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Kurznachrichten Juli 2016

Die IAGOS-Flotte wächst weiter

Im Juli ging ein weiteres Flugzeug für das internationale Klimaforschungsprojekt IAGOS an den Start. Der Airbus A 330 der China Airlines ist das zweite Passagierflugzeug der taiwanesischen Fluggesellschaft, das mit einem 120-Kilo-Paket von Messegeräten ausgestattet ist. Sie sammeln in Reiseflughöhe Daten von klimarelevanten Spurengasen und Wolkenteilchen. Die Daten sind wichtig für die Klimaforschung und die numerische Wettervorhersage. Die Messergebnisse werden an die IAGOS-Datenbank am Centre national de la recherche scientifique (CNRS) im französischen Toulouse übermittelt. Sie können von Forschungseinrichtungen in aller Welt genutzt werden.

Mit der neuen Maschine sind es insgesamt sieben Flugzeuge, die für IAGOS ("In-service Aircraft for a Global Observing System") weltweit Daten sammeln. Neben China Airlines sind gegenwärtig die Lufthansa, Air France, Cathay Pacific und Iberia an dem Projekt beteiligt. Im kommenden Jahr soll die IAGOS-Flotte auf insgesamt zehn Flugzeuge wachsen.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)

Website von IAGOS

Einfluss von Klima und Biologie auf die Erdoberfläche

Das Jülicher Institut für Agrosphärenforschung ist an dem DFG-Schwerpunktprogramm "EarthShape: Earth surface shaped by biota" beteiligt. Das Forschungsvorhaben soll zu einem besseren Verständnis beitragen, wie klimatische und biologische Veränderungen die Erdoberfläche beeinflussen. Dazu wird unter anderem erforscht, wie biologische Prozesse an der Bodenbildung beteiligt sind, die Topographie beeinflussen und dadurch die Erdoberfläche formen. Geforscht wird entlang der chilenischen Küste. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt mit rund 10 Millionen Euro.

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)

Weitere Infos der DFG

Kaum Blogger unter den Wissenschaftlern

Bloggen spielt gegenwärtig nur eine kleine Rolle in der öffentlichen Wissenschaftskommunikation. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Dr. Yin-Yueh Lo. Die ehemalige Nachwuchswissenschaftlerin vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin hatte für ihre Doktorarbeit 1500 Wissenschaftler aus Taiwan, Deutschland und den USA befragt. Ergebnis: Trotz Unterschieden in den einzelnen Ländern ist die Zahl der bloggenden Wissenschaftler insgesamt klein; für die meisten von ihnen ist Bloggen eine Randaktivität.

Im Ländervergleich ist der Anteil bloggender Wissenschaftler in den USA am höchsten (8 Prozent), gefolgt von Taiwan (5 Prozent) und Deutschland (4 Prozent). Die Mehrzahl von ihnen veröffentlicht Beiträge nur alle paar Wochen oder noch seltener. Das amerikanische Ergebnis lässt sich damit erklären, dass in den USA Online-Medien weiter verbreitet sind. In Deutschland spielen Blogs in der Wissenschaftskommunikation eine untergeordnete Rolle. Hier hat der "traditionelle" Wissenschaftsjournalismus noch einen relativ sicheren Stand, zum Beispiel im öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen. Eine Erklärung für die geringe Verbreitung von Bloggen unter taiwanesischen Wissenschaftlern ist, dass sie öffentlicher Kommunikation einen geringeren Stellenwert zumessen als ihre deutschen und amerikanischen Kollegen.

Lo, Yin-Yueh, Online communication beyond the scientific community. Dissertation, FU Berlin 2016.
In der Datenbank der FU

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Ethik in den Neurowissenschaften (INM-8)

Blogs des Forschungszentrums

Preis für Jülicher Neurowissenschaftler

Dr. Gérard Nisal Bischof vom Jülicher Institut für Neurowissenschaften und Medizin ist mit dem "Henry Wagner, Jr, MD Image of the year"-Preis der Internationalen Gesellschaft für Nuklearmedizin und molekulare Bildgebung ausgezeichnet worden. Der Nachwuchswissenschaftler forscht in der Arbeitsgruppe "Multimodale Bildgebung neuronaler Netzwerke". Beteiligt sind die Uniklinik Köln, das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen und das Forschungszentrum.

In der preisgekrönten Forschungsarbeit wurden Alzheimer-Patienten mit drei unterschiedlichen Tracern "durchleuchtet". Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler konnten dadurch zeigen, dass dort, wo im Gehirn das sogenannte Tau-Protein abgelagert wird, die Nervenzellen geschädigt werden und die Alzheimersche Demenz entsteht. Die Untersuchung zeigte auch, dass für Ablagerungen des Proteins Amyloid-beta kein solcher lokaler Zusammenhang besteht. Diese stellen also ein Kennzeichen der Erkrankung dar, stehen aber wahrscheinlich weniger direkt mit dem Funktionsverlust der Nervenzellen in Verbindung.

Institut für Neurowissenschaften und Medizin, Bereich Kognitive Neurowissenschaften (INM-3)

Forschung zu Amyloid-beta am Jülicher Institute of Complex Systems, Bereich Strukturbiochemie (ICS-6)

Mediathek

Neue Kurzfilme machen Quantenmechanik anschaulich

Die Quantenmechanik, mit der sich Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten von Materie beschreiben lassen, ist eine der zentralen Säulen der modernen Physik. Zwei neue Kurzfilme des Jülich Centre for Neutron Science (JCNS) erklären seine grundlegenden Aspekte. Die Videos erläutern in moderner und anschaulicher Weise die mathematisch komplexe und schwer verständliche Theorie mittels am JCNS durchgeführter Neutronenstreuexperimente. Das erste Video behandelt die Themen Quantisierung, Quantenübergänge und Streuung am Gitter. Das zweite Video geht detaillierter auf das Thema Quantenübergänge ein.

Die Kurzfilme im Netz

Jülich Centre for Neutron Science (JCNS)

Pressekontakt

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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