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Kurznachrichten April 2016

Formel gegen den Stromausfall

Ein deutsches Forscherteam hat eine Formel entwickelt, mit der sich Stromausfälle leichter vorhersagen lassen. Mitbeteiligt war Dr. Dirk Witthaut vom Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung. Die neue Formel zeigt im Handumdrehen an, wie ein Stromnetz auf den Ausfall einer Leitung reagiert und identifiziert direkt die Schwachstellen des Netzes. Dies ergänzt perfekt aufwendige Simulationen, wie sie Netzbetreiber laufend durchführen.

Oft hängt es von einer einzigen Leitung ab, ob in einer Stadt oder einer ganzen Region der Strom ausfällt. Bricht so eine wichtige Trasse weg, kann es zu einem Blackout kommen. Große Stromausfälle, von denen Millionen Menschen betroffen sind, gibt es immer wieder – etwa 2015 in der Türkei, 2012 in Indien oder 2011 in den USA. Ursachen sind meist Pannen oder Überlastungen. Europa und Deutschland sind vergleichsweise wenig betroffen. Zuletzt kam es im November 2006 zu einem größeren Blackout. Damals löste die Abschaltung einer wichtigen Hochspannungsleitung in Norddeutschland einen Stromausfall in mehreren Ländern Europas aus. Zehn Millionen Haushalte waren bis zu zwei Stunden ohne Strom.

Experten erwarten allerdings, dass in Deutschland die Belastungen im Stromnetz zunehmen – und damit auch die Stromausfälle. Das hängt mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zusammen, insbesondere mit der schwankenden Stromerzeugung durch Photovoltaik oder Windenergieanlagen sowie dem Transport großer Strommengen etwa von riesigen Windparks auf dem Meer in die Ballungsräume und Industriegebiete. Künftig wird es daher noch wichtiger, Schwachstellen im Stromnetz aufzuspüren. Hier kann die Formel helfen, drohende Blackouts zu vermeiden.

Originalstudie:
Dirk Witthaut et al. Critical Links and Nonlocal Rerouting in Complex Supply Networks. Physical Review Letters, 30. März 2016. DOI: 10.1103/PhysRevLett.116.138701

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEK-STE)

Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft vom 6. April 2016

Werkstoffforscher festigen internationale Zusammenarbeit

Materialforscher der University of Cambridge, der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich wollen ihre Zusammenarbeit in den nächsten drei Jahren ausbauen. Im Rahmen des von Prof. Trevor William Clyne organisierten Symposiums HELMSMAC ("Helmholtz Symposium on Materials and Coatings for High Temperatures") unterzeichneten sie in Cambridge im April eine entsprechende Vereinbarung. Neben Elektronenmikroskopie sind Hochtemperaturwerkstoffe ein Schwerpunkt der geplanten Zusammenarbeit: Sie sollen in energieeffizienten Kraftwerken der Zukunft zum Einsatz kommen.

Zu den gemeinsamen Projekten gehört deshalb auch LINCET, kurz für "Leverhulme International Network on Composites for Extreme Temperatures". Gefördert vom Leverhulme Trust, wollen Cambridge, Jülich und als weiterer Partner das DLR Stuttgart in den kommenden drei Jahren an keramischen Werkstoffen forschen, die mit Metallfasern verstärkt sind. Die robusten, auch bei sehr hohen Temperaturen stabilen Materialien eignen sich zum Beispiel für Brennkammern in Kraftwerken und Hochöfen.

Trevor William Clyne erhielt 2014 den "Helmholtz International Fellow Award". Mit der Auszeichnung würdigt die Helmholtz-Gemeinschaft besondere Leistungen in Wissenschaft und Forschungsmanagement. Clyne hat besonders im Bereich der keramischen Werkstoffe zahlreiche bahnbrechende Untersuchungen durchgeführt und Entwicklungen initiiert. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen thermische Spritzschichten sowie Verbundwerkstoffe für extreme Anwendungsbedingungen.

Informationen zur Jülicher Werkstoffforschung im Energiebereich

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IEK-1)

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffstruktur und -eigenschaften (IEK-2)

Peter Grünberg Institut, Bereich Mikrostrukturforschung (PGI-5)

Pressemitteilung zum "Helmholtz International Fellow Award 2014"

Neuer Online-Kurs zum Thema Klimawandel

Ein neues digitales Lernformat bietet die Möglichkeit, das eigene Wissen zum Klimawandel von zuhause aus zu erweitern. Nach der großen Nachfrage im Wintersemester startet der Massive Open Online Course (MOOC) "Klimawandel und seine Folgen" am 9. Mai wieder neu. Eine Einschreibung ist ab sofort online möglich auf der MOOC-Plattform Iversity unter https://iversity.org/de/courses/klimawandel. Der Kurs mit international renommierten Klimaexperten erklärt die Ursachen für die menschgemachte Erderwärmung und die Funktionsweise des Klimasystems.

Die kostenlose Online-Vorlesung in deutscher Sprache wurde vom "World Wide Fund For Nature" (WWF) Deutschland und dem Deutschen Klima-Konsortium (DKK) mit Förderung durch die Robert Bosch Stiftung entwickelt. Als Moderator wirkt ZDF-Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens ("Terra X") mit. Der aus fünf Kapiteln bestehende Lehrgang steht jedermann offen. Er richtet sich insbesondere an Studierende, Lehrende, Mitarbeiter in der öffentlichen Verwaltung und Kommunen, die sich beruflich mit dem Klimawandel auseinandersetzen, aber auch an alle interessierten Bürger.

Trailer zum MOOC mit Dirk Steffens

Weitere Informationen des WWF

Jülich Blogs

Das Forschungszentrum von A bis Z

Zum "Sechzigsten" des Forschungszentrums stellt Prof. Bernd-A. Rusinek in einem neuen Blog ein Jülicher ABC zusammen. Der Leiter des Archivs des Forschungszentrums erfasst Vorhaben, Einrichtungen und Innovationen, die für Jülich wichtig oder zumindest markant gewesen sind. Der historische FZJ-"Volksbrockhaus" soll leicht lesbar sein. Der erste Beitrag ist der Jülicher Algenforschung gewidmet.

Zum Blog

Mediathek

Die wunderbare Welt von Python

Sie steckt in YouTube, Google und animierten Filmen: die Computersprache Python. Die Titelgeschichte der neuen Ausgabe des Forschungsmagazins effzett schildert, wie sich Python von einem kleinen, aber ambitionierten Zeitvertreib zu einer Weltsprache unter Programmierern entwickelte. Weitere Themen sind das geheime Leuchten der Pflanzen, drei junge Brennstoffzellen-Forscher auf dem Weg in die Selbständigkeit und was Jülicher Forscher dafür tun, damit CO2 in Zukunft als Rohstoff genutzt werden kann.

Das Magazin erscheint in einer digitalen Version für Android-Tablets und iPads sowie als gedrucktes Heft auf Deutsch und Englisch. Die Druckfassung steht als ePaper und als PDF-Dokument im Netz.

Die effzett in der Mediathek

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs­zentrum Jülich, unter anderem:

Tag der Neugier im Forschungszentrum

5. Juni, Forschungszentrum Jülich
Das Forschungszentrum öffnet am Sonntag, 5. Juni 2016, seine Türen und freut sich auf viele neugierige Gäste. Von 10 bis 17 Uhr können kleine und große Besucherinnen und Besucher den Campus erkunden, Forschung hautnah erleben und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. Kinder sind eingeladen, an einer Forschungsrallye teilzunehmen und auf eigene Faust auf dem Campus Antworten zu kniffligen Rätselfragen zu finden. Schüler und Studierende können sich über Ausbildung und Karrieremöglichkeiten informieren und das Campusleben kennenlernen. Allen, die gerne experimentieren, bietet das Seebühnenprogramm Wissens- und Experimentiershows zum Mitmachen.

Der diesjährige Tag der Neugier steht im Zeichen eines besonderen Jubiläums: Das Forschungszentrum wird 60 Jahre alt. Unter dem Motto "60 Jahre – Forschung im Zentrum" bringt unter anderem eine neue Ausstellung den Besuchern die Geschichte des Forschungszentrums näher und eröffnet Ausblicke in die Zukunft.

Der Eintritt zu allen Aktivitäten ist frei und der Campus mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erreichbar.

Mehr Informationen zum Tag der Neugier

Zweites Falling Walls Lab in Jülich

4. Juli, Forschungszentrum Jülich, Zentralbibliothek
Am 8. und 9. November findet in Berlin zum achten Mal die Falling Walls Conference statt. Weltweit führende Innovatoren aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft – Wissenschaft, Kunst, Politik, Unternehmer – werden ihre Projekte und Initiativen vorstellen und Lösungen für globale Herausforderungen aufzeigen. Am Montag, 4. Juli, findet ein Vorentscheid – ein Falling Walls Lab – in Jülich statt. Für den Vorentscheid können sich alle Master-Studenten, Doktoranden, Post-Docs und Jungunternehmer bewerben, die mindestens 18 Jahre alt sind. Die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten. Bewerbungsschluss ist Freitag, 13. Mai 2016.

Der beste Vortragende des Falling Walls Lab Jülich qualifiziert sich für das Finale am 9. November in Berlin. Insgesamt können die drei besten Kandidaten aus dem Vorentscheid an der Hauptkonferenz in Berlin teilnehmen. Die Konferenz-, Reise- und Übernachtungskosten werden übernommen.

Weitere Informationen

Website der Falling Walls Conference

Pressekontakt

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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