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Kurznachrichten August 2011

Jülicher Wissenschaftler neuer Prorektor der Uni Köln

Prof. Gereon Fink ist neuer Erster Prorektor und Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität zu Köln. Fink leitet dort die Klinik und Poliklinik für Neurologie der Uniklinik. Am Forschungszentrum Jülich ist der Mediziner Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Kognitive Neurologie. Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit steht dabei das Verständnis kognitiver Prozesse und, darauf aufbauend, die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten neurologischer Defizite. Dazu gehören spezifische neuropharmakologische Ansätze oder Verfahren wie die transkranielle Magnet- oder Gleichstromstimulation, bei der bestimmte Areale des Gehirns ohne operativen Eingriff mithilfe von Magnetfeldern oder Stromreizen stimuliert werden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts erforschen unter anderem die Grundlagen visueller Wahrnehmung und motorischer Handlung. Sie gehen auch der Frage nach, welche Auswirkungen Schädigungen des Gehirns durch Schlaganfall oder neurodegenerative Krankheiten wie die Parkinson-Erkrankung auf Motorik, Wahrnehmung oder Denken haben. Ein weiterer Schwerpunkt sind Veränderungen des Gehirns im Alter: Untersucht werden Risikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz sowie Möglichkeiten, diese therapeutisch zu beeinflussen.

Informationen zum Institut für Neurowissenschaften und Medizin – Kognitive Neurologie

Uniklinik Köln: Zentrum für Neurologie und Psychatrie

Empfehlungen für slowenisches Grundwasser-Management

Jülicher Forscherinnen und Forscher haben den Wasserhaushalt in Slowenien untersucht. Im Rahmen einer Forschungskooperation mit dem slowenischen Umweltbundesamt haben sie die Ausbreitung von Oberflächenwasser und die Neubildung von Grundwasser mit dem Wasserhaushaltsmodell GROWA ("Großräumiges Wasserhaushaltsmodell") analysiert. Herausgekommen ist eine Karte Sloweniens, welche die Neubildung von Grundwasser mit einer räumlichen Auflösung von 100 mal 100 Metern zeigt. Diese Karte wird nun von slowenischen Entscheidungsträgern genutzt, um den Grundwasserhaushalt nachhaltig zu steuern.

Die Forscher aus dem Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3), sind mit ihrer Expertise für ein nachhaltiges Wasser-Management auch in Deutschland gefragt. Hier werden ihre Ergebnisse aus Berechnungen mit GROWA bereits beim Wassermanagement in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen berücksichtigt, an Untersuchungen zum Wasserhaushalt in acht weiteren Bundesländern sind die Wissenschaftler beteiligt. GROWA und weitere Modelle der Jülicher Forscher – etwa zur Ausbreitung von Pestiziden und Auswirkungen des Klimawandels auf den Wasserhaushalt – liefern die wissenschaftliche Grundlage, um bis zum Jahr 2015 die europäische Wasserrahmenrichtlinie umzusetzen. Diese fordert bis dahin eine integrierte Gewässerschutzpolitik in Europa und unter anderem, alle Gewässer in einen guten ökologischen wie auch chemischen Zustand zu bringen.

Informationen zur Jülicher Agrosphärenforschung

Jülicher Atmosphärenforschung präsentiert sich in Brüssel

Die Atmosphärenforschung des Forschungszentrums Jülich ist Thema einer Konferenz des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums. Die Reihe "Grand Challenges - Answers from North Rhine-Westphalia" hat am Donnerstag, 8. September 2011, in der Niederlassung des Landes NRW in Brüssel zum Thema: "Air Quality and Climate Change – Making things manageable for future generations". Prof. Martin Riese, Direktor des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung, wird hierbei über notwendige Studien zur Chemie und Dynamik der Atmosphäre für verbesserte Klima-Simulationen sprechen. Weitere Beiträge kommen von Wissenschaftlern der Universität Wuppertal und des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Die Universität Wuppertal, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie sowie das Rheinische Institut für Umweltforschung an der Universität zu Köln sind Partner der Jülicher Atmosphärenforschung im neu gegründeten Forschungsverbund "The Reacting Atmosphere – Understanding and Management for Future Generations".

Die Veranstaltungsreihe des Wissenschaftsministeriums will den Austausch zwischen Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik fördern. So ist bei der Konferenz am 8. September Wissenschaftsministerin Svenja Schulze in Brüssel mit dabei.

"Grand Challenges - Answers from North Rhine-Westphalia"

Informationen zur Jülicher Stratosphärenforschung

121 Millionen-Dollar-Projekt mit Jülicher Beteiligung

Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) trägt zum Aufbau des Extreme Science and Engineering Discovery Environment (XSEDE) bei, das Ende Juli startete und von der US-amerikanischen National Science Foundation (NSF) in den nächsten fünf Jahren mit 121 Millionen Dollar gefördert wird.

XSEDE ist ein Verbund amerikanischer Rechenzentren, der den Anwendern – Wissenschaftlern aus verschiedensten Forschungsgebieten – einen möglichst einfachen Zugang zu Rechenzeit auf Superrechnern für ihre Simulationsvorhaben ermöglicht. Das Forschungszentrum Jülich ist als einzige außeramerikanische Einrichtung an XSEDE beteiligt. Es wird die unter Federführung des JSC entwickelte Zugangssoftware UNICORE (http://www.unicore.eu) für das Projekt zur Verfügung stellen und an die Anforderungen der Benutzer und Rechenzentren anpassen. UNICORE ist als Open Source-Software lizenziert und verschafft Anwendern über das Internet Zugriff auf die verschiedenen Superrechner. "Die Teilnahme an XSEDE ist ein Erfolg unserer Aktivitäten im Bereich der Standardisierung, die wir bei der Entwicklung von UNICORE betrieben haben", sagt Daniel Mallmann, Leiter der Jülicher Arbeitsgruppe "Föderierte Systeme und Daten".

An XSEDE sind neben dem Forschungszentrum Jülich noch 16 amerikanische Forschungseinrichtungen beteiligt. Das Vorhaben steht unter der Führung des National Center for Supercomputing Applications (NCSA) an der University of Illinois at Urbana-Champaign.

XSEDE: Extreme Science and Engineering Discovery Environment

Weiterführende Informationen zum JSC

Preis für bahnbrechende Simulationen an frühem Superrechner

Der ehemalige Jülicher Festkörperforscher Kurt Kremer hat im Frühjahr 2011 zusammen mit Gary S. Grest vom Sandia National Laboratory in Albuquerque den Polymer Physics Prize der American Physical Society (APS) erhalten. Die Gesellschaft würdigt damit frühe Arbeiten auf einem der ersten Superrechner des Forschungszentrums Jülich Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre als bahnbrechenden Beitrag, um numerische Simulationen als gleichwertiges Werkzeug neben dem klassischen Experiment und der theoretischen Analyse in der Polymerforschung zu etablieren.

Polymere bestehen aus langen Molekülketten – und das von Kremer belegte Reptationsmodell besagt, dass sich die Ketten nur entlang ihrer eigenen, vergröberten Kontur bewegen können. Aus dem Modell lassen sich verschiedene charakteristische Materialeigenschaften von Polymeren ableiten, wie zum Beispiel die Elastizität, das Formgedächtnis oder Fließverhalten. Mit dem von Kurt Kremer entwickelten Rechenmodell lässt sich unter anderem das Quellverhalten von Hydrogelen untersuchen, die eine große Bedeutung in der Biologie, in Lebensmitteln oder Hygieneprodukten haben, zum Beispiel für Babywindeln.

Der Aufsatz im Internet:
http://jcp.aip.org/resource/1/jcpsa6/v92/i8/p5057_s1
DOI:10.1063/1.458541

Meldung zum Thema

Informationen zum Jülich Supercomputing Centre

Jülich kooperiert mit preisgekröntem Unternehmen

Das Unternehmen 4Jet Technologies, spezialisiert auf das Bearbeiten und Reinigen von Oberflächen mit Laserstrahlen, wurde mit dem Deutschen Gründerpreis 2011 ausgezeichnet. Die Alsdorfer Firma und das Forschungszentrum Jülich wollen jetzt in dem Förderprojekt "Latext" zusammenarbeiten. Inhalt dieses neu beantragten Energie.NRW-Projekts ist die Texturierung von Ober- und Grenzflächen mit einem Laser, zum Beispiel in Solarzellen.

4Jet Technologies und das Jülicher Institut für Energie und Klimaforschung kooperieren bereits seit zwei Jahren im Bereich Laserprozesse für die Photovoltaik. In dem beantragten Projekt wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Abteilung "Materialien und Solarzellen" unter anderem untersuchen, wie sogenannte "Transparent Conductive Oxides" (TCO) für Solarzellen und Substratmaterialien mithilfe von Laserstrahlen eine optimale Oberflächentextur erhalten können. "Dabei geht es darum, die Oberfläche bestimmter Materialien in Solarzellen mit einem Laser so zu gestalten, dass wir eine optimale Lichtausbeute und damit Leistung der Zellen erreichen", erläutert Dr. Stefan Haas, der die Jülicher Arbeitsgruppe "Laserprozesse und Modultechnologie" leitet, die Hintergründe des sogenannten "Light-Trappings". Dabei geht es um Texturen im Mikrometer-Maßstab, also ein Tausendstel Millimeter groß.

Das Projekt "Latext" ist auf drei Jahre ausgelegt, aus dem Forschungszentrum sollen zwei Wissenschaftler an dem Projekt mitarbeiten.

Informationen zur Jülicher Photovoltaikforschung

4JET

Auf den Spuren unserer Existenz

Warum gibt es in unserem Universum mehr Materie als Antimaterie? Warum existiert das Universum in seiner gegenwärtigen Form? Eine mögliche Erklärung diskutierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei dem WE-Heraeus-Seminar "Search for Electric Dipole Moments at Storage Rings", das Prof. Hans Ströher und Dr. Frank Rathmann vom Institut für Kernphysik des Forschungszentrums Jülich Anfang Juli in Bad Honnef organisierten. Im Zentrum stand das Phänomen der sogenannten EDM, der permanenten elektrischen Dipolmomente (Electric Dipole Moments). Forscher bezeichnen damit das Vorhandensein von einem negativ und einem positiv geladenen Pol in einem Teilchen wie etwa einem Neutron. Ein EDM in einem solchen Teilchen wäre mit Standard-Teilchenphysik nicht zu beschreiben, könnte aber das Fehlen von Antimaterie in unserem Universum erklären. Ein Grund für Wissenschaftler, nach diesem Effekt zu fahnden – bisher ohne Erfolg. Ein wesentlicher Grund dafür: Für die Messung von EDM ist eine kaum fassbare Präzision erforderlich. Vor diesem Hintergrund beleuchteten die Forscher die physikalischen und technologischen Aspekte einer Suche nach EDM in zukünftigen Speicherringen.

Search for Electric Dipole Moments (EDMs) at Storage Rings

Informationen zum Jülicher Institut für Kernphysik

Informationen zum Jülicher Teilchenbeschleuniger COSY

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

Workshop der Fusionsforscher in Jülich

19. – 21. September, Forschungszentrum Jülich
Vom 19. bis zum 21. September 2011 treffen sich in Jülich Fusionswissenschaftler aus aller Welt, um über die Materialforschung für Kraftwerke nach dem Experimental-Fusionsreaktor ITER zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen Untersuchungen von Wandmaterialien in linearen Plasma-Anlagen. Die Tagung wird gemeinsam vom Forschungszentrum Jülich und dem amerikanischen Oak Ridge National Laboratory unter dem Dach der Internationalen Energieagentur (IEA) organisiert.

Mehr Informationen zum Workshop

Symposium zur Brennstoffzellen-Technologie

26. – 27. September, Stuttgart
Das Symposium f-cell ist der internationale Treffpunkt von mehr als 800 Teilnehmern zum Thema Brennstoffzelle. Fachbesucher haben die Möglichkeit, sich über die aktuellen Entwicklungen und neuen Märkte in den mobilen, portablen und stationären Anwendungen der Brennstoffzelle zu informieren. Der thematische Schwerpunkt 2011 lautet: "Mobile Anwendungen – Brennstoffzellen und Batterien bewegen die Zukunft".

f-cell: 26.-27.9.2011 in Stuttgart

Pressekontakt Kurznachrichten

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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