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Kurznachrichten September 2011

Aufgeklärt: Ursprung des „planaren Hall-Effektes“

Kleine Ursache, große Wirkung – nach diesem Prinzip funktionieren sogenannte magnetoresistive Sensoren. Sie registrieren schwache Änderungen eines magnetischen Feldes durch eine starke Änderung des elektrischen Widerstands. Bekanntes Beispiel ist der Riesenmagnetwiderstandseffekt, für dessen Entdeckung der Jülicher Forscher Peter Grünberg 2007 den Physik-Nobelpreis erhielt. Dieser Effekt ermöglichte den Durchbruch zu Gigabyte-Festplatten.
Neue Forschungsergebnisse von Physikern aus dem Jülicher Peter Grünberg Institut rücken nun einen magnetoresistiven Effekt in ein neues Licht, der bisher als wenig relevant für Anwendungen galt: Die Forscher wiesen nach, dass der sogenannte planare Hall-Effekt in die Klasse der anisotropen Magnetowiderstandseffekte eingeordnet werden kann, die industriell bereits vielfach genutzt werden. Dazu untersuchten sie experimentell und theoretisch, welchen Einfluss die Temperatur und die räumliche Orientierung der Magnetisierung auf den elektrischen Widerstand einer nanokristallinen Kobalt-Eisen-Bor-Legierung haben. Ihre Ergebnisse helfen, Sensoren mit höchster Sensitivität zu entwickeln, die etwa in der magnetischen Biosensorik von Nutzen sein können.

Der Aufsatz im Internet:
Origin of the Planar Hall Effect in Nanocrystalline

Weiterführende Informationen zum Peter Grünberg Institut

Dem Bewusstsein auf der Spur

Neurowissenschaftliche Bildgebung leistet einen wichtigen Beitrag bei der Entschlüsselung des menschlichen Bewusstseins. Bislang sind jedoch keine eindeutigen Zuordnungen der Inhalte von Gedanken, Empfindungen und Wahrnehmungen auf der einen und neuralen Vorgängen auf der anderen Seite möglich. Eine Tagung des Jülicher Instituts für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Ethik in den Neurowissenschaften, unternimmt jetzt den Versuch, der „Entschlüsselung des menschlichen Bewusstseins“ näherzukommen. Dazu treten im Bonner Wissenschaftszentrum am 6. und 7. Oktober namhafte Philosophen und Neurowissenschaftler in einen Dialog; zum Teil kommen sie aus dem Forschungszentrum Jülich.
So spricht zum Auftakt der Tagung am Donnerstag, 6. Oktober, um 10.15 Uhr im Wissenschaftszentrum Bonn der Jülicher Hirnforscher Prof. Karl Zilles über „Wahrnehmen, Denken und Handeln oder von der Sprache des Gehirns“. Prof. N. Jon Shah, der an dem Jülicher Institut den Bereich „Physik der Medizinischen Bildgebung“ leitet, hält um 13.45 Uhr den Vortrag: „Do you need your head looking into? Eine Einführung in die Möglichkeiten der MRT“.
Die Jülicher Hirnforscherin Prof. Katrin Amunts referiert am Freitag, 7. Oktober, um 9 Uhr über „Architektur des Gehirns – Variabilität und Veränderung“. Ihr folgt um 10 Uhr Prof. Dieter Sturma, der in Jülich den Bereich „Ethik in den Neurowissenschaften“ leitet. Titel seines Vortrags: „Sprache des Denkens“. Prof. Kai Vogeley beendet die Reihe von Beiträgen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Forschungszentrum. „Neurale Repräsentation sozialer Interaktion“ lautet der Titel seines Vortrags, der um 12.15 Uhr beginnt.
Die Tagung ist öffentlich und kostenlos; um Anmeldung per Email unter u.kappertz@fz-juelich.de wird gebeten.

Weitere Informationen:
Entschlüsselung des Bewusstseins

Informationen zum Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin

Informationen zum Wissenschaftszentrum Bonn

Treffen der Fusionsforscher

Rund 60 Studenten, Doktoranden und Postdocs aus aller Welt waren in diesem Jahr Gäste der „Carolus Magnus Summer School on Plasma and Fusion Energy Physics“, zu der das Forschungszentrum Jülich gemeinsam mit der „Ecole Royale Militaire / Koninklijke Militaire School“(Brüssel), dem „FOM Institute for Plasma Physics“ (Nieuwegein) sowie dem Nuklear-Forschungszentrum SCK-CEN (Mol) eingeladen hatte. Im niederländischen Weert bei Roermond brachten Fusionsforscher aus ganz Europa – darunter viele Wissenschaftler aus dem Forschungszentrum Jülich – den Nachwuchs auf den neuesten Stand ihrer Wissenschaft. So besichtigten die Teilnehmer die Jülicher Fusionsexperimente TEXTOR und PSI-2; sie erfuhren bei dieser Gelegenheit einiges über die Jülicher Pläne, die Forschung auf die Bedürfnisse des Experimental-Fusionsreaktors ITER und nachfolgender Kraftwerke konsequent neu auszurichten. Hohe Wärme- und Teilchenflüsse begrenzen die Lebensdauer der inneren Kammerwand in einem Fusionsreaktor, Neutronenstrahlung verursacht zusätzliche Schäden. Vor diesem Hintergrund wird in Jülich daran geforscht, die Materialien für diese Kammerwand in puncto Haltbarkeit zu optimieren.

Informationen zur Sommerschule
Informationen zum Jülicher Institut für Plasmaphysik
Informationen zu ITER

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

Dritte „Kleine Nacht der Wissenschaft“

23. September, Kulturbahnhof, Jülich
Im Jahr der Gesundheit steht die mittlerweile dritte „Kleine Nacht der Wissenschaft“ des Forschungszentrums unter dem Thema Demenz und Demenzforschung. Im Kulturbahnhof Jülich wird zuerst der Film „Der Tag, der in der Handtasche verschwand“ gezeigt. Bei der anschließenden Diskussion sitzen auf dem Podium: Prof. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich; Prof. Gereon R. Fink, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Kognitive Neurologie; Prof. Dieter Sturma, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Ethik in den Neurowissenschaften und Dr. Klaus Maria Perrar, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Kreis Düren. Beginn ist um 18 Uhr; der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
http://www.kuba-juelich.de

Jülicher Wissenschaftler bei „Tatort Eifel“

23. September, Forum Daun, Daun/Eifel
Prof. Karl Zilles vom Institut für Neurowissenschaften und Medizin gehört zu den Referenten beim diesjährigen Krimi-Festival „Tatort Eifel“ in Daun. Der Jülicher Hirnforscher gibt unter dem Titel „Medizin im Krimi - Dealing with hopes and fears?“ Einblick darin, welche medizinischen Forschungen aktuell besonderen Anlass dazu bieten, Hoffnungen und Ängste bei Patienten zu wecken, und wie die Wissenschaft selbst damit umgeht. Beginn ist um 16 Uhr.

Weitere Informationen:
http://www.tatort-eifel.de

Informationen zur Jülicher Hirnforschung

Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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