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Kurznachrichten Dezember 2009


Ein Schwergewicht für die Pflanzenforschung

27 Tonnen schwer ist das neue Zyklotron für die Jülicher Pflanzenforscher. CYPRES (Cyclotron for Plant Research) wurde Ende November aufgestellt und ergänzt den herausragenden Gerätepark am Jülicher Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre.

Die Pflanzenforscher können mit CYPRES demnächst kurzlebige Radioisotope herstellen, um zum Beispiel den Transport von Kohlenstoffverbindungen aus den grünen Blättern von Pflanzen mithilfe der Positronenemissionstomografie (PET) zu vermessen. Der Transport dieser photosynthetisch erzeugten Verbindungen ist ein wesentlicher Prozess für das Wachstum von Pflanzen. Erkenntnisse der Jülicher Forscher sollen in Zukunft dabei helfen, Pflanzen für die Ernährung und als Lieferanten für nachwachsende Rohstoffe und Bioenergie besser zu nutzen. Wie sich Pflanzen auf veränderte Klimabedingungen und Kohlendioxid­werte in der Atmosphäre einstellen, ist ein weiterer Schwerpunkt der Forschung. Die Wissenschaftler nutzen die Radioisotope auch, um mittels PET die Aktivitäten von lebenden Wurzelsystemen in natürlichem Boden räumlich und zeitlich hoch aufgelöst zu beobachten.

Weiterführende Informationen ICG-3:
http://www2.fz-juelich.de/icg/icg-3/Enabling_Technologies/


1209_zyklotron_jpgDas Zyklotron CYPRES ist ein weiterer Schritt für die Jülicher Forscher, ein weltweit einmaliges MRI-PET-Zentrum aufzubauen.
Quelle: Forschungszentrum Jülich


Analyselabor BrainMet eingeweiht

Das neue analytische BrainMet-Zentrum der Jülicher Zentralabteilung für Chemische Analysen wurde im Rahmen eines Kolloquiums im Dezember 2009 eröffnet. „Mit BrainMet steht uns in Jülich eine neue und leistungsfähige Technologie für die Demenzforschung zur Verfügung. Damit können wir erforschen, in welchem Zusammenhang Metallionen und Metalloproteine im Gewebe des Gehirns und neurodegenerative Erkrankungen stehen“, sagte Prof. Harald Bolt, Vorstand des Forschungszentrums Jülich.

Im BrainMet-Labor (BrainMet - Bioimaging of Metals in Brain and Metallomics) können Wissenschaftler genau analysieren, wie sich Metalle in Schnitten von Gehirngewebe verteilen. Diese neuartigen Analysen kombinieren sie mit Untersuchungen zur Bindung von Metallen an Biomoleküle, der sogenannten Metallomics. Hintergrund: Kupfer- und Zinkionen verbinden sich im Gewebe des Gehirns mit bestimmten Proteinen zu unlöslichen Metalloproteinen. Diese wiederum führen dazu, dass sich beispielsweise Alzheimer-Plaques bilden. „Gemeinsam mit Neurowissenschaftlern wird es uns mit BrainMet möglich, einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung dieser Erkrankungen zu leisten“, so Bolt weiter.

Im BrainMet-Labor kommt die sogenannte Laserablations-ICP-Massenspektrometrie zum Einsatz. Hierbei wird eine Probe mit einem Laser abgefahren und das verdampfte Material mit einem Massenspektrometer auf Metalle analysiert. „Wir erhalten zusätzlich aber auch Verteilungsbilder ausgewählter Nichtmetalle im Gewebe und können die Elementverteilungsbilder mit den bildgebenden Verfahren der Neurowissenschaftler erfolgreich kombinieren“, so Dr. habil. J. Sabine Becker, die BrainMet leitet.
Der jetzt im BrainMet-Labor genutzte Gerätepark wurde von der Firma Thermo Scientific zur Verfügung gestellt.

Weiterführende Informationen zu BrainMet: http://www.brainmet.de/


Dünne Schichten mit großer Wirkung

Die neue LPPS-PVD-Anlage (Low Pressure Plasma Spraying –Physical Vapour Deposition) des Instituts für Energieforschung ist die erste ihrer Art an einer Forschungseinrichtung. Mit ihrer Hilfe können im Hoch-Vakuum Feinstpulver für Beschichtungen verdampft und mittels eines Plasmastrahls auf Werkstücke aufgetragen werden. Zum Abschluss des 11. Jülicher Werkstoffsymposiums stellte das Institut das Großgerät in Dienst. Beim Auftrag entstehen sehr dünne, gleichzeitig sehr dichte und reißfeste Schichten, die etwa als Wärmedämmschichten für Turbinenschaufeln genutzt werden. Die herausragenden Eigenschaften der Schichten wollen die Jülicher Forscher auch bei der Entwicklung von Membranen zur Kohlendioxid-Abscheidung in Kraftwerken nutzen.

Weiterführende Informationen zum IEF-1: http://www2.fz-juelich.de/ief/ief-1/


Kein Ozon-Abbau durch kosmische Strahlung

Einen längeren wissenschaftlichen Disput konnten Dr. Rolf Müller und Dr. Jens-Uwe Grooß vom Jülicher Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre nun mit einem Artikel in der Fachzeitschrift Physical Review Letters teilweise aufklären. In dem Aufsatz widerlegen die beiden Jülicher Forscher die These ihres Kollegen Prof. Qing-Bin Lu von der University of Waterloo (Kanada), der die Auswirkungen der kosmischen Strahlung als wesentlichen Grund für das Ozonloch über der Antarktis sieht. Müller und Grooß kommen aufgrund ihrer neusten Analysen von Messdaten und Computersimulationen jedoch zu dem Schluss, dass die kosmische Strahlung nicht der Hauptgrund für die Zerstörung des Ozons in der Atmosphäre über dem Südpol ist, sondern allenfalls in geringem Maße dazu beiträgt.

Der Beitrag zum Herunterladen:
http://scitation.aip.org/getpdf/servlet/GetPDFServlet?filetype=pdf&id=PRLTAO000103000022228501000001&idtype=cvips&prog=normal

Weiterführende Informationen zum ICG-1: http://www2.fz-juelich.de/icg/icg-1/


Ulf-G. Meißner Fellow der American Physical Society

Die Arbeit von Prof. Ulf-G. Meißner, Direktor des Instituts für Kernphysik am Forschungszentrum Jülich, wurde mit dem Fellowship der American Physical Society (APS) ausgezeichnet. Die APS würdigt damit Meißners Forschungen zur chiralen Störungstheorie in der Kern- und Teilchenphysik, also an mathematischen Modellen, deren Symmetrieeigenschaften die Eigenschaften von stark wechselwirkenden Teilchen widerspiegeln. Meißners Schwerpunkt liegt bei der Erforschung der Baryonen, zu denen auch die Atomkern-Bausteine Proton und Neutron zählen. Die Abteilung „Nuclear Physics“ der American Physical Society hatte Meißner für das Fellowship nominiert. Unter jeweils 1000 Mitgliedern der APS tragen nur fünf den Titel eines Fellows.

Weiterführende Informationen zum Institut für Kernphysik -Theoretische Kernphysik (IKP-3): http://www2.fz-juelich.de/ikp/theorie/de/

Weiterführende Informationen zur American Physical Society (APS):
http://www.aps.org/

Erfolgreiche deutsch-chinesische Kooperation

Die Messung kleinster Magnetfelder haben nun Jülicher und chinesische Forscher vereinfacht. Prof. Yi Zhang vom Institut für Bio- und Nanosysteme und sein Kollege Xiaoming Xie vom Shanghai Institute of Microsystem and Information Technology (SIMIT) entwickelten gemeinsam eine vereinfachte Ausleseelektronik für SQUIDs (Superconducting Quantum Interference Device), also supraleitende, gekühlte Magnetfeldsensoren. Beide reichten ihre Ergebnisse, inzwischen als "SQUID bootstrap circuit" patentiert, zur Veröffentlichung bei der Fachzeitschrift Applied Physics Letters ein. Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Zhang und Xie wurde 2007 von der chinesischen Akademie der Wissenschaften und dem Forschungszentrum Jülich auf den Weg gebracht. Sie wird vom Bundesforschungsministerium und dem Projektträger des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gefördert.

Weiterführende Informationen zum IBN-2:
http://www2.fz-juelich.de/ibn/ibn2_en/


Aktuelle Termine

Auf Seite www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:


Spring School des IFF

8. – 19. März 2010, Forschungszentrum Jülich

Die Spring School des Instituts für Festkörperforschung (IFF) führt in die Physik von Oxiden ein. 45 Vorträge plus Diskussionen stehen auf dem Programm, auch die teilnehmenden Institute des Forschungszentrums Jülich können besucht werden. Sprache der Spring School ist Englisch.

Mehr Informationen zur IFF Spring School:
http://www2.fz-juelich.de/iff/fs2010/


Erste internationale JARA-ENERGY-Konferenz

8. – 9. März 2010, Aachen

JARA-ENERGY hat das Ziel, auf dem Gebiet der Energieforschung die Aktivitäten im Forschungszentrum Jülich und an der RWTH Aachen zu koordinieren und zu bündeln. Erstmals lädt JARA-ENERGY Partner aus Forschung, Industrie und Politik zu einer internationalen Konferenz ein. Im Zentrum stehen dabei die Energie-Technologien der Zukunft. Zu den Schwerpunktthemen gehören saubere Elektrizität, Elektromobilität und energieeffiziente Gebäude.

Ansprechpartnerin: Dr. Isolde Arzberger, i.arzberger@fz-juelich.de


Pressekontakt

Erhard Lachmann
Tel. 02461 61-1481
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de


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