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Kurznachrichten November 2010

Erfolgreiche deutsch-russische Forschung

Dr. Yuri Divin vom Institut für Festkörperforschung des Forschungszentrums Jülich gehört zu einer von sechs neuen deutsch-russischen Nachwuchsgruppen, die durch das Programm "Helmholtz-Russia Joint Research Groups" (HRJRG) gefördert werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft, zu der auch Jülich gehört, betreibt das Programm gemeinsam mit der "Russian Foundation for Basic Research" (RFBR). Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen russischen Wissenschaftlern und Helmholtz-Zentren zu stärken. Divins Partner in dem Projekt "Liquid Identification by Hilbert Spectroscopy for Security Screening" ist Dr. Matvey Valerèvich Lyatti vom Kotelnikov Institute of Radio Engineering in Moskau.

"Die Grundlagenforschung im Bereich Physik spielt seit vielen Jahrzehnten eine besondere Rolle in Russland", sagt Prof. Sebastian M. Schmidt, Vorstandsmitglied im Forschungszentrum Jülich. "Diese Bedeutung wurde in den vergangenen Jahren gerade im Bereich der Nanotechnologie vertieft. Hier können wir von den guten Beziehungen zu verschiedenen russischen Forschungseinrichtungen profitieren und das Know-how exzellenter Nachwuchswissenschaftler beider Länder zusammenbringen."

Die Gruppe um Divin und Lyatty arbeitet daran, die Hilbert-Spektroskopie für Sicherheitszwecke nutzbar zu machen. Basierend auf dieser Technologie stellten die Forscher bereits 2009 in Jülich den Prototyp eines Detektors vor, der innerhalb von 200 Millisekunden zuverlässig zwischen harmlosen und gefährlichen Flüssigkeiten unterscheiden kann. Ziel des neuen Projektes ist es, eine handliche Demonstrationsapparatur zu entwickeln und in Zusammenarbeit mit dem Jülicher Institut für Festkörperforschung eine Datenbank praxisrelevanter Flüssigkeiten aufzubauen. Diese soll neben puren Flüssigkeiten auch Mischungen sowie Emulsionen, wie sie in Kosmetika vorkommen, beinhalten. In Zusammenarbeit mit Partnern aus der Sicherheitsindustrie sollen darüber hinaus auch erstmals Flüssigkeiten aufgenommen werden, die als terrorgefährlich eingestuft sind.

Ziel des deutsch-russischen Programms ist es, besonders Nachwuchswissenschaftlern in Russland eine enge Kooperation mit Partnern in Helmholtz-Zentren zu ermöglichen, um Forschungsprojekte, Experimente und Expeditionen durchzuführen. Insgesamt wurden in diesem Jahr 23 Anträge eingereicht. Der Förderumfang beträgt bis zu 150.000 Euro pro Jahr und Gruppe, bei einem Förderzeitraum von maximal drei Jahren.

Institut für Festkörperforschung - Mikrostrukturforschung
Helmholtz-Gemeinschaft

Claus M. Schneider übernimmt erste UAMR-Professur

Der Jülicher Physiker Prof. Claus M. Schneider wird der erste Inhaber der neu eingerichteten UAMR-Professur der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR). Neben seiner Tätigkeit als Direktor am Institut für Festkörperforschung des Forschungszentrums Jülich forscht und lehrt Schneider damit zukünftig hochschulübergreifend an den Universitäten Bochum (RUB), Duisburg-Essen (UDE) und der TU Dortmund.
"Das hochschulübergreifende Engagement von Prof. Schneider zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit für Wissenschaftler auch über eingefahrene Strukturen hinweg geworden ist", sagt Prof. Sebastian M. Schmidt, Vorstandsmitglied im Forschungszentrum Jülich. "Für das Forschungszentrum Jülich schlägt Prof. Schneider damit eine Brücke von der Nanoelektronik-Forschung in JARA-FIT zu weiteren hochkarätigen Partnern in Nordrhein-Westfalen."

Schneider ist seit 2003 Direktor am Institut für Festkörperforschung. Seit 2004 lehrt und forscht er als Professor an der UDE-Fakultät für Physik. Sein Interesse gilt den elektronischen und magnetischen Eigenschaften von Schichtsystemen und Nanostrukturen und ihrer Eignung für die Informations- und Nanotechnologie. Mit internationalen Partnern entwickelt er spektroskopische Techniken mit hoher räumlicher Auflösung zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen elektronischer Struktur und Magnetismus.

Institut für Festkörperforschung - Elektronische Eigenschaften
Universtitätsallianz Metropole Ruhr

EU unterstützt Polymerforschung in Jülich

Die Produktionseffizienz der industriell wichtigsten Kunststoffklasse deutlich zu erhöhen, verbesserte Materialeigenschaften zu erzielen und den Weg zu völlig neuen Klassen von Spezialwerkstoffen zu ebnen – diese Ziele verfolgen Jülicher Forscher im Rahmen des neuen internationalen EU-Projektes "MAO-ROBOTS – Methylaluminoxane (MAO) activators in the molecular polyolefin factory". Zu den Polyolefinen gehören zum Beispiel Polyethylen und Polypropylen. Die Europäische Union unterstützt das auf vier Jahre angelegte Projekt rückwirkend zum 1. September mit 3,1 Millionen Euro. Eine Million Euro davon gehen direkt nach Jülich.
An dem inderdisziplinären Projekt sind drei Forschungseinrichtungen und vier führende Industrieunternehmen aus Deutschland, Großbritannien, Finnland und den Niederlanden beteiligt. Unter Leitung des Jülicher Institutes für Neutronenstreuung untersuchen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Nanostruktur von Katalysator-Aktivator-Systemen, die für die Produktion von Polyolefinen eingesetzt werden. Dafür nutzen sie Methoden der Chemie und Physik, darunter Streumethoden, NMR-Spektroskopie und Computersimulation.

Weitere Informationen erteilt:
Dr. Jörg Stellbrink
Tel.: +49 2461 61-6683
Fax: +49 2461 61-2610
E-Mail: j.stellbrink@fz-juelich.de

Informationen zur Projektbeschreibung
Informationen zum Institut für Neutronenstreuung

Ehrennadel der DPG für Heiner Müller-Krumbhaar

Im Physikzentrum Bad Honnef erhielt Prof. Heiner Müller-Krumbhaar, Direktor am Jülicher Institut für Festkörperforschung, die Ehrennadel der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG). Prof. Wolfgang Sandner, Präsident der DPG, überreichte die Auszeichnung. In diesem Jahr wurde erstmals die Ehrennadel für herausragenden Einsatz für die Belange der Gesellschaft vergeben. Müller-Krumbhaar erhielt die Auszeichnung insbesondere für sein Engagement für die Physik in der Schule und als langjähriger Vorsitzender des Fachverbandes "Dynamik und Statistische Physik". Als Mitorganisator des "Jahres der Physik 2000" und im Lenkungsausschuss von "Welt der Physik" habe er wesentlich zur Stärkung des Ansehens der DPG beigetragen, so Wolfgang Sandner in der Laudatio.

Informationen zum Institut für Festkörperforschung-Theorie der Strukturbildung

Jülicher CE-Forum zur Kapillarelektrophorese

Am Forschungszentrum Jülich fand im November mit Unterstützung des Arbeitskreises Separation Science unter dem Titel "Kapillarelektromigrative Trenntechniken in Chemie, Lebensmittelchemie und Pharmazie" das 2. CE-Forum statt. Hintergrund: Die Kapillarelektrophorese und verwandte Trenntechniken kommen immer häufiger zum Einsatz. Die Teilnehmer kamen von Hochschulen und aus Forschungseinrichtungen, aber auch aus Industrie und Behörden. Während der erste Tag aktuellen Einsatzbereichen der Kapillarelektrophorese und der Mizellaren Elektrokinetischen Chromatographie in der Bioanalytik gewidmet war, wurden am zweiten Tag Anwendungen aus Forensik, Pharmazie, Umweltanalytik und Nanoanalytik vorgestellt. Auch das Posterprogramm erfasste ein breites Themenspektrum aus Anwendungen in Bioanalytik, Forensik, Lebensmittelchemie, Medizin und methodischen Untersuchungen. Gleichzeitig wurden zahlreiche grundlegende Arbeiten zu instrumentellen Aspekten wie Kapillar-Coating und Detektion und zu Verfahrens-Optimierung und -Validierung vorgestellt.

Informationen zur Jülicher Zentralabteilung für Chemische Analysen

Forscher aus Jülich in neuem EERA Joint Programm

Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich arbeiten an einem weiteren Programm der europäischen Allianz für Energieforschung mit. Im Rahmen der SET Plan-Konferenz (European Strategic Energy Technology Plan) Mitte November gab die "European Energy Research Alliance" EERA den Start des Programms zur Kohlendioxid-Abspaltung und -Speicherung bekannt. Daneben sind Jülicher Forscher im Rahmen von EERA auch an der Weiterentwicklung der Photovoltaik und im Bereich Bioenergie beteiligt.
Zehn führende Energieforschungsorganisationen Europas schlossen sich 2008 zur "European Energy Research Alliance" zusammen. Ziel von EERA sind gemeinsame Forschungsinitiativen, um die Entwicklung neuer Energietechnologien zu beschleunigen.

European Energy Research Alliance
Jülicher Forschung zur Kohlendioxid-Abscheidung
Photovoltaik im Forschungszentrum

Aktuelle Termine

Bonn Symposium zu erneuerbaren Energien und Politik

1. Dezember 2010, Haus der Geschichte, Bonn

"Neue Energiequellen – neue Konflikte?" ist das Thema des Bonn Symposiums 2010, das am 1. Dezember zum nunmehr dritten Mal von der Stiftung Entwicklung und Frieden (SEF) in Kooperation mit der GTZ ausgerichtet wird. Von Bio-, Solar- und Windenergie über Wasserkraft bis hin zur Geothermie gibt es schon heute vielfältige Technologien zur Nutzung und Gewinnung erneuerbarer Energie. Doch ist die technische Machbarkeit nur ein Aspekt der künftigen Energieversorgung. Die Erschließung neuer und erneuerbarer Energiequellen erfordert auch Interessensausgleich und politische Regulierung.

Bonn-Symposium 2010

Pressekontakt: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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