun ein zweijähriges Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung bekommen. Uddin wird sich im Institut für Neurowissenschaften und Medizin mit Nuklearchemie beschäftigen. Zusammen mit Prof. Heinz H. Coenen erarbeitet er nuklearchemische Aspekte der Radionuklidentwicklung für medizinische Anwendungen.

Homepage des INM


Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs­zentrum Jülich, unter anderem:


Winterschule: Simulationen von Molekülen

2. – 6. März 2009, Forschungszentrum Jülich

Die Simulation von Molekülen verspricht in den Bereichen Biologie, Chemie und Physik neue Erkenntnisse. Der Computer kann Details und Zeitskalen abdecken, die in Experimenten nur schwer zu verwirklichen sind. Die Winterschule am Jülich Supercomputing Centre stellt den Stand der Technik vor und ist für junge Wissenschaftler der ideale Einstieg in das Thema.

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Ferienschule: Vom GMR-Effekt zum Quantencomputer

9. - 20. März 2009, Forschungszentrum Jülich

Mit dem GMR-Effekt legte Nobelpreisträger Peter Grünberg die Grundlagen zum Forschungsfeld Spintronik. Die Spins der Elektronen vergrößern in heutigen Festplatten den Speicherplatz; in zukünftigen Quantencomputern könnten sie die Datenverarbeitung beschleunigen. Die Jülicher Ferienschule bietet einen fundierten Einstieg in die zugrunde liegenden Phänomene. Studenten der Naturwissenschaften lernen Magnetismus und weitere Spineffekte von ihren Grundlagen bis zu den modernsten Ergebnissen kennen.

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