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Kurznachrichten Mai 2010

Moderne Sensoren für die Pflanzenzüchtung

Das Forschungszentrum Jülich und die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn feierten mit ihren Partnern in Bonn die Gründung ihres Kompetenznetzes "CROPSENSe". Das Verbundprojekt wird in den kommenden fünf Jahren moderne Sensoren für Pflanzenzüchtung und Bestandssteuerung entwickeln. Für Jülich betreibt das Institut für Chemie und Dynamik der Geosphäre (ICG) sieben Projekte in dem Kompetenznetz; Prof. Ulrich Schurr, Direktor des ICG, ist einer der Sprecher von "CROPSENSe".

Unsichtbares für die Agrar- und Pflanzenforschung sichtbar zu machen, ist das Ziel von "CROPSENSe". Neue Sensorsysteme sollen in Zukunft schnell und berührungsfrei die Eigenschaften einzelner Pflanzen und ganzer Pflanzenbestände erkennen. Sie werden bei der schnelleren Entwicklung von Pflanzensorten helfen, die besser an den Klimawandel angepasst sind und den wachsenden Bedarf der Weltbevölkerung nach Nahrung, Tierfutter, Rohstoffen und Energie decken. Zugleich suchen die Forscher neue Wege, den Boden durch geringeren Verbrauch von Wasser und Nährstoffen sowie einen besser dosierten Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln zu schonen.

"CROPSENSe" wird vom Bundesforschungsministerium mit rund zehn Millionen Euro gefördert. Das Land Nordrhein-Westfalen schießt weitere 4,7 Millionen Euro zu. Dem Kompetenznetz gehören insgesamt 41 Partner aus Universitäten in ganz Deutschland sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Firmen an.

Weitere Informationen zu "CROPSENSe"


Mehr Rechenzeit für Stuttgarter Forschungsprojekt

Mehr Rechenzeit am Jülich Supercomputing Centre (JSC) erhalten Prof. Alejandro Muramatsu und Privatdozent Dr. Stefan Wessel von der Universität Stuttgart: Das von den beiden Wissenschaftlern am Institut für Theoretische Physik der Universität Stuttgart geleitete Forschungsprojekt zu exotischen Zuständen in Quantenmaterie wurde als "John von Neumann Exzellenz-Projekt 2010" ausgezeichnet. Das John von Neumann-Institut für Computing (NIC), zu dem neben Jülich zwei weitere Helmholtz-Forschungszentren gehören, stellt Supercomputer-Rechenzeit für die Forschung bereit. Wissenschaftler aus Deutschland und Europa können sie für Simulationen nutzen. In Jülich kann dazu auch auf JUGENE, dem schnellsten Supercomputer Europas, gerechnet werden.

Prof. Alejandro Muramatsu und seine Mitarbeiter erforschen neue Zustände in der kondensierten Materie, welche durch die Wechselwirkung zwischen den quantenmechanischen Bestandteilen hervorgerufen werden können. Die Stuttgarter Physiker werden in der neuen Rechenperiode in Jülich numerische Simulationen von ultra-kalten Atomen und Molekülen in optischen Gittern durchführen sowie die Dynamik von stark wechselnden Quantensystemen außerhalb des Gleichgewichts numerisch untersuchen.

Muramatsu-Wessel_470x470_jpgStehen hinter dem "John von Neumann Exzellenz-Projekt 2010" und erhalten Rechenzeit in Jülich: Prof. Alejandro Muramatsu (links) und Privatdozent Dr. Stefan Wessel von der Universität Stuttgart.
Copyright: Universität Stuttgart.


JUGENE berechnet Kräfte in Atomkernen

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der Bonner Universität haben ein elementares Problem der theoretischen Physik gelöst – mithilfe des Jülicher Supercomputers JUGENE. Die Forscher um den Physiker Prof. Ulf-G. Meißner konnten die komplizierten Wechselwirkungen in einem mittelgroßen Atomkern zuverlässig berechnen. Meißner, Direktor des Jülicher Instituts für Kernphysik (IKP) und Leiter der Abteilung Theorie des Helmholtz-Instituts für Strahlen- und Kernphysik der Uni Bonn, entwickelte seine neue Rechenmethode in Zusammenarbeit mit der North Carolina State University. Eine Woche brauchte JUGENE – schnellster Rechner Europas –, dann lieferte er das Ergebnis: die Energiewerte von fünf Atomkernen, darunter Helium, Lithium und Kohlenstoff. Die Rechenwerte stimmten mit den realen Werten überein.
Die energetischen Wechselwirkungen in größeren Atomkernen ließen sich bisher nicht zuverlässig berechnen, zu komplex ist das Kräftespiel. Die Forscher fanden eine Lösung, indem sie zwei Methoden vereinten: Ausgehend von einer Theorie, die die Kräfte zwischen zwei und drei Bausteinen beschreibt, packten sie viele Bausteine virtuell im Computer zu größeren Kernen zusammen und berechneten die Gesamtheit aller Wechselwirkungen. Das war jedoch nur mit JUGENE möglich, andere Computer schaffen die Datenmenge nicht.

Nach dem Modell der beteiligten Wissenschaftler sollen jetzt sogar supergroße Kerne mit einigen 100 Bausteinen berechnet werden. Sie sind so instabil, dass sie auseinanderfliegen. Die Forscher hoffen jedoch, auch sie präzise berechnen und damit ihre Eigenschaften vorhersagen zu können.

Weiterführende Informationen zu JUGENE:

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt von Prof. Meißner:
http://www2.fz-juelich.de/jsc/en/


JSC präsentiert sich in Hamburg

Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) ist auch in diesem Jahr wieder auf der International Supercomputing Conference (ISC) in Hamburg vertreten. Vom 30. Mai bis 3. Juni präsentiert das JSC seine herausragende Bedeutung im Supercomputing mit Europas schnellstem Petaflop-Rechner JUGENE, dem Cluster-Computer JUROPA und dem energieeffizientesten Superrechner der Welt, QPACE. Dr. Bernd Mohr vom JSC bietet während der Konferenz einen "Crash-Kurs im High Performance Computing" an. Weitere Mitarbeiter des JSC sind auch an den Ständen von PRACE (Partnership for Advanced Computing in Europe), der Allianz für den Aufbau einer europaweiten Supercomputing-Infrastruktur, und von UNICORE, der europäischen Grid-Technologie für einen sicheren und effizienten Zugang zu Supercomputer-Infrastrukturen, vertreten.

Weiterführende Informationen des JSC zur ISC


Jülicher Hirnforscher als Experte in "Nature" gefragt

Neueste Forschungsergebnisse in der Hirnforschung kommentiert der Wissenschaftler Prof. Dirk Feldmeyer vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich im Magazin "Nature". In einem News & Views Artikel würdigt er die Arbeit US-amerikanischer Neurobiologen von der University of California, San Diego, die Erkenntnisse zur Signalübertragung in Mäusehirnen veröffentlichen. Feldmeyer selbst forscht daran, die Schaltkreise von Nervenzellen im menschlichen Gehirn besser zu verstehen. Dazu analysieren er und sein Team im Tiermodell den somatosensorischen Kortex. Das ist der Teil des Gehirns, der für Tastempfinden sowie Temperatur- und Schmerzwahrnehmung zuständig ist. Der JARA-BRAIN-Forscher Feldmeyer ist Leiter der Arbeitsgruppe „Funktion neuronaler Schaltkreise“ im Forschungszentrum Jülich und hat eine Professur zum Thema „Funktion kortikaler Schaltkreise“ an der RWTH Aachen inne.


Neue Studie zu Energietechnologien

"Energietechnologien 2050 –Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung" ist der Titel einer neuen Studie, an der auch das Jülicher Institut für Energieforschung – Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEF-STE) beteiligt ist. Die vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte Studie soll der Vorbereitung des neuen, 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung dienen. Weitere Partner aus der Forschung waren das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung, das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme, das Fraunhofer Institut Umsicht, das Karlsruher Institute of Technology (KIT), die RWTH Aachen sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). In der Studie werden eine Vielzahl von Energietechniken hinsichtlich ihres Forschungs- und Entwicklungsbedarfs analysiert. Die Jülicher Wissenschaftler bearbeiteten hierbei die Technikfelder fossil basierte Stromerzeugung, Kohlendioxid-Abscheidung und -Speicherung, Brennstoffzellen sowie den Bereich Fernwärme-transport/Nahwärmeverteilung.


Seeger-Medaille für Rolf W. Steinbrech

Besondere Ehrung für Dr. Rolf W. Steinbrech: Der Wissenschaftler vom Institut für Energieforschung des Forschungszentrums Jülich wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG) mit der Seeger-Plakette ausgezeichnet. Die DKG würdigt mit der Plakette Persönlichkeiten, die auf dem Gebiet der Keramik mit besonderen wissenschaftlichen Leistungen hervorgetreten sind. Der Physiker Steinbrech leitet seit 1988 die Arbeitsgruppe Keramik des Instituts. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der mechanischen Charakterisierung von keramischen Komponenten von Hochtemperaturbrennstoffzellen, von Wärmedämmschichten für Gasturbinen und von Gasseparations-membranen für Kraftwerke.

Weiterführende Informationen zum Institut für Energieforschung (Institutsbereich Werkstoffstruktur und -Eigenschaften, IEF-2)


N. Jon Shah lehrt in Maastricht

Prof. N. Jon Shah, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich, ist neuer Professor an der Universität Maastricht. Im Rahmen der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen der Universität und dem Forschungszentrum Jülich auf dem Gebiet der bildgebenden Verfahren überreichte ihm Uni-Präsident Jo Ritzen die Ernennungsurkunde zum Honorarprofessor. Shah leitet in Jülich das Projekt eines weltweit einmaligen Großgeräts der Bildgebung in der Medizin: Ein Hybridsystem, bestehend aus einem Magnetresonanz-Tomografen mit einer Feldstärke von 9,4 Tesla kombiniert mit einem Positronenemissions-Tomografen (9,4-T-MR-PET). Mit ihm werden die Jülicher Hirnforscher Strukturen und molekulare Mechanismen des Gehirns untersuchen können, die bisher der Forschung nicht zugänglich waren. Das „Maastricht Brain Imaging Centre“ entwickelt ebenfalls bildgebende Verfahren in der Hirnforschung.

Informationen zum Institut für Neurowissenschaften und Medizin (Institutsbereich Physik der Medizinischen Bildgebung, INM-4)


Zweifache Auszeichnung für Jülicher Doktorandin

Anna Dovern, Doktorandin am Institut für Neurowissenschaften und Medizin des Forschungszentrums Jülich, erhielt ein Stipendium der Christiane Nüsslein-Volhard-Stiftung. Die Stiftung der Nobelpreisträgerin unterstützt begabte junge Wissenschaftlerinnen mit Kindern, damit sie sich die für eine wissenschaftliche Karriere erforderliche Freiheit und Mobilität bewahren können. Frau Dovern, alleinerziehende Mutter eines siebenjährigen Sohnes, arbeitet an ihrer Promotion im Bereich der Kognitiven Neurologie bei Prof. Gereon R. Fink und Prof. Peter Weiss-Blankenhorn. Zudem wurde die 27-Jährige Stipendiatin in das UNESCO-L'Oréal-Förderprogramm für junge Wissenschaftlerinnen aufgenommen. Dieses Programm fördert Maßnahmen zur Kinderbetreuung an der Wirkungsstätte ausgewählter Stipendiatinnen. Dadurch erhält das Forschungszentrum Jülich eine zusätzliche Förderung von 10.000 Euro für die Kinderbetreuung.


Neues Magazin zur Nanoelektronik

Informations- und Kommunikationstechnologie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Lösung gesellschaftlicher Probleme, schreibt die Bundesregierung in ihrer Hightechstrategie. Das Forschungszentrum Jülich legt schon heute das Fundament für die Informationstechnologie von morgen. Mit dem aktuellen Magazin "Forschen in Jülich: Nanoelektronik" gewähren Forscher einen spannenden Einblick in ihre Labore, wo sie den Schritt von der Mikro- hin zur Nanoelektronik vorbereiten und einer Schlüsseltechnologie der nächsten Generation den Weg bereiten.

Im Schwerpunkt des Magazins stehen vier Nachwuchswissenschaftler mit frischen Ideen auf den Gebieten Quantencomputing, Sensoren, Computerspeicher und Elektronenspins. Gemeinsam ist allen vier, dass sie sich bewusst, obwohl bereits international gefragte Forscher, für Deutschland als Forschungsstandort entschieden haben.

Das Heft kann bei folgender Adresse kostenlos bestellt werden:

Annemarie Winkens
Forschungszentrum Jülich
Unternehmenskommunikation
52425 Jülich
E-Mail: a.winkens@fz-juelich.de
Telefax: 02461 618282

Die elektronische Version des aktuellen und der vorherigen Hefte "Forschen in Jülich" finden Sie hier.


Aktuelle Termine

Auf der Seite http://www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

Jülicher Beitrag zur Gennesys-Tagung

26. – 28. Mai, Barcelona
Prof. Harald Bolt, Vorstandsmitglied des Forschungszentrums Jülich, ist Gastredner bei der Gennesys-Tagung, zu der sich internationale Wissenschaftler aus dem Bereich Nanotechnologie vom 26. bis 28. Mai in Barcelona treffen. Bolt stellt unter dem Titel "Nanomaterials for Energy" Entwicklungen des Forschungszentrums auf dem Gebiet vor. Das Jülicher Institut für Energieforschung stellt an einem eigenen Stand seine Aktivitäten auf dem Feld der Nanotechnologie vor.

Zur Website der Tagung


Konzepte von Nachhaltigkeit

9.-10. Juni, Forschungszentrum Jülich
Unter dem Titel "Sustainable Development in the Energy Sector" beschäftigt sich die zweitägige Konferenz mit Konzepten von Nachhaltigkeit und ihren Grundlagen, mit Strategien und mit Methoden zur Messung nachhaltiger Entwicklung. Besondere Aufmerksamkeit finden bei der Veranstaltung des Instituts für Energieforschung, Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEF-STE) sogenannte Indikatorensysteme.



Pressekontakt: Erhard Lachmann, Tel. 02461 61-1841, e.lachmann@fz-juelich.de


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