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Kurznachrichten September 2010

Erfolg für Jülicher Nachwuchswissenschaftler

Vier junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich erhalten die Möglichkeit, ihre eigene Forschungsgruppe aufzubauen: Dr. Sarang S. Dalal, Dr. Julia Frunzke, Dr. Samir Lounis und Dr. Gil Gregor Westmeyer wurden von der Helmholtz-Gemeinschaft, zu der auch das Forschungszentrum gehört, als Leiter einer Nachwuchsgruppe ausgewählt.

Mit einem Jahresbudget von mindestens 250.000 Euro über fünf Jahre und der Option auf eine unbefristete Anstellung gelten diese Stellen als idealer Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere und sind auch für Rückkehrer und Bewerber aus dem Ausland attraktiv. Die Leiterinnen oder Leiter einer Helmholtz-Nachwuchsgruppe können selbstständig forschen und auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen. Dabei profitieren sie von der Ausstattung und den Arbeitsbedingungen in einem Helmholtz-Zentrum.

Die in diesem Jahr ausgewählten insgesamt 18 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben sich in einem mehrstufigen Wettbewerbsverfahren mit externen Fachbegutachtungen und Präsentationen vor einer interdisziplinären Jury durchgesetzt. Nach drei bis vier Jahren werden alle Gruppen einer Zwischenevaluation unterzogen. Fällt diese positiv aus, geht die Stelle in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis über.

Julia Frunzke erhielt im vergangenen Jahr den erstmals vom Forschungszentrum vergebenen Exzellenzpreis. Die Mikrobiologin kam nach ihrem Studium an der Philipps-Universität in Marburg zur Promotion nach Jülich. Dort untersuchte sie Stoffwechselprozesse des Bakteriums Corynebacterium glutanicum, das in der Weißen Biotechnologie von großer Bedeutung ist. Frunzke habe mit ihren Forschungsarbeiten exzellente Beiträge zum molekularen Verständnis der Anpassungsfähigkeit industrieller sowie landwirtschaftlich relevanter Bakterien geliefert, so die Gutachter des Exzellenzpreises.

Informationen zu allen geförderten Nachwuchsgruppen


Schnellere Diagnose bei Alzheimer oder Parkinson

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich sind an einem Projekt beteiligt, das zu einer verbesserten medizinischen Diagnostik mit Magnetresonanztomografen (MRT) führen soll. Ziel des vom Bundesforschungsministerium geförderten und auf zwei Jahre angelegten Projekts MRT-AIS ist es, mithilfe von aktiven integrierten Sendespulen die Bildqualität von MRTs zu erhöhen – und damit auch die Chancen, Krankheiten wie Alzheimer, Demenz oder Parkinson schneller zu erkennen.
Die Wissenschaftler aus dem Bereich Physik der medizinischen Bildgebung vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin wollen dabei gemeinsam mit der Firma IMST in Kamp-Lintfort die Leistungsverstärker direkt auf jeder einzelnen Spule eines Magnetresonanztomografen einbauen. "Der Vorteil sind weniger Koppelungen der Spulen untereinander und eine schärfer abgegrenzte Anregung des Gewebes", erklärt Dr. Jörg Felder vom Forschungszentrum. "Das Ergebnis der verbesserten Sendetechnik sind präzisere Bilder. Kleine Untersuchungsregionen lassen sich höher auflösen." Die Forscher hoffen, dass mit der verbesserten Technik zum Beispiel amyloide Plaques, ein Hauptmerkmal der Alzheimer-Erkrankung, schneller erkannt werden können.

Informationen zum Institut für Neurowissenschaften und Medizin


Forschungszentrum mit Zertifikat "Beruf und Familie"

Das Forschungszentrum Jülich besitzt seit kurzem das Zertifikat zum Audit "Beruf und Familie". Vorausgegangen war ein Verfahren, in dem Fachleute die Qualität der Angebote zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie begutachteten. In einem zweiten Schritt wurden weiterführende Ziele einer familienbewussten Personalpolitik festgelegt.

Beim Audit überzeugten bereits vorhandene Einrichtungen und Angebote wie das Büro für Chancengleichheit, Telearbeit, ein Wiedereinstiegsprogramm nach der Elternzeit sowie individuelle Teilzeitregelungen, die das Forschungszentrum auch in der Elternzeit und für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Führungspositionen anbietet. Die Unterstützung der Elterninitiative „Kleine Füchse“, bei der Kinder nah am Arbeitsplatz der Eltern betreut werden, brachte dem Forschungszentrum ebenfalls wichtige Punkte.

Für die Zukunft geplant ist unter anderem, Informationen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Intranet zentral zu bündeln. Auch ein Serviceangebot für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit pflegebedürftigen Angehörigen ist vorgesehen.

Informationen zu den Angeboten im Forschungszentrum


Jülich und die europäische Spallationsquelle

Neutronenstreuung ermöglicht einzigartige Einblicke in die Materie. Damit ist sie sowohl in der Grundlagenforschung als auch in der anwendungsnahen Forschung unverzichtbar. 2018 soll in Südschweden die weltweit stärkste Neutronenquelle in Betrieb gehen – die europäische Spallationsquelle ESS in Lund. Das Forschungszentrum Jülich wird mit dabei sein. Prof. Sebastian Schmidt, Mitglied des Vorstands und seit 2009 Koordinator der deutschen Beiträge für die Planungsarbeiten, sowie Prof. Dieter Richter, Direktor des Instituts für Festkörperforschung-Neutronenstreuung, erläuterten in einem Interview mit dem Internet-Portal "Welt der Physik", was hinter diesem Großprojekt steckt und welche Chancen es der Forschung bietet.


Aktuelle Termine

Auf der Seite http://www2.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

Konferenz Wisskomm 2010 der Jülicher Zentralbibliothek

8. – 10. November 2010, Auditorium der Zentralbibliothek, Forschungszentrum Jülich

Mit der WissKom2010 "eLibrary – den Wandel gestalten" vom 8. bis 10. November 2010 setzt die Jülicher Zentralbibliothek ihr Engagement fort, Themen im Spannungsfeld von Bibliothek – Information – Wissenschaft in einer Konferenz interdisziplinär zu diskutieren und neue Handlungsfelder für Bibliotheken aufzuzeigen.
Die mittlerweile fünfte Konferenz der Jülicher Zentralbibliothek thematisiert den Wandel von Bibliotheken vor allem im Umfeld von Naturwissenschaft und Technik hin zu virtuellen Portalen für Literatur und Information sowie die damit verbundenen Dienstleistungen. Hier gilt es neue Konzepte der Informationsversorgung zu entwerfen, innovative Angebotsformen zu entwickeln und deren Nutzung professionell zu evaluieren. Anmeldeschluss: 26. Oktober 2010.

Jahrestagung zu erneuerbaren Energien

11. – 12. Oktober, Umweltforum Berlin

Der Forschungsverbund Erneuerbare Energien (FVEE) wird 20 Jahre alt. Auf der Jahrestagung 2010 am 11. und 12. Oktober 2010 im Umweltforum Berlin halten deshalb prominente Redner aus Politik und Wissenschaft Rückschau auf die Entwicklung des Verbundes. Anschließend berichten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Mitgliedsinstituten, wie das Ziel erreicht werden soll, die Energieversorgung spätestens bis 2050 auf erneuerbare Energien umzustellen.

Mehr Informationen zur Tagung



Pressekontakt: Erhard Lachmann, Tel. 02461 61-1841, e.lachmann@fz-juelich.de


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