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Kurznachrichten April 2011

Verbesserte Feinmotorik nach Schlaganfall

Ein Team mit der Beteiligung Jülicher Wissenschaftler berichtet von einem neuen therapeutischen Ansatz, die Rehabilitation nach einem Schlaganfall zu verbessern. Durch die Gabe des Medikaments Reboxetin verbesserte sich die Feinmotorik der Betroffenen. Elf Patienten untersuchten die Forscher und fanden eine signifikante Verbesserung der Handmotorik, gemessen an maximaler Griffkraft, Fingerklopfrate und Zeigebewegungen. Ursache ist nach ersten Erkenntnissen eine längere Verweildauer des natürlich ausgeschütteten Botenstoffs Noradrenalin im Gehirn – ausgelöst durch Reboxetin. Wie Untersuchungen mit dem Kernspintomografen zeigten, führt Reboxetin zu einer besseren Kommunikation motorischer Hirnareale, was die neurobiologische Grundlage für die Funktionsverbesserung der Handmotorik darstellen könnte. Geplant ist nun eine weitere Studie mit einer größeren Patientengruppe über einen längeren Zeitraum, um die Nachhaltigkeit der Verbesserungen zu untersuchen.

Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher im Fachmagazin "Annals of Neurology" (Ann Neurol. 2011 Feb; 69(2): 375-88;
DOI: 10.1002/ana.22237)

Informationen zum Institut für Neurowissenschaften und Medizin

Neuer Film aus Jülich zur Neutronenstreuung

Was sind Neutronen, wie werden sie erzeugt und warum sind sie für die Forschung unverzichtbar? Welchen Nutzen bringt Forschung mit Neutronen der Gesellschaft und was sind die Jülicher Beiträge? Diese und weitere Fragen rund um die Schlüsseltechnologie Neutronenstreuung beantwortet ein zehnminütiger Film des Jülich Centre for Neutron Science, JCNS, der ab sofort im Internet zu sehen ist – in einer deutschen und einer englischen Fassung.

Auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise informiert der Film mit dem Titel "Neue Wege gehen. Das Jülicher Zentrum für Neutronenforschung – JCNS" über die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am JCNS. Animationen veranschaulichen, wie Experimente mit Neutronen funktionieren; junge Forscher erläutern, welche einzigartigen Einblicke in Materialien und Werkstoffe ihnen die Elementarteilchen ermöglichen – von der Erforschung neuer Konzepte für die Datenspeicherung bis zum besseren Verständnis biologischer Prozesse. Die Mission und die Nutzeraktivitäten des JCNS werden im Film ebenso vorgestellt wie die Außenstellen, die das JCNS in Garching bei München, im französischen Grenoble und im US-amerikanischen Oak Ridge betreibt. Der Film schließt mit einem Ausblick auf Jülichs geplante Beteiligung an der stärksten Neutronenquelle der Welt, die im schwedischen Lund entsteht.

zum Film: Video des Jülich Centre for Neutron Science "Neue Wege gehen"

Nachwuchsforscher erhält Preis für Doktorarbeit

Dr. Dmitry Fedosov vom Jülicher Institute of Complex Systems erhält für seine Doktorarbeit über die Computermodellierung weicher Materie und der Strömung von Blut den Nicholas Metropolis-Preis. Die Amerikanische Physikalische Gesellschaft (American Physical Society, APS) vergibt die Auszeichnung für herausragende Doktorarbeiten auf dem Gebiet der computergestützten Physik einmal pro Jahr. Fedosov erhält den Preis, der mit 1.500 US-Dollar sowie einer Vortragseinladung zur März-Tagung der APS in Dallas belohnt wird, während dieser Tagung überreicht.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit verbesserte Fedosov ein physikalisches Modellsystem für rote Blutkörperchen und entwickelte einen Algorithmus, der Strömungsmodellierungen über einen größeren räumlich-zeitlichen Bereich möglich macht. Dadurch können Faktoren, wie Adhäsionskräfte oder die Blutgerinnung, stärker berücksichtigt werden, was zu realistischeren Ergebnissen führt. Das Modellsystem kann für quantitative Vorhersagen der Blutströmung genutzt werden, zum Beispiel bei Krankheiten wie Malaria oder der Erbkrankheit Sichelzellenanämie, die die biophysikalischen Eigenschaften roter Blutkörperchen verändern. Ein weiterer möglicher Einsatzbereich liegt in der Entwicklung von Mikrofluidiksystemen ("Lab-on-a-chip").

Fedosov ist gebürtiger Russe und führte seine Doktorarbeit an der Brown University in Providence in den USA durch. Seit 2010 arbeitet er als Postdoc am Institut Theorie der Weichen Materie und Biophysik (ICS-2 / IAS-2).

Dmitry Fedosov

Institut Theorie der Weichen Materie und Biophysik

Jülicher Wissenschaftlerinnen in "AcademiaNet"

Um die Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen zu erhöhen, wurde im vergangenen Jahr die Exzellenz-Datenbank "AcademiaNet" eingerichtet. Mit Dr. Astrid Kiendler-Scharr und Dr. Renu Batra-Safferling fanden zwei Wissenschaftlerinnen des Forschungszentrums Jülich Aufnahme in die Datenbank.

"AcademiaNet" wurde gemeinsam von der Robert-Bosch-Stiftung und dem Verlag Spektrum der Wissenschaft aufgebaut. Ziel ist es, den Frauenanteil in wissenschaftlichen Führungspositionen und Gremien zu erhöhen. Wissenschaftlerinnen können sich nicht selbst in die Datenbank eintragen: Einer der beteiligten Wissenschaftspartner, zu denen auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gehört, muss sie für die Aufnahme vorschlagen. Ein Lenkungsausschuss der Wissenschaftspartner hat dazu einen eigenen Qualifizierungskatalog zusammengestellt.

Astrid Kiendler-Scharr leitet die Nachwuchsgruppe "Stabile Isotope in Aerosolen" am Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung. Renu Batra-Safferling kam von der New Yorker Columbia University an das Forschungszentrum. Mittlerweile arbeitet die Biophysikerin als Gruppenleiterin am Jülicher Institute of Complex Systems.

AcademiaNet

Informationen zur Jülicher Troposphärenforschung

Informationen zum Institute of Complex Systems

Peter A. Grünberg ist Ehrenmitglied der DPG

Dem Jülicher Physiker und Nobelpreisträger Prof. Peter A. Grünberg ist im März auf der Frühjahrstagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) in Dresden die Ehrenmitgliedschaft der DPG verliehen worden. Er erhielt die Auszeichnung der mit über 59.000 Mitgliedern größten physikalischen Fachgesellschaft der Welt "für seine im Jahr 2007 mit dem Nobelpreis in Physik (zusammen mit Albert Fert/Paris) ausgezeichnete Entdeckung der Zwischenschicht-Austauschkopplung und dem darauf basierenden Riesenmagnetowiderstand in dünnen Übergangsmetallschichten, deren technische Anwendung die magnetische Datenspeichertechnologie revolutionierte und ein neues Forschungsgebiet – die Spinelektronik – öffnete, sowie insgesamt für seine publizistischen Beiträge, mit denen er erheblich zur Steigerung des gesellschaftlichen Ansehens der Physik in Deutschland beigetragen hat." Neben Peter Grünberg wurden in diesem Jahr der Pionier der Laserphysik und Quantenoptik, Prof. Theodor W. Hänsch, sowie der theoretische Physiker Prof. Horst Rollnick geehrt.

Weitere Informationen zu Peter A. Grünberg

Prof. Achim Bachem bleibt Vorstandsvorsitzender

Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich hat Prof. Achim Bachem als Vorstandsvorsitzenden einstimmig für eine weitere Amtszeit wiederbestellt. Damit bleibt Prof. Bachem Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums bis zum 30. Juni 2014.

Informationen zu Prof. Achim Bachem

Ehrendoktor für Prof. Karl Zilles

Die medizinische Fakultät der Universität Rostock hat den Jülicher Mediziner Prof. Karl Zilles im März mit dem Ehrendoktor ausgezeichnet. Zilles erhielt die Ehrung für „seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Erforschung der menschlichen Hirnrinde mit strukturellen, funktionellen und neurochemischen Methoden“. Dabei habe er in einzigartiger Weise Grundlagenforschung und moderne Bildgebung mit klinischer Forschung verknüpft. Die Universität Rostock würdigt außerdem seine Unterstützung beim Aufbau der Forschungsinfrastrukturen des Instituts für Anatomie der Universität Rostock.

Zilles ist in Jülich Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin, er ist Inhaber des Lehrstuhls für Neurowissenschaften am C. & O. Vogt-Institut für Hirnforschung der Universität Düsseldorf und Direktor der Sektion Brain in der Jülich Aachen Research Alliance (JARA). Der Mediziner hat über 580 Publikationen in internationalen Fachzeitschriften sowie zahlreiche Buchkapitel, Bücher und Monographien veröffentlicht. Er ist als Herausgeber mehrerer Fachzeitschriften tätig und Sprecher bzw. Mitglied diverser Fachorganisationen und -gesellschaften.

Informationen zum Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM)

Forschungszentrum mit neuem Web-Auftritt

Nach zwei Jahren intensiver Arbeit war es Ende Februar soweit: Das Forschungszentrum Jülich ging mit seiner neuen Internetpräsenz online.

Das Forschungszentrum im Netz: zur Startseite

Pressekontakt: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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