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Kurznachrichten März 2013

Jülich an neuem Batterieforschungsprojekt beteiligt

Im Forschungsverbund "MEET Hi-EnD" arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler daran, Batterien mit deutlich höheren Energiedichten zu entwickeln. Ziel: ein breiter Einstieg in die Elektromobilität. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen der Förderinitiative "Exzellenz und technologische Umsetzung der Batterieforschung – ExcellentBattery" mit insgesamt rund 8,1 Millionen Euro. Davon entfallen rund 2,5 Millionen Euro auf das Forschungszentrum Jülich.

Die Abkürzung "MEET HiEnD" steht für "Materialien und Komponenten für Batterien mit hoher Energiedichte". Mithilfe neuer Zellkomponenten wollen die beteiligten Wissenschaftler die Energiedichte der gegenwärtig verfügbaren Lithium-Batterien verfünffachen. Am Ende soll damit die Reichweite von Elektrofahrzeugen erhöht werden. Partner im Verbund sind neben Jülich die RWTH Aachen, die Universität Münster, das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die Firma ECC Reppening und die Mie University Japan. Die Firmen Robert Bosch GmbH und die BMW AG haben im Projekt eine begutachtende Funktion.

Beim Abschluss des Projektes im Jahr 2015 wollen die Partner Ergebnisse für eine Prototyp-Zellfertigung haben. Der Titel des Teilvorhabens der Jülicher Wissenschaftler vom Institut für Energie- und Klimaforschung lautet: "Neue Elektroden, Elektrolyt- und Schutzschichtkonzepte für Lithiumbatterien mit hoher Energiedichte". Dazu haben sie sich folgende Schwerpunkte gesetzt: Neben der Synthese innovativer, sicherer Elektrolyte, die die klassischen Flüssigelektrolyte in den aktuell verwendeten Lithium-Ionen-Batterien ersetzen können, geht es um die elektrochemische und thermodynamische Charakterisierung dieser Materialien. Neuartige Anodenschutzschichten sollen diese mit den neuen Hochleistungselektrolyten verträglich und kompatibel für eine neue Zellchemie machen.

Im Fokus des Interesses steht dabei eine neue Generation von Hochenergiebatterien, unter anderem die Lithium-Luft-Zelle. Mit den kooperierenden Industriefirmen sollen die hergestellten Zellen auf ihre Leistungsfähigkeit geprüft und der Transfer der Ergebnisse in die Produktion und Anwendung vorbereitet werden. Zudem ist der Aufbau einer Informations- und Ausbildungsplattform geplant, die als Grundlage für eine nachhaltige Verbreitung der entwickelten Energiespeicherkonzepte und Materialinnovationen dienen kann.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IEK-1)

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Hochleistungswerkstoffe für effiziente Energiewandlung und -speicherung (IEK-2)

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Grundlagen der Elektrochemie (IEK-9)

Studie: Wissenschaftsjournalismus vs. Neue Medien

Der klassische Wissenschaftsjournalismus hat aus Sicht von Neurowissenschaftlern im Vergleich zu den Neuen Medien gegenwärtig noch immer eine größere Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommen Dr. Joachim Allgaier vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin und seine vier Koautoren in der Fachveröffentlichung "Journalism and Social Media as Means of Observing the Contexts of Science". Für die Studie befragten Allgaier und Kollegen 257 Neurowissenschaftler in den USA und Deutschland. Sie erscheint im renommierten Fachmagazin „BioScience“ des American Institute of Biological Sciences (AIBS).

Im Zentrum des Beitrags steht die Frage, welches Kommunikationsmedium – Journalismus oder Soziale Medien/Blogs – von den Wissenschaftlern bevorzugt wird. In der Wissenschaftskommunikation vor allem in den USA wird die Rolle von Science Blogs und Sozialen Netzwerken als immer bedeutsamer eingeschätzt. Doch die Ergebnisse von Allgaier und seinen Kollegen – Prof. Sharon Dunwoody und Prof. Dominique Brossard von der University of Wisconsin sowie Yin-Yueh Lo und Prof. Hans Peter Peters vom Jülicher Institut – relativieren die gegenwärtige Bedeutung der neuen Medien. Ihr Fazit: Obwohl viele der befragten Neurowissenschaftler auch den Neuen Medien einen wichtigen Einfluss auf die öffentliche Meinung und politische Entscheidungen zusprechen, neigen sie nicht dazu, diese Medien als Informationsquelle über die öffentliche Darstellung aktueller wissenschaftlicher Ergebnisse und Entwicklungen selbst zu nutzen. Zudem werden journalistische Medien noch häufiger als die Neuen Medien als einflussreich wahrgenommen.

Originalveröffentlichung:

Journalism and Social Media as Means of Observing the Contexts of Science. Joachim Allgaier, Sharon Dunwoody, Dominique Brossard, Yin-Yueh Lo, Hans Peter Peters.
BioScience, Band 63, Heft 4, http://www.jstor.org/stable/10.1525/bio.2013.63.4.8

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Ethik in den Neurowissenschaften (INM-8)

Mit "GALAXI" Nanokristalle untersuchen

Ein verdientes Forschungsinstrument ist nach Jülich zurückgekehrt und hat am Peter Grünberg Institut einen neuen Platz gefunden. Mit der Röntgenkleinwinkelstreuanlage namens „GALAXI“ wollen die Forscher im Institutsbereich Streumethoden die Selbstorganisation magnetischer Nanokristalle untersuchen, die einmal für die Speicherung von Daten in der Informationsverarbeitung Verwendung finden sollen. Betriebsbereit ist das Instrument, das auch externen Wissenschaftlern zur Verfügung stehen wird, voraussichtlich im Mai.

Die Anlage, die Strukturen im Nanometerbereich mithilfe von Röntgenstrahlen sichtbar machen kann, wurde ursprünglich in den 1980er-Jahren vom Forschungszentrum Jülich am Speicherring DORIS III in Hamburg aufgebaut und dort erfolgreich betrieben. Nachdem DORIS III im Oktober 2012 abgeschaltet worden war, hat ein Team aus Forschern, Ingenieuren und Technikern des Instituts, der institutseigenen Werkstatt und des Zentralinstituts für Engineering, Elektronik und Analytik das Gerät für den Betrieb an einer neuartigen Laborröntgenquelle umgebaut, die Röntgenstrahlen von einer zehnmal höheren Intensität erzeugt als der abgeschaltete Speicherring.

Informationen zum Peter Grünberg Institut, Bereich Streumethoden (PGI-4)

Ehrenprofessur für Paolo Carloni

Hohe Auszeichnung für Prof. Paolo Carloni: Der Leiter des Instituts für Computational Biophysics am Forschungszentrum Jülich erhielt die Ehrenprofessur der Vietnam National University (VNU). Die größte vietnamesische Universität in Hoh-Chi-Minh-Stadt honorierte damit Carlonis Einsatz für die deutsch-vietnamesische Zusammenarbeit in den Wissenschaften, unter anderem bei der Gründung der Computational Biomedical Group an der VNU.

Seit über sieben Jahren bietet der Wissenschaftler, der auch die Forschungsgruppe Computational Biophysics an der German Research School for Simulation Sciences (GRS) in Jülich leitet, Vorlesungen und Seminare in Vietnam an. In den Jahren 2010 und 2012 gehörte Carloni zu den Organisatoren internationaler Konferenzen zu Computational Biophysics und Computational Medicine in Vietnam.

An der GRS gab es eine weitere Ehrung: Der junge Physiker Chao Zhang erhielt für exzellente Leistungen im Rahmen seiner Promotion den "2012 Chinese Government Award for Outstanding Self-financed Students" des Chinese Scholarship Council (CSC).

German Research School for Simulation Sciences (GRS)

Institute of Advanced Simulation, Bereich Computational Biomedicine (IAS-5)

27. UMBRELLA Symposium in Jülich

Themen der klassischen Festkörperforschung sowie aus den Bereichen Energie- und Informationstechnologie standen im Mittelpunkt des 27. UMBRELLA Symposiums im Forschungszentrum Jülich. Unter dem Titel "Nanoscale Physics and Chemistry as Drivers for Future Technological Developments" hatten die Teilnehmer Gelegenheit, rund 30 Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Israel Institute of Technology (kurz Technion) in Haifa, der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich zu hören. Den Beiträgen folgten Diskussionen sowie Pläne für gemeinsame wissenschaftliche Projekte, die im Rahmen der UMBRELLA-Kooperation gefördert werden.

UMBRELLA ist eine der ältesten internationalen Forschungskooperationen, die die RWTH und das Forschungszentrum Jülich unterhalten. Das nächste Symposium findet im Frühjahr 2014 an der RWTH in Aachen statt.

Informationen zum 27. UMBRELLA Symposium

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs¬zentrum Jülich, unter anderem:

Internationale Physikolympiade: Deutsches Finale in Jülich

7. April, Forschungszentrum Jülich, Jülich Supercomputing Centre (JSC)

Das Forschungszentrum Jülich trägt auch in diesem Jahr die deutsche Finalrunde der Internationalen Physikolympiade aus. Die Teilnehmenden haben sich unter mehr als 350 Schülerinnen und Schülern qualifiziert. Die Finalisten, die Deutschland international vertreten werden, erhalten ihre Siegerurkunden in einer Feierstunde am Sonntag, 7. April, von 10 Uhr an im Jülich Supercomputing Centre (JSC). Den Festvortrag "Die Energiewende" hält Prof. Christoph Buchal, der auch sein neues Buch "Strom" vorstellt, das in Kürze erscheinen wird.

Mehr Informationen zur Internationalen Physikolympiade

Mediathek:

JUQUEEN im aktuellen "Forschen in Jülich"

Der schnellste Rechner Europas, „JUQUEEN“ Im Forschungszentrum Jülich, steht im Mittelpunkt der neuen Ausgabe von "Forschen in Jülich". Die "Königin der Rechner" ist leistungsstärker als 90.000 PCs, verbraucht dabei aber weniger Strom als ihre Jülicher Vorgänger. Weitere Themen sind die Silizium-Luft-Batterie und eine neue Simulation, die erklärt, warum Sterne verschwinden. Vorgestellt wird auch die Studie einer Jülicher Wissenschaftlerin aus dem Bereich der Neuroökonomie – einem neuen Forschungszweig, bei dem Fragen aus der Wirtschaft mit Erkenntnissen der Gehirnforschung verbunden werden.

Das Jülicher Magazin gibt es als App für Android und für Apple: Dort ist es ab sofort über den Zeitungskiosk erhältlich. Als E-Book und als PDF ist das Magazin auf der Website des Forschungszentrums aufrufbar.

Das neue "Forschen in Jülich" zum Herunterladen und als e-Paper

Das neue "Forschen in Jülich" als app

Neuer "Exascale"-Newsletter erschienen

Das "Human Brain Project" hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das bestehende Wissen über das menschliche Gehirn zusammenzufassen und die Abläufe im Gehirn in einem Modell zu simulieren. Um das komplexe Hirnmodell zu realisieren, werden bedeutend schnellere und leistungsfähigere Supercomputer benötigt. Einen solchen Rechner wird das Jülich Supercomputing Centre (JSC) bis 2020 aufbauen. Dies ist das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe des Jülicher "Exascale"-Newsletters, die jetzt erschienen ist.

Der neue "Exascale"-Newsletter zum Herunterladen

Pressekontakt für die Kurznachrichten: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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