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Kurznachrichten Oktober 2015

"3D Polarized Light Imaging"– neu simuliert

Mit "3D Polarized Light Imaging" (3D-PLI) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Jülicher Instituts für Neurowissenschaften und Medizin eine einzigartige Methode entwickelt, um die Verläufe von Nervenfasern im Gehirn mit mikroskopischer Auflösung zu rekonstruieren. Nun konnte in Zusammenarbeit mit Forschern des Jülich Supercomputing Centres (JSC) und der Universität Groningen erstmals auch anhand von Simulationen gezeigt werden, dass das derzeit verwendete physikalische Modell zur Bestimmung der Faserverläufe verlässliche Ergebnisse liefert. Die Studie ist jetzt im Journal "Interface" der Royal Society erschienen.

3D-PLI basiert darauf, dass ungefärbte histologische Gehirnschnitte mit polarisiertem Licht durchleuchtet werden. Die Myelinscheide, die die Nervenzellfortsätze umgibt, ist doppelbrechend: Das polarisierte Licht macht sichtbar, wie die Nervenfasern in dem hauchdünnen Material verlaufen. Auf diese Weise lassen sich einzelne Fasern und deren Verbindungen rekonstruieren, im Computer entsteht quasi eine "Faserkarte" des Gehirns.

Polarized Light ImagingPolarized Light Imaging: Menschliche Faserbahnen, dargestellt als 3D-Röhren ("tubes")
Copyright: Amunts, Zilles, Axer et al./Forschungszentrum Jülich

Originalveröffentlichung:
Miriam Menzel, Kristel Michielsen, Hans De Raedt, Julia Reckfort, Katrin Amunts und Markus Axer: A Jones matrix formalism for simulating three-dimensional polarized light imaging of brain tissue. "J. Roy. Soc. Interface", Volume 12, Issue 111, October 2015, DOI

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Strukturelle und funktionelle Organisation des Gehirns (INM-1)

Jülich Supercomputing Centre (JSC)

Richtfest für neues Forschungsgebäude

In Hamburg wurde jüngst das Richtfest für das Forschungsgebäude des neuen interdisziplinären Zentrums für Strukturelle Systembiologie (Centre for Structural Systems Biology, CSSB) gefeiert. Neun Partner stehen hinter dem Projekt: Einer von ihnen ist das Jülicher Institute of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6).

Angesiedelt auf dem Campus des Deutschen Elektronen-Synchrotons (DESY), soll das CSSB ab 2017 in einem einzigartigen interdisziplinären Ansatz die molekularen Prozesse von Infektionen und Krankheitsbildern erforschen. Dafür werden die neuartigen Lichtquellen des DESY und die sogenannte Kryo-Elektronenmikroskopie im zukünftigen CSSB-Gebäude eingesetzt. Das neue Zentrum schlägt dabei eine Brücke zwischen Strukturbiologie und Systembiologie: Es kombiniert struktur- und molekularbiologische Methoden und bildgebende Verfahren mit systembiologischen Ansätzen, um grundlegende Mechanismen wichtiger pathogener Prozesse zu entschlüsseln. Mit diesem Wissen sollen bessere Behandlungsmöglichkeiten gegen bakterielle und virale Krankheitserreger gefunden werden.

Weitere Informationen zu CSSB

Institute of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6)

Georgische Ehrentitel für Jülicher Einsatz

Prof. Sebastian M. Schmidt, Mitglied des Vorstands des Forschungszentrums Jülich, und Prof. Andreas Wahner, Direktor des Jülicher Instituts für Troposphärenforschung, erhielten beim jüngsten Besuch einer Jülicher Delegation in der georgischen Hauptstadt Tiflis die Ehrendoktorwürde der Ivane Javakhishvili Tibilisi State University (TSU). Die Hochschule würdigte mit den Ehrentiteln den besonderen Einsatz des Forschungszentrums in der Zusammenarbeit. Prof. N. Jon Shah, Direktor des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin, wurde während der Reise für seine wissenschaftlichen Erfolge auf dem Gebiet der Physik der medizinischen Bildgebung mit der Ehrendoktorwürde der Georgian Technical University (GTU) ausgezeichnet.

Schmidt unterzeichnete mit dem georgischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft eine Vereinbarung zur Gründung sogenannter "SMART|Labs" in Georgien. Sie eröffnen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine berufliche Perspektive in ihrem Heimatland. Dazu dienen auch die Jülich-SRNSF Fellowship Grants: Schmidt zeichnete die beiden Nachwuchswissenschaftler Dito Shergelashvili und Grigol Abuladze mit diesem Stipendium aus.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Physik der medizinischen Bildgebung (INM-4)

Auszeichnung für Jülicher Werkstoff-Forscher

Prof. Willem Quadakkers vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung hat für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Hochtemperaturkorrosion und des Korrosionsschutzes die Tammann-Gedenkmünze erhalten. Die Deutsche Gesellschaft für Materialkunde (DGM) ehrt damit Forscher, die eigene Konzepte durch Aufbau oder Leitung einer Arbeitsgruppe verwirklicht haben. So hat Quadakkers mithilfe neuer experimenteller Methoden maßgeblich zum Verständnis von Korrosionsvorgängen an metallischen Hochtemperaturwerkstoffen beigetragen, die für den Bau von Gasturbinen, Dampfkraftwerken und chemischen Anlagen sowie Heizleitern, Öfen und Katalysatoren verwendet werden. Die von ihm entwickelten Legierungen Crofer 22 APU und Crofer 22 H sind als Konstruktionswerkstoffe für metallische Interkonnektoren von Brennstoffzellen gefragt. Das aus diesen Werkstoffen gefertigte "metallische Gerüst" gilt als Grundvoraussetzung, um Hochtemperatur-Brennstoffzellen in Großserien produzieren zu können.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffstruktur und -eigenschaften (IEK-2)

Biotechnologen holen Goldmedaille

Ein Studenten-Team der RWTH Aachen hat beim internationalen Wettbewerb "iGEM" auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie in Boston (USA) einen der ersten Plätze belegt und damit seinen Erfolg im vergangenen Jahr wiederholt. Mit seinem innovativen und bioökonomisch relevanten Ansatz, Methanol so umzuwandeln, dass es als Kohlenstofflieferant für biotechnologische Prozesse verwendet werden kann, siegte das 15-köpfige-Team in der Kategorie "Best Manufacturing Project, Overgraduate". Betreut wurden die zukünftigen Biotechnologen und Ingenieure in Aachen und am Forschungszentrum Jülich im Bereich Biotechnologie. Der "iGEM"-Wettbewerb ("iGEM" steht für International Genetically Engineered Machine Competition) wird seit elf Jahren ausgetragen und gilt als das Herzstück der Synthetischen Biologie.

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Biotechnologie (IBG-1)

Der iGEM-Wettbewerb

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungszentrum Jülich, unter anderem:

Informationstag der Zentralen Berufsausbildung

14. November, 9 bis 15 Uhr, Forschungszentrum Jülich, Zentrale Berufsausbildung
Das vielfältige Ausbildungsangebot des Forschungszentrums können Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrer beim nächsten Berufsinformationstag am 14. November kennenlernen. Durch anschauliche Demonstrationen, aktives Mitmachen sowie Erläuterungen und Gespräche mit Auszubildenden und Ausbildern wird vorgestellt, was in den verschiedenen naturwissenschaftlichen, kaufmännischen, technischen Ausbildungsberufen und Dualen Studiengängen vermittelt wird.

Mehr Informationen


Pressekontakt: Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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