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Kurznachrichten November 2009

Exzellenznetz "SoftComp" geht in die nächste Phase

Die erfolgreiche Arbeit des europäischen Exzellenznetzes "Soft Matter Composites - An approach to nanoscale functional materials" (SoftComp) geht in eine neue Phase. Ab dem 1. Dezember trägt sich das vom Jülicher Physiker Prof. Dieter Richter koordinierte Netzwerk nach Ablauf von 66 Monaten EU-Förderung selbst. Dazu haben sich 35 Partner in zwölf Ländern vertraglich bis mindestens Ende 2012 verpflichtet.

Weiche Materie ist aus unserem täglichen Leben nicht wegzudenken und birgt ein hohes Innovationspotential. SoftComp-Know-how hilft beispielsweise bei der Entwicklung von Biosensoren für medizinische Zwecke oder von Benzin sparenden Autoreifen mit verringertem Rollwiderstand. Die Jülicher Partner arbeiten an umweltfreundlichen Reinigern für die Druckindustrie oder erforschen das Strömungsverhalten roter Blutkörperchen. Die bisherige Arbeit des Forschungsverbunds und die Perspektiven für die kommenden Jahre sind jetzt auch in der Broschüre "Soft Matter Research for Society: The European Network of Excellence SoftComp" dokumentiert.

Die Broschüre kann heruntergeladen werden: Broschüre als PDF.

Gedruckte Exemplare können per E-Mail bestellt werden:a.wenzik@fz-juelich.de
Als Betreff bitte "SoftComp-Broschüre" angeben.

Weitere Informationen zu SoftComp

Weiche Materie-Forschung in Jülich:


Prof. Gereon R. Fink mit Forscherpreis ausgezeichnet

Prof. Gereon R. Fink, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich, erhielt Anfang November den mit 15 000 Euro dotierten Forschungspreis der Fürst Donnersmarck-Stiftung. Mit der Auszeichnung würdigte die Stiftung Finks Verdienste um die Rehabilitations-Forschung für Menschen mit neurologischen Erkrankungen.

Die Ergebnisse stammen aus der interdisziplinären Forschung der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Uniklinik Köln, die Fink leitet, und von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich. Die Kölner und Jülicher Forscher setzen große Hoffnung in die gezielte Beeinflussung der Hirnfunktion durch elektrische und magnetische Felder. So können mit dem neuen Therapieansatz der Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) gestörte Funktionen nach einem Schlaganfall mit Hilfe einer magnetischen Hirnstimulation stark verbessert werden. Die Therapie normalisiert das gestörte Zusammenspiel zwischen den beiden Hirnhälften und unterstützt das Beseitigen motorischer Störungen. Verringert werden auch Schlaganfall-bedingte Störungen höherer Hirnfunktionen, zum Beispiel der räumlichen Aufmerksamkeit.
In der Laudatio werden daneben auch die "überragenden wissenschaftlichen Leistungen" von Fink und seinem Team hervorgehoben, beeinträchtigte Hirnfunktionen durch Verhaltenstraining und medikamentöse Stimulierung zu verbessern.


DEISA vergibt 60 Millionen Prozessorstunden

DEISA, der europäische Zusammenschluss von Hochleistungs-rechenzentren, fördert im kommenden Jahr im Rahmen der "DEISA Extreme Computing Initiative Awards 2010" 50 Forschungsprojekte mit Rechenzeit auf europäischen Supercomputern. Dies sind insgesamt mehr als 60 Millionen Prozessorstunden. Zu DEISA (Distributed European Infrastructure for Supercomputer Applications) gehören mittlerweile elf Partner. Im Forschungszentrum werden fünf Prozent der verfügbaren Ressourcen von sowohl JUGENE als auch JUROPA für DEISA zur Verfügung gestellt. Jülicher Projekte, etwa aus der Klimaforschung, der Teilchenphysik oder der Medizin, können im gleichen Umfang andere Supercomputer im DEISA-Verbund nutzen. DEISA stellt insgesamt 14 der weltweiten Top 100-Höchstleistungsrechner.

Die DEISA Extreme Computing Initiative (DECI)


Jülich spielt international eine zentrale Rolle bei der Pflanzen-Phänotypisierung

Die zentrale Rolle des Forschungszentrums Jülich in der Schlüsseltechnologie der Pflanzen-Phänotypisierung bestätigten zwei Veranstaltungen im November. Das Jülich Plant Phenotyping Centre (JPPC) mit Prof. Ulrich Schurr an der Spitze richtete am 2. und 3. November den Workshop Plant Phenotyping der European Plant Science Organisation (EPSO) aus. Parallel veranstaltete JPPC erstmals eine mehrtägige EU-finanzierte ETNA School zur Pflanzen-Phänotypisierung.

In der Pflanzen-Phänotypisierung erforschen Wissenschaftler Schlüsselprozesse und -strukturen pflanzlicher Systeme in ihrer Wechselwirkung mit der Umwelt und die zugrunde liegenden physiologischen, molekularen und genetischen Mechanismen. Diese Erkenntnisse sind die Grundlage von Fortschritten in der funktionellen Genomforschung, aber auch für neuartige Anwendungen von Pflanzen für eine nachhaltige Bio-Ökonomie.

Ein Ziel des Workshops war es, die International Plant Phenotyping Initiative (IPPI) weiterzuentwickeln, die von Jülich aus koordiniert wird und dem Austausch von Forschungsergebnissen, Wissenschaftlern und Technologien dient. Innerhalb des IPPI soll es zukünftig auch eine European Plant Phenotyping Initiative (EPPI) geben.
Jülich ist 2011 Gastgeber einer zweiten internationalen Konferenz zur Phänotypisierung von Pflanzen.

epso_workshop_002_470x470_jpgVon den Fortschritten des interdisziplinären Forschungsansatzes der Pflanzen-Phänotypisierung konnten sich mehr als 100 Wissenschaftler überzeugen, die aus 56 Wissenschaftseinrichtungen und 14 Firmen aus aller Welt nach Jülich kamen.


Von den Fortschritten des interdisziplinären Forschungsansatzes der Pflanzen-Phänotypisierung konnten sich mehr als 100 Wissenschaftler überzeugen, die aus 56 Wissenschaftseinrichtungen und 14 Firmen aus aller Welt nach Jülich kamen.

Das Jülich Plant Phenotyping Centre


Gemeinsamer Versuch zur Fusionsreaktion

Physiker aus dem Forschungszentrum Jülich und ihre Kollegen im russischen Gatchina wollen für einen neuen Ansatz zur Kernfusion das technische Equipment zusammenstellen, um einen seit Jahrzehnten aufgeschobenen Versuch zur doppelt polarisierten Kernfusion durchzuführen. Damit könnten ab 2011 die theoretischen Vorhersagen zur Änderung der Fusionsraten durch Einsatz von polarisierten Teilchen endlich im Experiment geprüft werden. Dazu schickt das Jülicher Institut für Kernphysik eine Atomstrahlquelle in die russische Forschungseinrichtung in der Nähe von St. Petersburg, mit der Kernspin-polarisiertes Deuterium für den Targetstrahl hergestellt werden kann. Weitere Geräte, die nach Gatchina gehen, sind ein Lambshift-Polarimeter und eine Quelle für Kernspin-polarisierte Deuteronen, die das Kernfysisch Versneller Instituut (KVI) in Groningen zur Verfügung stellt. Der Wiederaufbau der Forschungsinstallation soll in zwei Jahren abgeschlossen sein.

Weitere Informationen zum Institut für Kernphysik


Preisgekrönte Doktorarbeit

Dr. Carel Windt vom Jülicher Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre erhielt für seine Doktorarbeit den "C.J.Gorter – NMR-DG"-Preis. Mit dem mit 1 250 Euro dotierten Preis zeichnet die Stiftung "Magnetische Resonantie NMR-DG" die beste Doktorarbeit in den Niederlanden auf dem Gebiet der Magnetresonanzspektroskopie und/oder -bildgebung aus. In seiner Promotionsarbeit mit dem Titel "Nuclear Magnetic Resonance Imaging of Sap Flow in Plants" konnte Windt erstmals mit Hilfe der Magnetresonanzspektroskopie den Transport von zuckerhaltigem Phloem-Saft aus den Blättern in Wurzeln und Früchte messen. Als Postdoc in Jülich ist Windt an der Entwicklung von transportablen NMR-Geräten für die Feldforschung beteiligt.

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Wilhelm-Exner-Medaille für Prof. Wandrey

Prof. Christian Wandrey, ehemals Direktor des Instituts für Biotechnologie am Forschungszentrum Jülich, hat am 8. November die Wilhelm-Exner-Medaille erhalten. Der Österreichische Gewerbeverein und Bundespräsident Dr. Heinz Fischer ehren damit bedeutende Wissenschaftler, deren Theorien, Erkenntnisse und Resultate wichtige gewerbe-industrielle Anwendungen hervorbrachten oder anbahnten.
Christian Wandrey prägte wesentlich und auf internationaler Ebene die Forschungsgebiete Bioorganische Chemie, Enzymatische Biotransformation, Zellkultur- und Fermentationstechnik sowie Aufarbeitungstechniken von biotechnologisch hergestellten Wertsubstanzen. Er zählt zu den international anerkanntesten Biotechnologen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik.

Mehr Informationen


Aktuelle Termine

Auf Seite www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:


Drittes Vogt-Brodmann Symposium

4. - 6. Dezember, Forschungszentrum Jülich, Großer Hörsaal "One hundred years anniversary of Brodmann's map: change of concepts".

Im Jahre 1909 legte Korbinian Brodmann seine bahnbrechende Gehirnkarte des cerebralen Cortex vor. Auf dem Symposium wird die neueste Forschung auf dem Gebiet präsentiert und ein Überblick über den Bauplan des Gehirns gegeben – von der molekularen Ebene bis zum Zusammenspiel der Hirnregionen.



Pressekontakt

Erhard Lachmann
Tel. 02461 61-1481
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de


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