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Kurznachrichten September 2016

Ein entscheidender Schritt für preiswerte und sichere Batterien

Sonne und Wind werden in Zukunft einen wichtigen Beitrag zu unserer Energieversorgung leisten: Die unstete Natur dieser erneuerbaren Energiequellen macht jedoch preiswerte und leistungsfähige elektrische Energiespeicher immer wichtiger. In diesem Zusammenhang sind Natrium-Ionen-Batterien in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus gerückt. Ihre grundlegenden elektrochemischen Prinzipien sind denen der heute üblichen Lithium-Ionen-Batterien sehr ähnlich und die Ausgangsmaterialien sind reichlich und preiswert verfügbar. Durch den Einsatz von Festkörperelektrolyten wären sie auslaufsicher, weder explosiv noch brennbar, und könnten in einem weiten Temperaturbereich arbeiten. Noch befinden sie sich allerdings in der Entwicklungsphase.

Wissenschaftler des Instituts für Energie und Klimaforschung, Bereich Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren, haben nun mit einem speziellen Verfahren – der sogenannten lösungsgestützten Festkörperreaktion – ein neues keramisches Material für den Einsatz in Festkörperelektrolyten synthetisiert. Durch das gezielte Einbringen von Fremdatomen gelang ihnen eine bedeutende Steigerung der Leitfähigkeit für Natrium-Ionen, der alle bisher publizierten Werte übertrifft. Das Verfahren, welches in der Fachzeitschrift "Chemistry of Materials" vor kurzem veröffentlicht wurde, ist für die Herstellung der Elektrolyte in industriellem Maßstab geeignet: Dies ist ein entscheidender Schritt in Richtung marktfähiger Natrium-Ionen-Batterien.

Originalpublikation

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren (IEK-1)

Jülicher Forscher bei Ausstellung von NRW-Agrar im Landtag

Das Forschungsnetzwerk NRW-Agrar, zu dem auch die Jülicher Bodenforschung und Pflanzenwissenschaften gehören, feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass richtet das Netzwerk am Mittwoch, 14.September, in der Bürgerhalle im Landtag NRW in Düsseldorf eine Tagesausstellung aus. Dabei zeigen Jülicher Bodenforscher, wie Pflanzenwachstumsmuster in der Region Selhausen mit Satelliten- und geophysikalischen Bodendaten erklärt werden können und wie das Wurzelwachstum von Ackerpflanzen im Freiland mithilfe einer in Jülich entwickelten Rhizotronanlage untersucht werden kann. Die Arbeiten und Ergebnisse stammen aus dem Forschungsprojekt Transregio 32 ("Muster in Boden-Vegetation-Atmosphäre-Systemen"), das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert wird.

Die Jülicher Pflanzenforscher präsentieren in der Ausstellung ihre weltweit einmaligen Anlagen zur Vermessung von Pflanzen. Sie erläutern Abgeordneten und Besuchern anhand von praktischen Beispielen, wie modernste Methoden der Robotik und Sensortechnologie unter Gewächshaus- und Feld-Bedingungen helfen, effizientere Nutzpflanzen mit mehr Ertrag und besserer Qualität zu züchten. Ein weiterer Beitrag gilt der Zusammenarbeit der Jülicher mit dem Kompetenzzentrum Gartenbau, an dem die Universität Bonn, die LWK NRW und das DLR Rheinland-Pfalz beteiligt sind.

NRW-Agrar wird von den NRW-Ministerien für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie für Innovation, Wissenschaft und Forschung koordiniert. Das Netzwerk soll einen schnellen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis gewährleisten.

Forschungsnetzwerk NRW-Agrar

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Pflanzenwissenschaften (IBG-2)

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)

Fachmeldungen

Neue Möglichkeiten für Ferroelektrika

Der atomare Aufbau ferroelektrischer Materialien ist vielfältiger als bisher gedacht. Dies fand ein internationales Forscherteam durch elektronenmikroskopische Untersuchungen am Jülicher Ernst Ruska-Centrum (ER-C) heraus, einem führenden Zentrum für ultrahochauflösende Elektronenmikroskopie. Ihr Fund könnte neue Einsatzmöglichkeiten für eine spezielle Klasse polarisierter Kristalle eröffnen: sogenannte Ferroelektrika. Die Ideen der Forscher reichen von miniaturisierten Drucksensoren über winzigste Transistoren bis zu hochintegrierten Speichermedien.

Originalveröffentlichung:
Néel-like domain walls in ferroelectric Pb(Zr,Ti)O3 single crystals;
Xiankui Wie et al.;Nature Communications 7, Veröffentlichung vom 19. August 2016, DOI: 10.1038/ncomms12385

Weitere Informationen

Peter Grünberg Institut, Bereich Mikrostrukturforschung (PGI-5)

Mediathek

Da schau her! – die neue effzett ist da

Die neue Ausgabe der effzett macht mit einer optischen Täuschung auf. Beim Versuch, die schwarzen und weißen Punkte auf dem Cover zu zählen, gerät man schnell durcheinander. Der Grund liegt am Rande unsers Sehfeldes. Hier werden aus weißen Punkten plötzlich schwarze und eine genaue Bestimmung der Anzahl wird zu einer unlösbaren Aufgabe. Doch wie filtert und gewichtet unser Sehorgan überhaupt visuelle Informationen, bevor sie ans Gehirn weitergeleitet werden? Diese Frage erforschen der Jülicher Neurobiologe Prof. Frank Müller und sein Team. Dafür schauen sie ganz tief ins Auge: nämlich in die Netzhaut und deren verschlungenes Nervengeflecht.

Das kostenlose Magazin erscheint drei Mal im Jahr auf Deutsch und auf Englisch. Druckexemplare können über den Warenkorb bestellt werden. Für einen regelmäßigen Bezug schreiben Sie bitte eine Mail an effzett@fz-juelich.de und nennen uns Ihre Postanschrift. Die Tablet-Version des Magazins können Sie über den App Store auf Ihr iPad bzw. über Google Play auf Ihr Android-Tablet herunterladen.

Allgemeine Informationen zur effzett

PDF und Versand

Jahresbericht und Flyer Daten und Fakten 2015 erschienen

Der Jahresbericht 2015 und der aktuelle Flyer Daten und Fakten sind da: Die beiden Broschüren können im Internet heruntergeladen oder bei der Unternehmenskommunikation bestellt werden. Ein Schwerpunkt des 106-seitigen Jahresberichts ist das Jubiläum des Forschungszentrums – eine Rückschau auf die Entwicklung Jülichs seit seiner Gründung 1956.Weitere Beiträge stellen unter anderem aktuelle Ergebnisse aus der Jülicher, Klima-, Hirn- und Materialforschung vor. Ein weiteres wichtiges Thema ist der Strategieprozess des Forschungszentrums.

PDF / Versand Jahresbericht

PDF / Versand Flyer Daten und Fakten

Jahresbericht und Flyer als ePaper auf ISSUU

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs­zentrum Jülich, unter anderem:

Fünfter "Biotech Day" im Forschungszentrum

30. September, 10 bis 17 Uhr, Forschungszentrum Jülich
Aktuelle Forschungsergebnisse aus der Biotechnologie stellen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Freitag, 30. September, beim diesjährigen Jülicher "Biotech Day" vor. Beim inzwischen fünften "Biotech Day" im Forschungszentrum wird außerdem der Christian-Wandrey-Preis für eine herausragende und anwendungsorientierte Diplom- bzw. Masterarbeit im Bereich Biotechnologie vergeben.

Weitere Informationen und Anmeldung

Pressekontakt

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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