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Kurznachrichten Mai 2014

Ziel: Impfstoffe gegen Parkinson und MSA

Das Forschungszentrum Jülich ist an einem internationalen Forschungsprojekt beteiligt, bei dem Frühdiagnoseverfahren für Parkinson und Multiple System-Atrophie (MSA) sowie Impfstoffe gegen die Krankheiten entwickelt werden sollen. MSA ist eine seltene neurodegenerative Erkrankung, für die es gegenwärtig keine Heilung gibt. Die Impfstoffe sollen gegen das Protein alpha-Synuclein wirken, das eine Schlüsselrolle beim Entstehen von Parkinson und MSA spielt. Die Europäische Union fördert "SYMPATH" mit knapp 6 Millionen Euro, koordiniert wird das Projekt von dem österreichischen Biotech-Unternehmen AFFiRiS.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Jülicher Institute of Complex Systems und dem Institut für Physikalische Biologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf forschen in dem Projekt an einer frühen Diagnose der Erkrankungen und setzen dafür die innovative und hochempfindliche Methode sFIDA (für engl. "surface-based Fluorescence Intensity Distribution Analysis") ein. Damit werden sie versuchen, den Krankheitsverlauf im Frühstadium, vor dem Auftreten klinischer Symptome, zu erkennen und zu charakterisieren.

Informationen zu "SYMPATH"

Institute of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6)

Institut für Physikalische Biologie, Heinrich-Heine-Universität

Jülich ist Partner im neuen DFG-Schwerpunktprogramm

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet in den nächsten sechs Jahren 16 neue Schwerpunktprogramme (SPP) ein. Darunter ist auch das SPP "Tailored Disorder", das von Prof. Silke Christiansen vom Helmholtz-Zentrum in Berlin (HZB) koordiniert wird. Von 2015 an sollen in dem Programm neuartige optische Technologien mithilfe von "maßgeschneiderter Unordnung", so die Übersetzung, erforscht werden. Zu den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gehört Prof. Kristel Michielsen vom Jülich Supercomputing Centre (JSC). "Tailored Disorder" wird bis voraussichtlich 2021 mit insgesamt rund 12 Millionen Euro von der DFG gefördert.

Die Natur liefert viele Vorlagen für die Nutzung "maßgeschneiderter Unordnung" auf kleinsten Strukturskalen: So zeigen Schmetterlingsflügel schillernde Farben, während das nahezu identische Ausgangsmaterial bei Käfern der Familie Cyphochilus mit einer dreidimensionalen Nano-Architektur zu einer fast perfekt weißen, gleichmäßig streuenden Oberfläche führt.

Die an "Taylored Disorder" beteiligten Wissenschaftler kommen aus den Bereichen Biologie, Physik, Chemie, Informatik und den Materialwissenschaften. Von den neuen Materialien auf Basis der "maßgeschneiderten Unordnung" versprechen sie sich völlig neue Möglichkeiten zur Kontrolle breitbandigen Lichts. Die denkbaren Anwendungen reichen von verbesserten Solarzellen über neuartige optische Elemente bis hin zu speziellen Autolacken. Auch die Medizin wird von den Ergebnissen des SPP "Tailored Disorder" profitieren: Denn versteht man die Streu-Eigenschaften von organischen Materialien wie etwa der menschlichen Haut, wird es auch möglich sein, durch sie "hindurchzusehen".

Pressemitteilung der DFG

Jülich Supercomputing Centre (JSC)

HI ERN startet mit Symposium zur Elektrokatalyse

Erste wissenschaftliche Veranstaltung im neuen Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg (HI ERN): Beim internationalen Symposium "Recent Achievements and Future Trends in Electrocatalysis" präsentierten jüngst führende Wissenschaftler auf dem Gebiet der Elektrokatalyse den rund 90 Teilnehmern ihre Arbeiten und gaben damit einen umfassenden Überblick darüber, was aktuell auf ihrem Forschungsgebiet geschieht.

Auch die zukünftige Direktorin bzw. der zukünftige Direktor des HI ERN soll schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der Elektrokatalyse forschen. Neben innovativen Methoden zur chemischen Energiespeicherung über Wasserstofftechnologien wird am HI ERN druckbare Photovoltaik untersucht – beide Forschungsthemen sind wichtig, um die Energiewende in Deutschland zu meistern.

Das HI ERN wurde im Jahr 2013 als Institutsbereich des Instituts für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich gegründet. Es wird als Außenstelle des Forschungszentrums Jülich aufgebaut und in enger Kooperation mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und dem Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) betrieben.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Forschungszentrum Jülich, der FAU und dem HZB basiert auf gemeinsamen Forschungsprojekten, Berufungen und dem Austausch von Mitarbeitern und Studierenden. Vier Professuren und zwei Nachwuchsgruppen werden in den Jahren 2014 bis 2016 am HI ERN aufgebaut. Sie werden ab 2015 jährlich mit rund 5,5 Millionen Euro von der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert. Der Freistaat Bayern wird in der Gründungsphase über einen Zeitraum von fünf Jahren den laufenden Betrieb mit fünf Millionen Euro unterstützen und finanziert einen Forschungsneubau für das Institut mit 32 Millionen Euro. Bis 2018 wird der Institutsneubau abgeschlossen sein, der auf 2.500 Quadratmetern rund 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des HI ERN beherbergen soll.

Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK)

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs-zentrum Jülich, unter anderem:

"Tag der Architektur" im Forschungszentrum

29. Juni, Forschungszentrum Jülich
Unter dem Motto "Architektur bewegt" findet 2014 der 20. Tag der Architektur statt. Nach dem großen Interesse im vergangenen Jahr präsentiert das Forschungszentrum Jülich am Sonntag, 29. Juni, drei unterschiedliche Gebäude, die an diesem Tag für interessierte Besucherinnen und Besucher offenstehen. Neben der Besichtigung haben die Gäste an diesem Tag außerdem die Möglichkeit, sich im direkten Gespräch mit den Planern und Fachleuten vor Ort auszutauschen.

Um den Einlass der Besucher am Haupteingang des Forschungszentrums zu vereinfachen und zu beschleunigen, wird um eine unverbindliche Registrierung auf der Veranstaltungswebsite gebeten.

Weitere Informationen und Anmeldung: Veranstaltungswebsite

REKLIM zieht Bilanz

6. – 8. Oktober, Umweltforum, Berlin
Die Helmholtz-Klimainitiative REKLIM (Regionale Klimaänderungen) ist ein Verbund von neun Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft – darunter das Forschungszentrum Jülich. Vom 6. bis 8. Oktober 2014 zieht das Projekt nach jahrelanger intensiver Forschungsarbeit Bilanz auf einer internationalen Fachkonferenz im Umweltforum in der Auferstehungskirche in Berlin (in englischer Sprache). Am nächsten Tag, 9. Oktober, ist die Tagung für Vertreter von Politik, Behörden, Verbänden, der Wirtschaft und für alle Interessierten öffentlich (in deutscher Sprache).

Mehr Informationen (Veranstaltungswebsite)

Jülich Supercomputing Centre auf der ISC'14

Die International Supercomputing Conference ISC'14 findet vom 23. bis 26. Juni 2014 in Leipzig statt. Das Jülich Supercomputing Centre (JSC) wird zusammen mit seinen Partnern vom Gauss Centre for Supercomputing (GCS) auf dem GCS-Stand (Nr. 940) vertreten sein und dort seine Forschungsaktivitäten präsentieren.

Weitere Informationen (Website JSC)

Mediathek

Die "Jülich Lecture" ist eine Vortragsreihe des Forschungszentrums, in der renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über aktuelle Themen berichten, die mit der Jülicher Forschung in Verbindung stehen. In der 8. "Jülich Lecture" beleuchtete Prof. Jean Changeux, Professor für molekulare Neurobiologie am Collège de France und dem Institut Pasteur, ethische Fragestellungen, die sich im Zuge des Fortschritts im Bereich der Neurowissenschaften ergeben. Sein Vortrag ist jetzt in der Mediathek des Forschungszentrums zu finden.

8. Jülich Lecture von Prof. Jean-Pierre Changeux

Pressekontakt für die Kurznachrichten: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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