Suche

zur Hauptseite

Navigation und Service


Kurznachrichten Dezember 2011

Kölner Innovations-Preis für Peter Tass und ANM

Prof. Peter Tass vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin und das aus dem Forschungszentrum ausgegründete Medizintechnologie-Unternehmen ANM erhalten den diesjährigen Nicolaus August Otto Preis der Stadt Köln für Innovation. Der mit 15.000 Euro dotierte 1. Preis würdigt die "Entwicklung einer Plattformtechnologie im Bereich der Neuromodulation zur Therapie von Volkskrankheiten wie Parkinson, Tinnitus oder chronischer Schmerz", heißt es seitens der Stadt. Die Erfindung und Entwicklung der Coordinated Reset (CR)®-Neuromodulation von Tass und der ANM sei ein "wissenschaftlicher Durchbruch" bei der Therapie von Krankheiten, die durch eine krankhaft übersteigerte Synchronisation von Nervenzellenverbänden im Gehirn gekennzeichnet sind.

Die neurowissenschaftlich fundierte CR®-Technologie kann nicht nur eine akute Linderung der Symptome bewirken, sondern ermöglicht auch einen neuronalen Umbau und damit ein "Verlernen" der krankhaft synchronen Überaktivität in den betroffenen Hirnarealen. Dadurch werden die Symptome, wie zum Beispiel der störende Ton bei Tinnitus, verändert, verringert oder zum Verschwinden gebracht. Die CR®-Neuromodulation wird nicht nur bei Tinnitus eingesetzt, sondern auch bei anderen Krankheiten mit übermäßiger synchroner Nervenzellaktivität im Gehirn, beispielsweise Parkinson, chronischer Schmerz oder auch Depressionen.

Institut für Neurowissenschaften und Medizin - Neuromodulation

Informationen zu ANM

"Grüne Talente" im Forschungszentrum Jülich

Das Forschungszentrum Jülich war Gastgeber für eine Gruppe von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt, die sich mit Lösungen für den Klimawandel beschäftigen und nachhaltige Strategien für den Schutz der Umwelt entwickeln. Die 20 Nachwuchswissenschaftler sind Preisträger des diesjährigen "Green Talents"-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Im Forschungszentrum hatten sie Gelegenheit, sich über die Arbeiten ihrer Jülicher Kollegen zu informieren.

Die "grünen Talente" forschen in Maschinenbau, Bioprozesstechnik, Botanik, Wüstenforschung, Umwelt- und Wassergütetechnik, Geografie und Stadtplanung. In Jülich besuchten sie die Institute für Pflanzen- und Klimaforschung, das Jülich Supercomputing Centre und das Institut für Biotechnologie. Zudem hatten sie Gelegenheit zum Austausch mit Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die im Forschungszentrum arbeiten.

Der "Green-Talents"-Preis wird seit 2009 vom BMBF an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt für kreative und intelligente Lösungen in den Bereichen Klimaschutz, nachhaltige Ressourcen- und Landnutzung sowie Energieeffizienz verliehen. Der Wettbewerb soll außerdem die Kooperation zwischen jungen internationalen und deutschen Forscherinnen und Forschern stärken. Die 20 Gewinner besuchen deshalb Deutschlands renommierteste Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Bereich Nachhaltigkeit. Zusätzlich lädt das BMBF die Preisträger zu einem Forschungsaufenthalt nach Deutschland ein. Prof. Achim Bachem, Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, gehört zu den Juroren des Wettbewerbs.

Green Talents GruppenbildDie 20 Nachwuchswissenschaftler sind Preisträger des diesjährigen 'Green Talents'-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Sie forschen in Maschinenbau, Bioprozesstechnik, Botanik, Wüstenforschung, Umwelt- und Wassergütetechnik, Geografie und Stadtplanung. Rechts im Bild: Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forschungszentrums, Karsten Beneke (1. Reihe, 2.v.r.)
Quelle: Forschungszentrum Jülich

Green Talents

Video zum Besuch der Preisträger in Jülich (Website Green Talents)

Jülich ist starker Partner der europäischen Energieforschung

Das Forschungszentrum Jülich ist jetzt Partner in sechs von 13 Programmen des Europäischen Energieforschungsbündnisses EERA. Themen mit Jülicher Beteiligung sind neue Materialien, Solarenergie, Energiespeicher, Gasabtrennung, Bioenergie und Wasserstoff/Brennstoffzellen. Das ist ein Ergebnis, das Vorstandsmitglied Prof. Harald Bolt von der jüngsten Konferenz der EU Kommission zur europäischen Energieforschung Ende November in Warschau mitbrachte.

Mit dem übergreifenden „Strategic Energy Technology-Plan (SET-Plan)“ will die Europäische Kommission den Umbau des Energiesystems hin zu kosteneffektiven, kohlenstoffarmen Technologien beschleunigen. Besonders wichtig sind hierbei neue Werkstoffe. Hierzu hat die EU-Kommission mit 100 Experten und Harald Bolt als Berichterstatter einen Forschungsplan für die kommenden zehn Jahre ausgearbeitet. Ziel dieser Roadmap sind entscheidende Fortschritte bei den Werkstoffen für neue Energietechnologien.

Informationen zum SET-Plan

Informationen zu EERA

Roadmap for Low Carbon Energy Technologies

Informationen zur Jülicher Energie- und Klimaforschung

Biosensoren mit Transistoren aus Graphen

Bioelektronische Implantate sollen künftig zerstörte Sinneszellen ersetzen, um Menschen das Sehen oder Hören zu ermöglichen. Forscher der Technischen Universität München und des Forschungszentrums Jülichs haben gezeigt, dass sich lebendige Zellen und Mikroelektronik gut auf Basis von Bauteilen aus Graphen miteinander verbinden lassen. Die bisher verwendete Silizium-Technologie wirft an dieser Schnittstelle erhebliche Probleme auf. Sie passt weder zur Flexibilität biologischer Zellen noch zu deren wässriger Umgebung. Außerdem sind bisherige Implantate um ein Vielfaches größer als die Nervenzellen, mit denen sie kommunizieren sollen. Als eine besser geeignete Alternative könnte sich Graphen erweisen. Es besteht im Wesentlichen aus einem zweidimensionalen Netzwerk von Kohlenstoffatomen, bietet hervorragende elektronische Eigenschaften, ist chemisch stabil und biologisch gut verträglich. Es kann leicht zu flexiblen Folien verarbeitet werden und sollte sich in größeren Mengen kostengünstig herstellen lassen. Die Wissenschaftler ließen in ihren Versuchen Herzmuskelzellen über Graphen-Transistoren wachsen. Anschließend ermittelten sie mit diesen einfachen Biosensoren die Aktionspotenziale der Zellen – und zwar mit einem deutlich geringeren Grundrauschen als mit Silizium-basierter Technik. Die weitere Erforschung und Entwicklung von Bauteilen aus Graphen ist bereits geplant: In einem breit angelegten europäischen Projekt namens NEUROCARE untersucht die Arbeitsgruppe die Anwendungsmöglichkeiten für Gehirn-Implantate.

Originalpublikation:

Graphene Transistor Arrays for Recording Action Potentials from Electrogenic Cells Lucas H. Hess, Michael Jansen, Vanessa Maybeck, Moritz V. Hauf, Max Seifert, Martin Stutzmann, Ian D. Sharp, Andreas Offenhaeusser and Jose A. Garrido Advanced Materials 2011, 23, 5045-5049
DOI: 10.1002/adma.201102990

Informationen zum Peter Grünberg Institut

Informationen zum Jülicher Institute of Complex Systems

Pressemitteilung der TU München

Gemeinsames Seminar zur Strömungsmechanik

Das "digitale Flugzeug" gehört zu den fernen Zielen: Ende November trafen sich erstmals Doktoranden der DLR und des Jülich Supercomputing Centre (JSC) im Forschungszentrum Jülich. Sie beschäftigen sich mit Simulationen zur Strömungsmechanik auf Supercomputern. Ziel dieses ersten gemeinsamen Seminars war es, die Forschungsaktivitäten beider Institutionen in diesem Bereich gegenseitig besser kennenzulernen und damit die zukünftigen Arbeiten noch besser zu vernetzen.

Die DLR und das Forschungszentrum Jülich kooperieren seit längerem verstärkt bei numerischen Simulationen, da diese heute nicht mehr aus der Luft- und Raumfahrtforschung wegzudenken sind. Wichtiger Faktor ist dabei das enorme Potenzial zur Senkung der Entwurfsrisiken sowie die Verkürzung der Entwicklungszeiten. Neue Fluggeräte sollen zukünftig komplett im Rechner entwickelt und erprobt werden – das "digitale Flugzeug" ist die Vision.
Diese wird sich jedoch nur durch die Entwicklung fortschrittlicher Methoden und Technologien in allen Bereichen der Simulationstechnik realisieren lassen. Neben signifikanten Weiterentwicklungen in der physikalischen Modellierung und der Verbesserung numerischer Algorithmen sind der Zugang und die effiziente Nutzung von Supercomputern von strategischer Bedeutung.

Experten des JSC unterstützen die Arbeitsgruppen der DLR bei der Implementierung ihrer Simulationsprogramme auf den Jülicher Supercomputern und stellen Werkzeuge für die Leistungsanalyse und Optimierung der Programme zur Verfügung. Mehrere Projekte des DLR haben Rechenzeit auf dem Supercomputer JUROPA erhalten und können dort Simulationen durchführen, die mit eigenen Ressourcen nicht durchführbar sind.

Informationen zum Jülich Supercomputing Centre

News-Archiv Luftfahrt des DLR

Mobiles Radiometer in luftiger Höhe

Mehr Möglichkeiten für die Forschung bietet seit kurzem ein umfunktionierter Baukran auf dem TERENO-Standort Selhausen: An ihm ist nun ein L-Band Radiometer angebracht, das für die Jülicher Agrosphärenforscher vom Institut für Bio- und Geowissenschaften die oberflächennahe Bodenfeuchte ermittelt.

Vor einem Jahr war das Radiometer auf einem zehn Meter hohen Podest auf dem Acker installiert worden. "Nun ist das Radiometer an dem 20 Meter hohen Kran befestigt, der sich um 360 Grad drehen kann und direkt auf das Feld gerichtet ist. Damit können wir ein größeres Untersuchungsgebiet abdecken", sagt Dr. Lutz Weihermüller vom Forschungszentrum. Darüber hinaus können an dem Kranausleger zusätzliche Messgeräte installiert werden, wie etwa verschiedene Kameras. Mit ihnen erforschen die Wissenschaftler zum Beispiel die Photosyntheseaktivität der Vegetationsdecke, um die Radiometersignale besser interpretieren zu können. Den kompletten Umbau des Krans für den wissenschaftlichen Gebrauch, wie etwa die Entwicklung und Konstruktion der Befestigungsanlagen am Kranausleger oder die Steuerungs-Elektronik für die Geräte, hat das Jülicher Zentralinstitut für Technologie vorgenommen.

TERENO spannt ein Netzwerk zur Erdbeobachtung über ganz Deutschland auf, das sich von der norddeutschen Tiefebene bis zu den bayerischen Alpen erstreckt.
Ziel dieses einzigartigen Großprojektes ist die Katalogisierung langfristiger ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Auswirkungen des globalen Wandels auf regionaler Ebene.

Informationen zur Jülicher Agrosphärenforschung

Informationen zu TERENO

Informationen zum Zentralinstitut für Technologie

Ehrenmedaillen für Jülicher Wissenschaftler

Dr. Reinhard Lennartz, Leiter des Geschäftsbereichs Sicherheit und Strahlenschutz, und Jürgen Höbig, im Geschäftsbereich unter anderem für die Projektbetreuung zuständig, wurden mit der Ehrenmedaille des National Nuclear Center von Kasachstan ausgezeichnet. Damit würdigt die ehemalige Sowjetrepublik die Unterstützung der Jülicher Fachleute bei der Sicherung des ehemaligen russischen Atomwaffentestgeländes von Semipalatinsk. Lennartz und Höbig beraten Wissenschaftler und Verantwortliche vor Ort, seit Semipalatinsk vor 20 Jahren offiziell geschlossen wurde. Die Auszeichnung erhielten sie im Rahmen der internationalen Konferenz „Nuclear and Radiation Physics“ in Almaty.

Informationen zum Geschäftsbereich Sicherheit und Strahlenschutz

Jülicher Forscher in der Ruhmeshalle

Prof. Detlev Stöver vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung wurde im Rahmen der diesjährigen internationalen thermischen Spritztagung in Hamburg in die „Ruhmeshalle des thermischen Spritzens“ aufgenommen. Die Auszeichnung ist die höchste zu vergebende im Bereich des thermischen Spritzens und wird nur an besonders verdiente Personen verliehen. In der Laudatio der Thermal Spray Society (TSS) heißt es, Stöver erhalte den Preis aufgrund „seiner Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung der thermischen Spritztechnik, besonders im Bereich der Anwendungen in verschiedenen Energiewandlungssystemen, wie z.B. Hochtemperaturbrennstoffzellen oder Gasturbinen, sowie für die Ausbildung des Nachwuchses hin zu hochqualifizierten Mitarbeitern in der thermischen Spritztechnologie“.

Informationen zum Institut für Energie- und Klimaforschung – Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren

Ehrendoktorwürde für Christian Patermann

Die Landwirtschaftliche Fakultät der Universität Bonn verlieh Dr. Christian Patermann den Ehrendoktor in den Agrarwissenschaften. Die Universität würdigte damit seine Verdienste um die europäische Agrar- und Ernährungsforschung. Patermann ist Berater des Landes NRW für die wissensbasierte Bioökonomie und Mitglied des Bioökonomierates der Bundesregierung. Mit seinem Engagement habe Patermann Schwerpunkte für die nachhaltige Landnutzung und Sicherung der Lebensmittelversorgung gesetzt, so Prof. Karl Schellander, Dekan der Landwirtschaftlichen Fakultät der Universität Bonn.

Patermann, langjährige Direktor der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission, ist auch Förderer des Bioeconomy Science Center (BioSC). In diesem Netzwerk forschen die RWTH Aachen, die Universitäten Bonn und Düsseldorf und das Forschungszentrum Jülich an Grundlagen für eine nachhaltige Ökonomie auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Das BioSC umfasst 54 Institute mit über 1200 Mitarbeitern. Sie forschen zusammen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft an Grundlagen für eine zukünftige Bioökonomie.

Informationen zum BioSC

Informationen zur Jülicher Pflanzenforschung

Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs¬zentrum Jülich, unter anderem:

NIC-Symposium 2012

7. – 8. Februar, Forschungszentrum Jülich, Hörsaal
Beim 6. Symposium des John von Neumann-Instituts für Computing (NIC) stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in 15 Vorträgen die Forschungsergebnisse der Projekte vor, die in den letzten zwei Jahren auf den im Rahmen des NIC verfügbaren Supercomputern durchgeführt wurden.

Mehr Informationen zum Symposium

Pressekontakt Kurznachrichten:

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de
Annette Stettien, Tel.: 02461 61-2388, a.stettien@fz-juelich.de


Servicemenü

Homepage