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Kurznachrichten März 2009


Maria-Regina KulaMaria-Regina Kula als Inventor of the Year vorgeschlagen

Das Europäische Patentamt und die Europäische Kommission haben die Nominierten für den European Inventor of the Year 2009 bekanntgegeben. Unter den letzten drei Kandidaten in der Kategorie Lebenswerk ist die Biochemikerin Maria-Regina Kula. In Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin Martina Pohl entwickelte sie ein Verfahren, wie man ein Enzym als Katalysator für umweltfreundlichere Herstellungsverfahren in der chemischen und pharmazeutischen Industrie nutzen kann. Dafür wurde sie bereits im Jahr 2002 dafür mit dem Zukunfts­preis des Bundespräsidenten ausgezeichnet. Die feierliche Bekanntgabe der Gewinner des Inventor of the Year findet am 28. April in Prag statt. Zu den früheren Preisträgern zählen der spätere Nobelpreisträger für Physik Peter Grünberg und der Entwickler einer medikamentösen AIDS-Behandlung, Erik De Clercq. 1937 in Berlin geboren, studierte Maria-Regina Kula Chemie in Berlin und München und promovierte 1962. Seit 1986 lehrte sie an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und war bis zu ihrer Emeri­tierung Direktorin des Instituts für Enzymtechnologie der Universität Düsseldorf im Forschungszentrum Jülich.


Europäisches Forschungsnetz bewilligt Biotech-Projekt

Das Verbundprojekt „BioProChemBB“ wurde vom europäischen Forschungsnetzwerk ERA-IB bewilligt. Es wird bessere Herstel­lungsverfahren für Aminosäuren mittels Bakterien entwickeln. Im Rahmen dieses Projekts wird das Jülicher Institut für Biotechnologie mit rund 600 000 Euro gefördert. Ziel des Projektes ist die Weiter­entwicklung von Corynebacterium glutamicum, einem bisher für die großtechnische Aminosäureproduktion verwendeten Bakterium, zu einer Produktionsplattform für chemische Grundbausteine. In Jülich sollen Stämme von C. glutamicum entwickelt und Prozesse optimiert werden, die organische Säuren aus nachwachsenden Rohstoffen produzieren und somit eine Alternative zu Erdöl-basierten Verfahren darstellen. Diese organischen Säuren dienen als Ausgangs­subs­tanzen für die Synthese einer Vielzahl weiterer Produkte wie etwa Polymere. Die Forschungsarbeit wird von den Gruppen um Prof. Michael Bott und Dr. Melanie Brocker bzw. Prof. Wolfgang Wiechert und Dr. Marco Oldiges durchgeführt. Am Verbundprojekt „BioProChemBB“ (Bio-based production of chemical building blocks: Corynebacterium glutamicum as a platform for new and efficient bioprocesses) sind Partner aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden beteiligt.


Jülich stellt Solarzellen und Tomatograf in Brasilien vor

Mit zwei spannenden Entwicklungen präsentierte sich das Forschungszentrum Jülich auf der Umweltmesse EcoGerma in Brasilien. Auf der von Wissenschaftsministerin Annette Schavan eröffneten Messe konnten sich 20 000 Besucher über die Jülicher Dünnschichtsolarzelle und Pflanzenmesssysteme informieren: Die neuartige Solarzelle verringert die Produktionskosten, da sie mit weniger Silizium hergestellt werden kann; der „Tomatograf“, ein Wassergehaltsmesser speziell für Pflanzen (u.a. Tomaten), ermög­licht besonders schnelle und schonende Messungen mittels Mikro­wellen. Das Forschungszentrum Jülich kooperiert schon lange mit Partnern aus Brasilien auf den Gebieten Agronomie bzw. Schweiß- und Fügetechnik. In Zukunft will Brasilien seine Investitionen in Forschung und Entwicklung verstärken, besonders in Themen zur Nachhaltigkeit im Bereich erneuerbare Energien und Biomasse­nutzung.


Jülicherin erhält DGMS-Preis

Der DGMS-Preis „Massenspektrometrie in den Biowissenschaften“ geht in diesem Jahr an Dr. J. Sabine Becker von der Jülicher Zentralabteilung für Chemische Analysen. Die Deutsche Gesellschaft für Massenspektrometrie (DGMS) ehrt sie damit für ihre zukunft­weisenden wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der bildgebenden Analytik von Spurenelementen in dünnen biologischen Gewebe­schnitten. Um neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson oder auch das Wachstum von Hirntumoren besser zu verstehen, entwickelt Dr. Becker seit einigen Jahren quantitative bildgebende Methoden zur Darstellung von Metallverteilungen mittels Element-Massenspektrometrie. Der Preis würdigt das umfassende wissenschaftliche Lebenswerk und herausragende Leistungen zur Massen­spektrometrie in bio- und lebenswissenschaftlichen Bereichen.


Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

GEMS – Global Environmental Monitoring using Satellite and in-situ Data

31. März – 3. April 2009, Forschungszentrum Jülich

Integrierte Systeme zur operationellen Datenanalyse und Modellierung der chemischen Zusammensetzung der Erdatmosphäre werden auf der Konferenz des EU-Forschungsprojekts GEMS diskutiert. Dabei werden Beobachtungsdaten wichtiger Luftschadstoffe, Treibhausgase und Aerosole in numerische Modelle integriert und daraus globale und regionale Vorhersagen und Analysen gewonnen. Schwerpunkt der regionalen Analysen für Europa sind Treibhausgase, Ozon und Aerosole.

Mehr Informationen:


Einweihung: „9komma4“ – ein starker Hybrid für exzellente Hirnforschung

29. April 2009, 15.30 Uhr, Forschungszentrum Jülich

Gesundheitsforschung ist eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen, denen sich das Forschungszentrum Jülich intensiv widmet. Ab sofort können Jülicher Wissenschaftler ein weltweit einzigartiges Großgerät für ihre Forschung nutzen: Den 9,4- Tesla-Magnetresonanztomografen (MRT), der – und das ist einmalig – zusätzlich mit einem Positronenemissionstomografen (PET) ausgestattet wird. Der zeitgleiche Einsatz beider bildgebender Verfahren kann Strukturen und Stoffwechselvorgänge des Gehirns mit bisher nicht gekannter Detailtreue abbilden. Darum erhoffen sich die Jülicher Wissenschaftler – Physiker und Mediziner – mit dem neuen Hybridgerät weitere Einsichten und Fortschritte in der Erforschung altersbedingter Hirnerkrankungen wie Demenz oder Alzheimer. Darüber hinaus soll die Wirkung von bestimmten Substanzen bei der Diagnose und Therapie verschiedener neurologischer Erkrankungen untersucht werden.

Weitere Informationen



Pressekontakt:

Kosta Schinarakis
Tel. 02461 61-4771
E-Mail:


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