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Kurznachrichten April 2010

Geschärfter Blick ins Molekül

Profis können ein Foto mit niedriger Auflösung inzwischen digital nachschärfen. Das Gleiche gelingt Jülicher Forschern nun mit Messdaten zur Struktur von Eiweiß-Molekülen, die auf atomarer Ebene architektonische Meisterwerke sind. Ihre Methode präsentiert der Jülicher Wissenschaftler Dr. Gunnar Schröder vom Institut für Strukturbiologie und Biophysik zusammen mit Kollegen aus den USA in einer Vorab-Veröffentlichung im Fachmagazin "Nature".

Eiweiß-Moleküle formen komplizierte dreidimensionale Gebilde. Ihr planmäßiger Bau ist entscheidend für die Funktion der Zellen – bereits winzige Fehler können lebensbedrohlich sein und führen beispielsweise zu Krankheiten wie Alzheimer. Mit der sogenannten Röntgenbeugung untersuchen Wissenschaftler den genauen Bau der Riesenmoleküle. Dabei lassen sich aber oft nicht alle Bereiche atomgenau messen. Die Forscher überlagern diese Bereiche nun mit den präzisen Bauplänen ähnlicher Moleküle, die sich atomar genau messen lassen. Durch mathematische Berechnungen erhalten sie dann das wahrscheinlichste Aussehen der unbekannten Struktur. Sie erreichen damit auch für niedrig aufgelöste Messungen die gleiche Qualität wie für hoch aufgelöste.

Artikel in Nature (doi:10.1038/nature08892)


Jülicher Wetterradar ist online

Wetterradar Forschungszentrum Jülich.Die Messdaten des Jülicher Wetterradars auf der Sophienhöhe sind jetzt online verfügbar. Besucher der Webseite können die bereits gemessenen Niederschläge in einem Umkreis von 100 Kilometern rund um die Sophienhöhe verfolgen. Der Ort der Niederschläge lässt sich dabei bis auf 200 Meter genau eingrenzen. Eine Farbskala informiert über die Intensität der Niederschläge und die Radarreflektivität. Betrachter können zudem einen beliebigen Zeitraum auswählen, innerhalb dessen sie dann den Verlauf der Niederschläge als Animation sehen.

Die Jülicher Forscher werten nun in einer mehrmonatigen Testphase die Messdaten des Wetterradars aus. Ein langfristiges Ziel dabei: die Daten auch für eine Kurzfristvorhersage für Niederschläge zu nutzen. Diese soll dann ebenfalls öffentlich zugänglich sein.

Das Jülicher Wetterradar ist Teil des deutschlandweiten Langzeitprojekts TERENO (TERrestrial ENvironmental Observatories) der Helmholtz-Gemeinschaft. Dies ist die bisher umfangreichste Untersuchung der langfristigen Folgen des Klimawandels auf regionaler Ebene. Die Wetterstation wird vom Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre, Bereich Agrosphäre, in Kooperation mit dem Meteorologischen Institut der Universität Bonn betrieben. Ein baugleiches Wetterradar steht bereits in Bonn. Die "Zwillinge" lassen sich koppeln und liefern so zusätzliche Informationen, welche die Wissenschaftler im Rahmen des Sonderforschungsbereichs Transregio 32 zusammen mit Jülich nutzen.


Forschungszentrum auf der Hannover Messe

Gleich dreimal ist das Forschungszentrum auf der diesjährigen Hannover Messe vom 19. bis 23. April vertreten. Brennstoffzellen mit Weltrekords-Lebensdauer zeigen Wissenschaftler in Halle 27, Stand H61. Sie stellen dort eine Technologie vor, die Laufzeiten von mindestens 20.000 Stunden, also fast drei Jahren, ermöglichen soll. Für den Einsatz in Fahrzeugen reichen bereits 5.000 bis 10.000 Stunden.

Auf Bruchteile eines Atoms genau arbeitet der Jülicher Nanopositionierer (Halle 2, Stand C38). Er kann zum Beispiel die Spitze eines Rastersondenmikroskops auf zehn Millionstel Millimeter genau steuern und dabei eine Strecke von mehreren Millimetern abfahren – rüttelfrei, im Vakuum, bei tiefen Temperaturen oder hohen Magnetfeldern. Mögliche Einsatzgebiete sind etwa das Justieren von Spiegeln und Linsen in optischen Versuchen.

Hochästhetisch präsentiert sich Jülicher Forschung in der Ausstellung „Wunderkammer Wissenschaft“ auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand C02). Die Wanderausstellung der Helmholtz-Gemeinschaft ist täglich von 9 bis 18 Uhr zu erleben. Mit rund 500 akustisch untermalten bewegten und bewegenden Bildern lädt sie in die faszinierende Welt der Wissenschaften ein.


Ausstellung "Leo Brandt und Jülich"

Die Zentralbibliothek im Forschungszentrum Jülich und die Stadtbücherei präsentieren eine Ausstellung zu Leo Brandt und seiner Rolle bei der Gründung des Forschungszentrums. Die Schau mit dem Titel „Leo Brandt und Jülich“ kann bis zum 14. Mai während der Öffnungszeiten der Stadtbücherei, Kleine Rurstraße 20, besucht werden. Die Ausstellung zeigt historische Dokumente des Forschungszentrums und der Stadt Jülich sowie eine Auswahl der Publikationen Brandts. Zu hören sind Tondokumente aus der Anfangszeit des Forschungszentrums.

Brandt, Ingenieur und Staatssekretär im NRW-Ministerium für Wissenschaft und Verkehr, gehört zu den bedeutendsten Forschungspolitikern der 50er-Jahre. Neben Leo Brandt würdigt die Ausstellung auch die Rolle Wilhelm Johnens bei der Gründung des Forschungszentrums. Johnen war lange Jahre Landrat des Kreises Jülich sowie NRW-Landtagspräsident. Ihm ist es zu verdanken, dass die Stadt Jülich als Standort des Forschungszentrums den Zuschlag erhielt.


Aktuelle Termine

Auf Seite http://www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:


Gründungsfeier für CROPSENSe

25. April 2010, Bonn, Campus Klein-Altendorf

Mit einem Festakt wird am Sonntag, 25. April 2010, von 11.30 Uhr an das Kompetenznetz CROPSENSe offiziell gegründet. Geleitet von der Universität Bonn und dem Forschungszentrum Jülich, entwickelt CROPSENSe für die Agrarforschung den Einsatz moderner Sensorik in der Pflanzenzüchtung und für das Bestandsmanagement. 35 Partner aus Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft bündeln ihr Wissen, um gemeinsam die Forschung zur nachhaltigen Produktion von "Food, Feed, Fibre and Fuel" voranzutreiben.

Mehr Informationen zu CROPSENSe


GRS wird eingeweiht

28. April 2010, Forschungszentrum Jülich

Das neue Gebäude der German Research School for Simulation Sciences (GRS) auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich wird am Mittwoch, 28. April 2010, offiziell eingeweiht. Andreas Lange von WDR 5 moderiert die Veranstaltung, an der auch Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatsekretär im Bundesforschungsministerium, Michael Stückradt, Staatssekretär im NRW-Innovationsministerium und Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, teilnehmen werden.
Im November 2009 wurde das Gebäude der GRS auf dem Campus der RWTH Aachen eröffnet. Die GRS ist ein gemeinsames Projekt des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen im Rahmen der Jülich Aachen Research Alliance (JARA). Studenten können hier einen neuartigen Master-Studiengang im Bereich der Simulationswissenschaften belegen, Doktoranden auf diesem Gebiet forschen.

Mehr Informationen zur GRS


Kolloquium für Heiner Müller-Krumbhaar

29. April 2010, Forschungszentrum Jülich

Ein Abschiedskolloquium zu Ehren von Prof. Heiner Müller- Krumbhaar veranstaltet das Institut für Festkörperforschung des Forschungszentrums Jülich am Donnerstag, 29. April, ab 10 Uhr im Auditorium des IFF. Der 66-jährige Physiker Müller-Krumbhaar ist Direktor am Institut für Festkörperforschung und seit 2008 Präsident der German Research School for Simulation Sciences (GRS).


Vorträge zur Energieversorgung der Zukunft

4. Mai 2010, RWTH Aachen, Super C

"Die Industrie als Energieverbraucher – Perspektiven für eine sichere und preiswerte Energieversorgung“ ist der Titel einer Vortrags-Veranstaltung des „Forschungsdialogs Rheinland“, in dem Wissenschaft und Wirtschaft ihre Zusammenarbeit intensivieren wollen und zu dem auch das Forschungszentrum Jülich gehört. Die Erschließung neuer Energiequellen und die Umstellung unseres Energiesystems von fossilen Quellen auf eine neue Basis ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die Veranstaltung soll einen aktuellen Einblick in die Entwicklung der Energieversorgung der Zukunft geben und gleichzeitig die Kompetenzen im Rheinland widerspiegeln. Jürgen-Friedrich Hake vom Forschungszentrum Jülich spricht im Rahmen der Veranstaltung über „Rahmenbedingungen zur Modernisierung von Energieversorgungsstrukturen“.



Pressekontakt

Erhard Lachmann
Tel. 02461 61-1841
E-Mail: e.lachmann@fz-juelich.de


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