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Kurznachrichten Mai 2011

Neue Erdbebenstation am Wetterturm

Ein neu neben dem Wetterturm auf dem Campus des Forschungszentrums Jülich installiertes Seismometer zeichnet seit Mai vor Ort Erdbeben und auch künstliche Erschütterungen auf. Dank der Zusammenarbeit des Jülicher Geschäftsbereichs Sicherheit und Strahlenschutz mit der Erdbebenstation Bensberg der Uni Köln sind die Daten demnächst mit weniger als einer halben Stunde Verzögerung im Internet abzurufen. Sie stehen damit als wichtige Hintergrundinformation für Experimente zur Verfügung.
"War da was?" – Bisher konnten wissenschaftliche sowie technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Experimente nicht auf lokale Daten über Erschütterungen der Erde zurückgreifen. Das Jülicher Seismometer war ungeschützt vor oberirdischen Störungen in einem Bürogebäude untergebracht. Die so aufgezeichneten Daten rief die Erdbebenstation Bensberg nur in größeren Abständen über eine Telefonleitung ab. Burkhard Heuel-Fabianek und Peter Schulte vom Forschungszentrum Jülich war das zu wenig. Sie veranlassten, dass das Häuschen einer ehemaligen radiologischen Messstation nun am Wetterturm steht. Klimatisiert, abgeschirmt und ans Internet angeschlossen, bietet es beste Voraussetzungen für sichere Messdaten des Seismometers. Die Erdbebenstation Bensberg bereitet die Daten als Seismogramme auf und stellt sie ins Internet, wo sie auch rückwirkend abgerufen werden können.

Universität zu Köln - Erdbebenstation Bensberg

Rechenzeit für John von Neumann-Exzellenz-Projekte

Forschungsvorhaben von Dr. Christian Hoelbling von der Universität Wuppertal und von Prof. Wolfgang Paul von der Universität Halle wurden als "John von Neumann Exzellenz-Projekt 2011" ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung verbunden ist Rechenzeit am Jülich Supercomputing Centre (JSC). Die Projekte der beiden Wissenschaftler wurden wegen ihrer ausgezeichneten Vorarbeiten, der hohen Bedeutung der zu erwartenden Erkenntnisse und der Qualität der eingesetzten Methoden aus über 100 Bewerbungen ausgewählt. Ziel des Forschungsprojekts von Christian Hoelbling ist es, die in der Natur vorhandene Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie besser zu verstehen. In dem Projekt von Wolfgang Paul geht es um die Erforschung der rätselhaften Zwischenphase in Nanokomposit-Materialien. Als virtuelles Labor ermöglichen Jülicher Supercomputer die Simulation verschiedenster komplexer Vorgänge vom Bereich der Teilchenphysik bis hin zur Astrophysik und von der Wechselwirkung von Quarks auf der einen Seite bis hin zur Entstehung von Galaxien. Das John von Neumann-Institut für Computing (NIC) verteilt als gemeinsame Einrichtung dreier Mitglieder der Helmholtz-Gemeinschaft die Rechenzeit an einigen der schnellsten Supercomputer Deutschlands, unter anderem auch auf JUGENE, einem der schnellsten Rechner Europas.

NIC - Exzellenzprojekte 2011
Jülich Supercomputing Centre
John von Neumann Institut für Computing

Workshop zu magnetischen Störfeldern

60 Kernfusions-Spezialisten aus aller Welt trafen sich im April im Forschungszentrum Jülich, um das Thema "Fusion meets Chaotic Dynamics" zu diskutieren. Roter Faden des fünften "Workshops on Stochasticity in Fusion Plasmas" (SFP) war die Anwendung von zusätzlichen magnetischen Störfeldern ("Resonant Magnetic Perturbations", RMP), die in einer Brennkammer in die Plasma-Randschicht gezielt eingreifen. Damit verhindern sie Instabilitäten dieser Schicht – sogenannte "Edge Localised Modes" (ELMs), die immer wieder in kurzen Pulsen ihren Energieinhalt auf relativ kleine Flächen der Brennkammerwand ausstoßen, sowie Plasma-Abbrüche ("Disruptionen"), die sogar die gesamte im Plasma gespeicherte Energie in nur einer Millionstel Sekunde auf der Wand abladen. Für eine lange Lebensdauer der Brennkammer und damit für den wirtschaftlichen Betrieb eines Fusionskraftwerks muss beides zuverlässig verhindert werden. Das Forschungszentrum Jülich konnte auf diesem Feld bereits im Jahr 2002 mit dem Dynamischen Ergodischen Divertor (DED) an seinem Fusionsexperiment TEXTOR Erfolge verbuchen. Jülicher Wissenschaftler sind auch an anderen Fusionsexperimenten (JET in Abingdon/Großbritannien, DIII-D in San Diego/USA und aktuell ASDEX Upgrade in Garching bei München) beteiligt. Auf der Grundlage der dort erzielten Ergebnisse wurde jetzt der Einbau von RMP-Störspulen auch für den Testreaktor ITER vorgeschlagen. ITER (lat. "der Weg") ist zurzeit im Süden Frankreichs in internationaler Zusammenarbeit im Bau und soll ab dem Jahr 2019 mindestens 500 Millionen Watt Fusionsleistung erzeugen. Bei diesem nächsten Schritt hin zum Fusionskraftwerk ist es entscheidend, die Kammerwand möglichst gering zu belasten. Die Teilnehmer der Jülicher SFP-Tagung diskutierten darum vor allem, wie die experimentelle RMP-Datenbank weiter vervollständigt und wie die zur Hochrechnung auf ITER-Bedingungen notwendige Plasma-Theorie weiter vervollkommnet werden kann.

Weitere Informationen zu SFP 2011
Institut für Energie- und Klimaforschung - Plasmaphysik

EERA zieht erstmals Bilanz

Drei Jahre nach Gründung der "European Energy Research Alliance" (EERA) fand im April der erste Jahreskongress dieses Projektes von hochrangigen europäischen Forschungsinstituten aus der Energieforschung statt. Dabei wurden in Brüssel erste Ergebnisse vorgestellt und die strategische Weiterentwicklung der EERA Joint-Programme im Rahmen des europäischen Strategic Energy Technology-Plans diskutiert. Rund 1000 Wissenschaftler sind gegenwärtig an EERA beteiligt; Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich arbeiten am Programm zur Kohlendioxid-Abspaltung und –Speicherung, an der Weiterentwicklung der Photovoltaik und im Bereich Bioenergie mit.

Zehn führende Energieforschungsorganisationen Europas schlossen sich 2008 zur "European Energy Research Alliance" zusammen. Ziel von EERA sind gemeinsame Forschungsinitiativen, um die Entwicklung neuer Energietechnologien zu beschleunigen.

European Energy Research Alliance
Jülicher Forschung zu Gastrennmembranen
Institut für Energie- und Klimaforschung - Photovoltaik

HITEC-Studenten in Klausur

Erstmals gingen Doktoranden und Doktorandinnen der neuen Graduiertenschule HITEC (Helmholtz Interdisciplinary Doctoral Training in Energy and Climate) in Klausur. Schwerpunkt dieses sogenannten "Retreats" war die gegenseitige Vorstellung der Promotionsthemen, der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Fragestellung und der verwendeten Methoden. Zudem stellte der Sprecher der Graduiertenschule, Prof. Uwe Rau vom Forschungszentrum Jülich, Aufbau und Ziele von HITEC vor. Erst im April hatte das Forschungszentrum gemeinsam mit fünf Partneruniversitäten Fördermittel der Helmholtz-Gemeinschaft zur Einrichtung der Graduiertenschule für Energie und Klima erhalten. Insgesamt 41 Studenten kamen zum "Retreat" nach Schleiden in der Eifel. Mit dabei waren drei Doktoranden der Partnerhochschulen Wuppertal und Aachen. Rückblickend zieht das Organisationskomitee, bestehend aus Carole Babelot, Jörg Brandenberg, Svenja Ebert, Maurice Nuys und Olga Suminska vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung ein überaus positives Fazit. Viele der Teilnehmer werteten die Klausur als gelungen Auftakt von HITEC. Das Ziel der über sechs Jahre mit insgesamt 2,4 Millionen Euro geförderten Graduiertenschule ist es, die Promotionstätigkeit von rund 225 Doktorandinnen und Doktoranden durch ein interdisziplinäres und überfachliches Ausbildungsangebot zu unterstützen.

Presseinformation zum Start von HITEC

Humboldt-Stipendiatin aus Brasilien in der ZCH

Dr. Alessandra Sussulini hat als Forschungsstipendiatin der Alexander von Humboldt-Stiftung im Mai in der Arbeitsgruppe von Dr. habil. J. Sabine Becker in der Zentralabteilung für Chemische Analysen (ZCH) des Forschungszentrums Jülich begonnen. Die junge Wissenschaftlerin kommt von der University of Campinas, Brasilien, und wird ein Jahr im Forschungszentrum die Entwicklung einer analytischen Technik (Nano-Laserablations-ICP-MS) vorantreiben. Mit dieser neuartigen Technik kann die Verteilung von Metallspuren in dünnen Gehirnschnitten zum Studium neurodegenerativer Erkrankungen (z.B. Alzheimer) erforscht werden.

Zentralabteilung für Chemische Analysen
BRAINMET

Konferenz zur Kohlendioxid-Abtrennung

Die Möglichkeiten der Kohlendioxid-Abtrennung in Kohlkraftwerken und ihre Effizienz stehen im Mittelpunkt der "International Conference on Energy Process Engineering" (ICEPE) vom 20. bis 22. Juni in Frankfurt am Main. Wissenschaftliche Leiter der Konferenz sind Prof. Detlef Stolten vom Forschungszentrum Jülich und Prof. Viktor Scherer von der Uni Bochum; weitere Wissenschaftler aus Jülich nehmen an der Konferenz teil. In parallelen Vortragsreihen sollen die technisch relevanten Möglichkeiten der Kohlendioxid-Abscheidung in der wissenschaftlichen und technologischen Tiefe behandelt und diskutiert werden.

ICEPE 2011
Informationen zu Jülicher Forschung zur Kohlendioxid-Abscheidung

Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

Wissenschaftssommer 2011

4. – 9. Juni 2011, Kurfürstliches Schloss, Mainz
"Forschung für unsere Gesundheit" – so lautet das Motto des von Wissenschaft im Dialog (WiD) ausgerufenen Wissenschaftsjahres 2011. Beim Wissenschaftssommer in Mainz präsentieren sich Schülerlabore der Helmholtz-Gemeinschaft mit Mitmachexperimenten – auch das JuLab des Forschungszentrums Jülich ist dabei. Am Stand kann man unter anderem die eigene DNA isolieren, sichtbar machen und mit nach Hause nehmen. Außerdem kann der Frage nachgegangen werden, wie Wahrnehmung funktioniert und wie Informationen eigentlich in unser Gehirn gelangen.

Wissenschaft im Dialog: Programm des Wissenschaftssommers 2011

Workshop Computer und Biophysik

20. – 22. Juli 2011, Forschungszentrum Jülich, Auditorium
Der Workshop "From Computational Biophysics to Systems Biology 2011 (CBSB11)" im Auditorium des Forschungszentrums Jülich beschäftigt sich mit vier Themen: Proteinfaltung und -aggregation, Multiprotein-Komplexe und supramolekulare Ansammlungen, Zelluläre Umgebungen und Wechselwirkungen sowie Modelle, Algorithmen und Computer.

From Computational Biophysics to Systems Biology (CBSB11)

Pressekontakt Kurznachrichten

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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