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Kurznachrichten August 2009

Supercomputing: Neumann-Exzellenzprojekte ausgezeichnet

Forschungsprojekten aus Potsdam und Wuppertal wurde in diesem Jahr die Auszeichnung "John von Neumann Exzellenz-Projekt 2009" verliehen, womit auch eine Zuteilung von Rechenzeit in Jülich verbunden ist. Die Projekte von Zoltan Fodor (Universität Wuppertal) und Stefan Gottlöber (Astrophysikalisches Institut Potsdam) wurden aufgrund ihrer ausgezeichneten Vorarbeiten, der hohen Bedeutung der zu erwartenden Erkenntnisse und der Qualität der eingesetzten Methoden unter 130 Anträgen ausgewählt. Als virtuelles Labor ermöglichen Jülicher Supercomputer die Simulation verschiedenster komplexer Vorgänge im Bereich Teilchen- und Astrophysik, wie etwa der Wechselwirkung von Quarks oder der Entstehung von Galaxien. Das John von Neumann-Institut für Computing (NIC) verteilt als gemeinsame Einrichtung dreier Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft die Rechenzeit an einigen der schnellsten Supercomputer Deutschlands, unter anderem auch auf JUGENE, dem schnellsten Rechner Europas.


Hochleistungskeramik: Jülich forscht mit der Industrie

Eine neue Generation von transparenter Hochleistungskeramik entwickelt ein Forscherteam aus drei Unternehmen zusammen mit der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum Jülich. Dafür stellt das nordrhein-westfälische Innovationsministerium 3 Millionen Euro zur Verfügung. Das nordrhein-westfälische Forscherkonsortium will eine Hochleistungskeramik so weiterentwickeln, dass ein neuer, transparenter Werkstoff entsteht, der Gläser an Stabilität weit über­trifft und so auch hilft, Gewicht einzusparen. Die Einsatzfelder sind vielfältig: Diese Art der Hochleistungskeramik kann in der Optik ebenso eingesetzt werden wie in der Lasertechnik oder in der Sicherheitstechnik, wenn es beispielsweise um den ballistischen Schutz von Personen und Fahrzeugen geht. Die Federführung für das dreijährige Forschungsvorhaben hat die CeramTec-ETEC GmbH mit Sitz in Lohmar. Kooperationspartner sind Wissenschaftler der RWTH Aachen, des Forschungszentrums Jülich sowie die beiden nordrhein-westfälischen Unternehmen Technische Keramik Frömgen GmbH, Korschenbroich, und GUS GmbH, Lübbecke. Das Jülicher Institut für Energieforschung bringt in das Projekt seine Material­kompetenz ein, etwa fortschrittliche Analysewerkzeuge und eine heiß-isostatische Presse mit weltweit einmaligen Prozess­möglich­keiten zur Entwicklung von porenfreien Keramiken.


Neutronen: Umweltfreundliche Lösungsmittel entwickeln

Mit 232.000 Euro fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt eine Kooperation des Jülicher Instituts für Festkörperforschung mit der Firma Bernd Schwegmann zur Entwicklung von neuartigen Lösungsmitteln, wie sie etwa auch im Heimwerkerbereich zum Pinselreinigen genutzt werden. Ziel ist es, den Anteil an flüchtigen und umweltbelastenden Kohlenwasser­stoffen in den Reinigern um 50 Prozent zu senken. In dem geförderten Vorhaben wird die Basis der Spezial­flüssigkeit auf nachwachsende Rohstoffe umgestellt. Um dies zu erreichen, soll der neue Reiniger auf Mikroemulsionen basieren. Mikroemulsionen sind Gemische aus Wasser, Öl und Tensiden. In Jülich werden Polymere entwickelt, die helfen den Tensidgehalt in Mikroemulsionen zu senken. Dadurch entfalten sie trotz ihres geringen Anteils an Öl eine große Reinigungskraft. Die Erforschung von Polymeren mit Neutronenstreuung hat im Forschungszentrum Jülich eine lange Tradition und führte bereits zur Entwicklung von besseren Waschmitteln (siehe Link-Sammlung).


100 Jahre Hirnkarte: Jülicher gefragte Experten

Es war ein Meilenstein der Hirnforschung: Vor 100 Jahren veröffentlichte der deutsche Anatom Korbinian Brodmann den ersten Atlas der Großhirnrinde. Anlässlich ihrer Jubiläums-Berichterstattung griffen zwei Medien nun auf die Experten Karl Zilles und Katrin Amunts vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin zurück. Im halbstündigen Feature des Deutschlandfunks erklären die Jülicher, wie sie Brodmanns Karte weiterentwickeln und mit modernen Methoden eine dreidimensionale Karte des menschlichen Gehirns erarbeiten. Ende August wird der podcast des renommierten Fachmagazins nature veröffentlicht, indem Zilles und Amunts über weitere Details ihrer Arbeit an Hirnkarten sprechen, die die Grundlage für moderne Hirnforschung bilden.


Atmosphäre: Jülicher Forschung macht Schlagzeilen

Gleich zwei Fachzeitschriften haben im Juli über die außer­ge­wöhnlichen Ergebnisse der Jülicher Umweltforscher berichtet. "Nature Chemistry" und "Nature China" meldeten in ihrer Rubrik "Research Highlights" den bislang unbekannten Mechanismus, der die Selbstreinigungskräfte der Atmosphäre um das Drei- bis Fünffache verstärkt. Kern der Entdeckung ist, dass das Hydroxyl-Radikal - das "Waschmittel" der Atmosphäre - offenbar auch ohne Beteiligung von Stickoxid recycelt werden kann. Die Original­veröffentlichung des internationalen Forscherteams, darunter Mitarbeiter des Jülicher Instituts für Chemie und Dynamik der Geosphäre um Andreas Wahner, erschien im Juni in der renommierten Fachzeitschrift "Science".



Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:


Tag der Neugier 2009

6. September 2009, Forschungszentrum Jülich

Forschung zum Anfassen ist Besuchermagnet beim Tag der offenen Tür. Das Forschungszentrum erwartet wieder mehrere 10 000 Neugierige, die sich die Chance, hinter die Kulissen der Jülicher Forschung zu schauen, nicht entgehen lassen werden. Zudem erwartet Besucher ein abwechslungsreiches Programm auf der Seebühne; für Kinder gibt es auch dieses Jahr eine Forschungsrallye und eine Kinder­wasserstation. Angehende Nachwuchs­wissen­schaftlerinnen und -wissenschaftler sind beson­ders herzlich einge­laden in das Foyer des Großen Hörsaals: Studie­rende können sich hier einen Einblick in den Forschungsalltag Jülicher Nachwuchs­wissenschaftler der Bereiche Gesundheit, Energie und Umwelt sowie Information verschaffen und sich über Promotionsmöglichkeiten informieren. Abiturienten bekommen Tipps, wie man zur passenden Uni oder zum Traumberuf kommt. Und natürlich öffnen die Jülicher Institute ihre Labore für den interes­sierten Besucher.

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Verleihung des Leibfried-Preises 2009

28. August 2009, 14 Uhr, Großer Hörsaal, Forschungszentrum Jülich

In der finalen Runde des Leibfried-Preises präsentieren vier ehemalige Doktoranden ihre Forschung allgemeinverständlich vor einem breiten Publikum. Die Jury prämiert im Anschluss die besten Vorträge sowie die eingereichten Artikel mit Preisgeldern in Höhe von 6000 Euro.

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Spatenstich zur Erweiterung des Jülicher Schülerlabors

11. September 2009, 11 Uhr, Geb. 4.11, Forschungszentrum Jülich

Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung erhält das Schülerlabor des Forschungszentrums Jülich (JuLab) Mittel für die Erweiterung seiner Labor- und Gruppenräume. Den Spatenstich des Erweiterungsbaus werden der Vorstandsvorsitzende des Forschungszentrum Jülich, Achim Bachem, und der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Thomas Rachel, vollziehen.

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Pressekontakt

Kosta Schinarakis
Tel. 02461 61-4771
E-Mail: k.schinarakis@fz-juelich.de


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