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Kurznachrichten September 2014

Jülicher Expertise am CSSB

Im Mittelpunkt des neuen Zentrums für strukturelle Systembiologie (engl. Centre for Structural Systems Biology, CSSB) auf dem Campus des Deutschen Elektronen-Synchrotons (DESY) in Hamburg steht die Erforschung von Krankheitserregern. Neun Partner – darunter das Jülicher Institute of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6) – wollen dort mithilfe von Röntgenquellen besonders die Angriffsmechanismen von Viren, Bakterien und Parasiten atomgenau entschlüsseln. Jetzt wurde der Grundstein für das neue Forschungsgebäude des CSSB gelegt. In zwei Jahren soll der 38-Millionen-Euro-Bau bezogen werden.

Im CSSB erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Wechselwirkung von Krankheitserregern mit ihren Wirten. Bei DESY können sie mit Supermikroskopen wie PETRA III oder European XFEL biologische Proben auf verschiedene Arten untersuchen und die molekularen Grundlagen von Krankheiten mit extrem hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung analysieren.

Damit diese weltweit einzigartigen Röntgenquellen auch der Jülicher Strukturbiologie zur Verfügung stehen, beteiligt sich das ICS-6 mit einer Abteilung vor Ort. Diese "Außenstation" unter Leitung von Prof. Jörg Labahn untersucht die Strukturen von Proteinen mittels Röntgenstrukturanalyse. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Membranproteinen wie der Gamma-Sekretase, die eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Alzheimerschen Demenz spielt. Im Gehirn spaltet sie das kleine Amyloid-beta-Peptid (Aβ) aus einem größeren Eiweißmolekül ab. Bei Alzheimerpatienten sammeln sich Verklumpungen von Aβ zwischen den Nervenzellen an und führen zu deren Absterben.

Informationen zum CSSB

Mehr zur Alzheimerforschung in Jülich

Institute of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6)

Themenseite des ICS-6zur Alzheimerschen Demenz

Helmholtz-Doktorandenpreis 2014 für drei Jülicher Wissenschaftler

Drei Nachwuchswissenschaftler des Forschungszentrums Jülich haben auf der Helmholtz-Jahrestagung den Helmholtz-Doktorandenpreis 2014 verliehen bekommen. Dr. Heidi Ursula Heinrichs, Dr. Anja Klotzsche und Dr. Torsten Sehl wurden gemeinsam mit drei weiteren Nachwuchswissenschaftlern aus insgesamt 17 Kandidaten ausgewählt, die die Helmholtz-Zentren aufgrund ihrer Promotionsleistungen vorgeschlagen hatten. Die Preisträger bekommen jeweils 5.000 Euro Preisgeld für ihre weitere Forschung sowie monatlich 2.000 Euro für einen maximal halbjährigen Forschungsaufenthalt im Ausland. Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Jürgen Mlynek, übergaben die Preise Ende letzter Woche auf der Veranstaltung.

Weitere Informationen zu den Preisträgern und Bildmaterial

Heyn-Denkmünze für Prof. Lorenz Singheiser

Prof. Lorenz Singheiser hat für seine Leistungen auf dem Gebiet der Hochtemperaturwerkstoffe die Heyn-Denkmünze erhalten, die höchste Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. Die Gesellschaft ehrt damit seit ihrer Gründung im Jahr 1929 hervorragende Verdienste auf dem Gebiet der Metallkunde, die wesentliche Fortschritte in der Entwicklung der Nichteisenmetalle in wissenschaftlicher, praktischer oder wirtschaftlicher Hinsicht bewirkt haben.

Professor Singheiser ist Direktor am Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung und leitet dort den Bereich Werkstoffstruktur und -eigenschaften (IEK-2). Im Fokus seiner Arbeit steht die Entwicklung und Charakterisierung von Hochtemperaturwerkstoffen, die auf die speziellen Anforderungen in der Energietechnik zugeschnitten sind. Ihre Eigenschaften sind der Schlüssel, um die Lebensdauer und den Wirkungsgrad von modernen Gasturbinen, Brennstoffzellen und Dampfkraftwerken zu verbessern. Mit einem breiten Methodenspektrum erforscht der international vernetzte Jülicher Materialwissenschaftler unter anderem, wie sich häufige Laständerungen auf die Lebensdauer von Turbinenschaufeln in Flugzeugtriebwerken und auch in Kraftwerken – etwa als Folge des verstärkten Einsatzes erneuerbarer Energieträger – auswirken. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Entwicklung von Materialien für zukünftige Fusionsreaktoren, die extremen Bedingungen in der Brennkammer standhalten müssen.

Heyn-Denkmünze der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V.

Vita Prof. Dr. Lorenz Singheiser

Institut für Energie- und Klimaforschung, Werkstoffstruktur und –eigenschaften (IEK-2)

Junge Wolkenforscher treffen sich in Jülich und Köln

Zur zweiten Sommerschule des EU-Projekts "ITaRS – Initial Training for atmospheric Remote Sensing" treffen sich noch bis zum 17. September 30 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt im Forschungszentrum Jülich und an der Universität zu Köln. Unter dem Titel "Clouds and Precipitation: Observation and Processes" bietet die Sommerschule im Bereich Klimaforschung theoretisches und praktisches Training zu Messtechniken, Wolken und Niederschlag.

In den vergangenen Jahren haben sich die Messtechniken in der Klimaforschung enorm weiterentwickelt. In der Sommerschule haben die Nachwuchswissenschaftler Gelegenheit, sich mit ihnen vertraut zu machen, um diese neuen Möglichkeiten für Forschungsarbeiten zum Klimawandel, zur numerischen Wettervorhersage und zur Luftverschmutzung auszunutzen. In Jülich arbeiten sie am Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8), direkt mit den meteorologischen Messinstrumenten des Jülich ObservatorY for Cloud Evolution, kurz JOYCE.

"ITaRS" gehört zu den EU-geförderten Forscher-Erstausbildungsnetzen (Initial Training Networks, ITN) mit dem Ziel, Nachwuchswissenschaftler im Bereich der atmosphärischen Fernerkundung auszubilden. Hierzu arbeiten Expertinnen und Experten für Wolken, Aerosole und Klimaforschung sowie für mathematische Modelle und Algorithmen zusammen. Diese kommen von 14 Hochschulen und fünf Unternehmen in acht europäischen Ländern sowie aus Kanada. Koordinatorin ist die Kölner Meteorologin Prof. Susanne Crewell.

Weitere Informationen

zur ITaRS Sommerschule

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)

zum JOYCE-Observatorium

Publikation

Das Forschungszentrum Jülich veröffentlichte Mitte September seine Broschüre "Daten und Fakten 2014". Die Publikation kann im Internet heruntergeladen oder bei der Unternehmenskommunikation bestellt werden.

Link zum Herunterladen / zur Bestellung

Aktueller Termin

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs-zentrum Jülich, unter anderem:

Erste internationale TERENO-Konferenz in Bonn

29. September – 2. Oktober, Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Klima- und Landnutzungswandel sind Schlüsselfaktoren für die Veränderungen terrestrischer Systeme, mit denen sich die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten auseinandersetzen muss. Im Projekt TERENO arbeiten mehrere Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft zusammen, um die Auswirkungen des globalen Wandels auf terrestrische Ökosysteme und die sozioökonomischen Folgen zu untersuchen. Zum Austausch über neue Forschungsansätze und aktuelle Entwicklungen veranstaltet TERENO 2014 erstmals die internationale Konferenz "From observation to prediction in terrestrial systems".

Weitere Informationen zur Konferenz

Pressekontakt für die Kurnachrichten

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de
Tobias Schlößer, Tel. 02461 61-4771, t.schloesser@fz-juelich.de


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