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Kurznachrichten August 2014

Biokatalysator nach Maß

Effizient und nachhaltig: Das gilt für einen neuen Weg, um einen speziellen Baustein für die organische Chemie herzustellen. Entscheidend bei der Synthese des sogenannten (S)-Benzoins ist ein maßgeschneiderter Biokatalysator, den Jülicher Forscherinnen und Forscher des Instituts für Bio- und Geowissenschaften hergestellt haben.

Biokatalysatoren sind in der Regel Enzyme, also große Eiweißmoleküle, mit einer komplexen Struktur. Diese Moleküle haben aktive Zentren – Nischen und Hohlräume – in denen chemische Reaktionen so gesteuert werden, dass unerwünschte Nebenprodukte vermieden werden. Kennt man die Architektur eines solchen aktiven Zentrums und den Mechanismus der ablaufenden chemischen Reaktion, lassen sich die Enzyme mit molekularbiologischen Methoden so verändern, dass sie die Reaktion begünstigen.

Genau das haben die Jülicher Wissenschaftler getan: In der Fachzeitschrift "Angewandte Chemie" berichten sie über die gezielte Kombination der Eigenschaften zweier bekannter Enzyme. Das neu entstandene Enzym ermöglicht die Synthese von (S)-Benzoin mit weniger Reaktionsschritten, milderen Reaktionsbedingungen und besserer Selektivität als bisherige Synthesewege.

Originalveröffentlichung:

Westphal R., Vogel C., Schmitz C., Pleiss J., Müller M., Pohl M., Rother D. 2014. Tailor-made pyruvate decarboxylase for the direct asymmetric synthesis of (S)-benzoins.
Angew. Chem. Int. Ed. DOI: 10.1002/anie.201405069 DOI: 10.1002/ange.201405069
http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ange.201405069/full

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Biotechnologie (IBG-1)

Heraeus-Seniorprofessur für Christoph Buchal

Prof. Christoph Buchal erhält eine Wilhelm und Else Heraeus-Seniorprofessur. Die Auszeichnung wird dem Wissenschaftler vom Jülicher Peter Grünberg Institut im Rahmen eines Festkolloquiums am Freitag, 19. September, im Science College Haus Overbach verliehen.

Mit der Auszeichnung werden seit 2008 erfahrene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Physik geehrt, die sich nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben der Verbesserung der Lehre in ihrem Fach widmen. Mit der Vergabe an Christoph Buchal würdigt die Stiftung dessen Einsatz für "innovative Ausbildungskonzepte im Fach Physik". Der Physiker veröffentlichte in den vergangenen Jahren – teilweise mit Unterstützung der Stiftung – Bücher ("Faszination Nanowelten", "Energie", "Der GMR-Effekt", "Klima", "Klima-Mensch-Energie", "Strom"), die allesamt sehr hohe Auflagen erreicht haben und im Schulunterricht eingesetzt werden.

Peter Grünberg Institut, Bereich Halbleiter-Nanoelektronik (PGI-9)

Heraeus-Stiftung

Publikation

Jahresbericht 2013 erschienen

Das Forschungszentrum Jülich veröffentlichte Mitte August seinen Jahresbericht 2013. Die 84-Seiten-Broschüre kann im Internet heruntergeladen oder bei der Unternehmenskommunikation bestellt werden
Der Bericht enthält unter anderem eine Chronik sowie Artikel über Highlights der Jülicher Forschung und gibt einen Überblick über Zahlen und Fakten des Forschungszentrums.

PDF / Bestellung der gedruckten Version
als ePaper auf ISSUU

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs-zentrum Jülich, unter anderem:

6. "Kleine Nacht der Wissenschaft" des Forschungszentrums: Die Digitale Gesellschaft

5. September, 18 Uhr, Kulturbahnhof Jülich
Die Digitalisierung durchdringt unseren Alltag – in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen sind digitale Technologien Voraussetzung und Begleiter neuer Entwicklungen. Wie wir uns informieren, wie wir leben und wie wir kommunizieren, hat sich in den vergangenen 25 Jahren dramatisch verändert – eine Revolution, die sich wohl nur mit der Erfindung des Buchdrucks vergleichen lässt.
Wissenschaft und Forschung spielen als Treiber und Begleiter des digitalen Wandels eine wichtige Rolle. An Jülicher Supercomputern werden komplexe wissenschaftliche Fragestellungen simuliert, wie etwa zu Klimamodellen oder zur Funktionsweise des menschlichen Gehirns. Die Simulationen und neue Verfahren der Bildgebung leisten einen wichtigen Beitrag zum Verständnis des Klimawandels und von neurodegenerativen Erkrankungen.

In Interviews, die der Journalist Volker Uerlings (Jülicher Zeitung) führen wird, erläutern Jülicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsbereiche. Zum Schluss wird der Film "Transcendence" mit Johnny Depp gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen zur "Kleinen Nacht der Wissenschaft"


Pressekontakt für die Kurznachrichten: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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