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Kurznachrichten Juli 2009



Jülich Weltspitze bei alternativen Energien

In einer aktuellen Studie zu den weltweit leistungsfähigsten Forschungs­einrichtungen auf dem Gebiet der alternativen Energien belegt das Forschungszentrum Jülich einen ausgezeichneten vierten Platz. Die drei ersten Plätze belegen das NASA Goddard Space Flight Center, das National Renewable Energy Laboratory und unser Partner-Institut, das Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie. Die Berliner und Jülicher Energieforscher sind die einzigen Europäer unter den Top Ten der Liste. Im ebenfalls erstellten Nationen­ranking trägt die Jülicher Energieforschung im Bereich der Photovoltaik und der Brennstoffzellen entscheidend zur guten Positionierung des Forschungsstandorts Deutschland in diesen Forschungsfeldern bei.
Der Verfasser der Studie, der Elsevier-Verlag, analysierte für die Rangfolge die Forschungsarbeiten von 3 000 Instituten weltweit. Die Kozitations-Analyse basiert auf rund 5,6 Millionen Fachver­öffent­lichungen aus den Jahren 2003 bis 2007. Mit ihrer speziellen, neuen Evaluierungsmethode wollen die Verfasser der Studie die Expertise in spezifischen Forschungsgebieten abbilden.
Das Forschungszentrum Jülich forscht unter anderem an neuen Energietechniken auf den Gebieten der Photovoltaik, der Brenn­stoffzelle, der Kraftwerkseffizienz und der Kohlendioxidabscheidung.


Mechanik der Zellen verstehen

Mit rund 1,37 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt MechanoSys. Ziel ist es, die mechanischen Funktionen von tierischen Zellen besser zu verstehen. Erst durch Kräfte und durch die Eigenschaften der direkten Umgebung initiiert übernehmen Zellen ihre spezifische Aufgabe im Zellverband. Somit haben mechanische Signale für die Funktion biologischer Systeme einen ebenso hohen Stellenwert wie chemische Botenstoffe.

Das Projekt MechanoSys will in den nächs­ten drei Jahren zunächst die Untersuchungsverfahren für zellmecha­nische Prozesse verbessern. Dazu werden neue Zellsubstrate ent­wickelt, auf denen zur Untersuchung wohldefinierte mechanische Reize auf Zellen ausgeübt werden können. Auch werden neue Computersimulationen erstellt, die diese komplexen Vorgänge realistisch abbilden. Mit den neuen Methoden werden insbesondere Herzzellen (Myozyten) und Nierenzellen (Podozyten) erforscht, um die Ursachen von Herzinfarkten und Nierenversagen besser zu verstehen. Im Projekt MechanoSys arbeiten Biologen, Mediziner, Pharmakologen und Physiker eng zusammen. Mitglieder in MechanoSys sind die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, die Universität Karlsruhe, die Universität Heidelberg, die Firma ibidi Integrated BioDiagnostics und das Jülicher Institut für Bio- und Nanosysteme als Koordinator.

Homepage des Jülicher Instituts für Bio- und Nanosysteme


Nachwuchsgruppencluster Computational Biology

Drei junge Wissenschaftler sind seit kurzem als Nachwuchs­gruppen­leiter im Forschungsgebiet "Computational Biology" am Forschungs­zentrum Jülich tätig. Sie wurden in einem Auswahlverfahren durch eine international besetzte Gutachtergruppe ausgewählt. Dr. Michael Bachmann kommt von der Universität Leipzig nach Jülich und wird eine Arbeitsgruppe im Bereich Modellierung und Computer­simu­la­tionen bei strukturellen Veränderungen von Molekülen in Faltungs-, Aggregations- und Adsorptionsprozessen leiten. Dr. Gunnar Schröder wird mit seiner Erfahrung von der Stanford University die Entwicklung von computergestützten Methoden zur hochaufgelösten Modellierung von komplexen biomolekularen Systemen vorantreiben. Dr. Birgit Strodel, zuvor an der Cambridge University, ist seit Februar 2009 Leiterin der Nachwuchsgrupe "Multiskalen-Modellierung von Protein-Protein-Wechselwirkungen". Die ausgewählten Kandidaten bauen ihre eigenen Nachwuchsgruppen in wissenschaftlicher Selbstständigkeit auf und profitieren bereits jetzt von der Idee des Nachwuchsgruppenclusters getreu dem Motto: Gemeinsam geht alles leichter. Dass dieser Weg der selbstständigen Forschung eine gute Karriereperspektive bietet, zeigt die kürzlich erfolgte Ernennung von Dr. Raphael Hermann, Leiter der Nachwuchsgruppe "Gitterdynamik in funktionellen Materialien" am Jülicher Institut für Festkörperforschung, zum Gastpro­fessor an die Universität Lüttich.


Wettbewerb "Bio.NRW": Industrielle Biotechnologie

Das Forschungszentrum Jülich ist an zwei Vorhaben beteiligt, die zu den Gewinnern des Wettbewerbs "Bio.NRW" gehören, mit dem das Innovationsministerium die Forschung und Entwicklung in der industriellen Biotechnologie fördert. Im Bereich der Biokatalyse zur kostengünstigen und umweltschonenden Herstellung von Wirkstoffen für die chemische und pharmazeutische, aber auch Kosmetik- und Lebensmittelindustrie werden Forscher des Forschungszentrums Jülich und der Technischen Universität Dortmund in den nächsten drei Jahren eine neue Technologieplattform aufbauen.

Dafür stellt das Innovationsministerium 843 000 Euro zur Verfügung. Mit besseren mikrobiellen Expressionssystemen wollen Forscher des Forschungszentrums Jülich und der Universität Düsseldorf bislang noch schwer zugängliche Proteine wirtschaftlich nutzbar machen, etwa zur Herstellung neuer Biokatalysatoren oder therapeutisch wirksamer Antikörper. Dafür gibt es vom Innovationsministerium in den nächsten drei Jahren 2,7 Millionen Euro. Federführend bei diesem Forschungsvorhaben ist das Zentrum für Mikrobielle Bio­technologie des Forschungszentrums Jülich.

Weitere Informationen


Stärkere Kontakte zu russischen Forschern

Die Zusammenarbeit des Forschungszentrums Jülich und seiner russischen Partner hat eine neue Stufe erreicht. Prof. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstands, unterzeichnete in Russland im Juni jeweils ein Memorandum of Understanding mit dem Moskauer Institut (Staatliche Universität) für Physik und Technologie (MIPT) und dem Joint Institute of Nuclear Research in Dubna. Mit dem MIPT verein­barte Prof. Schmidt eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Nano­physik und -technologie, Strukturbiologie, Biophysik und Bio­techno­logie. Im Zentrum der Vereinbarung steht die Errichtung eines „Deutsch-Russischen Forschungs- und Weiterbildungsnetzwerks“. Damit wird das MIPT zentraler Partner Jülichs in Russland, und das Forschungszentrum kommt in Kontakt mit den am besten ausge­bilde­ten Nachwuchswissenschaftlern des Landes. In Dubna bekräftigte Sebastian Schmidt eine bereits seit 17 Jahren beste­hende Kooperation. Über die bereits bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Kernphysik hinaus soll zukünftig auch die Zusammen­arbeit mit Dubna in den Bereichen Informationstechnologie und Supercomputing intensiviert werden.

kooperation_470x470_jpgBesiegelten die verstärkte Zusammenarbeit zwischen MIPT und Forschungszentrum Jülich: Rektor Nikolay Kudryavtsev (links) und Vorstandsmitglied Sebastian M. Schmidt.
Quelle: Forschungszentrum Jülich


Pflanzen: Vom Rohstoff zum Werkstoff

Pflanzen sind ein wertvoller Rohstoff, deren Nutzung als Wertstoff in der Energieerzeugung und Chemieproduktion noch lange nicht ausgereizt ist. Ein Verbundprojekt mit 17 Partnern aus Forschung und Industrie will nun die ganze Wertschöpfungskette von Pflanzen optimieren. Ihr Ziel: Weg von der petrochemischen hin zur nach­haltigen Produktion von Werkstoffen. Mit 3,3 Millionen Euro fördert das Bundeslandwirtschaftsministerium das Forschungscluster in den kommenden drei Jahren. Das Forschungszentrum Jülich hat dabei die Koordination der Optimierung von pflanzlichen Rohstoffen für die stoffliche Verwertung von Biomasse übernommen. "Wir werden zum Beispiel analysieren, unter welchen Umweltbedingungen Pflanzen optimal bestimmte Wertstoffe für die chemische Industrie produzieren und wie sie dies nachhaltig tun", sagt Koordinator Prof. Dr. Ulrich Schurr vom Jülicher Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre.

Homepage des Jülicher Instituts für Chemie und Dynamik der Geosphäre


Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:


Polarized Neutrons and Synchrotron X-rays for Magnetism

2. bis 5. August 2009, Bonn

Dünne magnetische Schichten bergen viele interessante Eigenschaften für kommende Informationstechnologien. Die sich ergänzenden Werkzeuge, um sie zu untersuchen sind Neutronen und Synchrotronstrahlung.

Mehr Informationen zur Veranstaltung



Pressekontakt

Kosta Schinarakis
Tel. 02461 61-4771
E-Mail:


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