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Kurznachrichten Oktober 2017

Woher kommt der Plastikmüll im Meer?

Plastikmüll verschmutzt zunehmend Nord- und Ostsee. Allein in der Nordsee landen pro Jahr schätzungsweise 20.000 Tonnen. Doch woher stammt das Plastik? Jülicher Forscher um Prof. Frank Wendland vom Institut für Bio- und Geowissenschaften sind an zwei Projekten beteiligt, die das herausfinden wollen: "PLAWES" untersucht als Beispiel für die Nordsee die Region Weser/Nationalpark Wattenmeer und "MicroCatch_Balt" für die Ostsee das Flusseinzugsgebiet des Warnow. Beide Vorhaben werden über die Fördermaßnahme "Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung finanziert.

Im Mittelpunkt der beiden Maßnahmen steht das, was mit dem bloßen Auge nicht zu sehen ist: Mikroplastik. Das sind Partikel, die weniger als 5 Millimeter groß sind. Plastik zerfällt unter dem Einfluss von Wind, Wellen, UV-Strahlen und Sonnenlicht in immer kleinere Teile. Wissenschaftler haben Mikroplastik weltweit in allen aquatischen Systemen von der Tiefsee bis hin zu entlegenen Seen nachgewiesen – und in den Mägen von Vögeln, Fischen und sogar Meeresschnecken.

Die Forschung geht davon aus, dass Mikroplastik vor allem über Flüsse in Nord- und Ostsee gelangt. Allerdings fehlen verlässliche Daten, etwa zu den verschiedenen Plastikarten und deren Quellen. Mikroplastik kann etwa aus Kosmetika stammen, aus Wasch- und Reinigungsmitteln oder aus Chemiefasern von Textilien. Ebenfalls unklar sind die genauen Transportwege, die unterschiedlichen Konzentrationen und die Rolle von Einflussfaktoren wie Wind, Wetter oder auch Kläranlagen. Neben Messungen sollen Computermodelle helfen, die Wege der Mikroplastik aufzudecken, besonders belastete Regionen zu identifizieren und Ideen zur Reduzierung von Plastikabfall zu entwickeln. Hier kommen die Jülicher Experten ins Spiel, die ihre bereits existierenden Modelle mGROWA und MEPhos entsprechend weiterentwickeln werden. Erste Ergebnisse sollen Ende 2018 vorliegen.

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)

Pressemitteilung der Universität Bayreuth und des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

Pressemitteilung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde

Humboldt-Ranking: Jülich auf den vorderen Plätzen

Im Humboldt-Ranking 2017 erreicht das Forschungszentrum den siebten Platz bei den außeruniversitären Einrichtungen. 23 Forscher aus aller Welt absolvierten im Zeitraum von 2012 bis 2016 im Rahmen eines Humboldt-Stipendiats einen Gastaufenthalt in Jülich. Vier weitere wurden mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet. Ein Spitzenplatz im Humboldt-Ranking ist ein wichtiger Indikator für internationale Kontakte und Reputation. Gegenwärtig arbeitet Prof. Yihan Ling von der China University of Mining and Technology (CUMT) mit einem Humboldt-Forschungsstipendium für Postdoktoranden am Jülicher Institut für Energie- und Klimaforschung.

Das Ranking basiert auf einer gewichteten Auszählung der Anzahl der Gastwissenschaftler pro Hochschule oder Wissenschaftseinrichtung. Weil aber jede Einrichtung ihre spezifischen Stärken und Schwächen in den verschiedenen Fachgebieten hat, differenziert das Humboldt-Ranking auch nach den vier großen Wissenschaftsbereichen: den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Lebenswissenschaften, den Naturwissenschaften und den Ingenieurwissenschaften.

Pressemitteilung der Humboldt-Stiftung

Neues "SMARTLab" in Tbilisi eröffnet

An der Tbilisi State University (TSU) in Georgien wurde Ende September das zweite "SMARTLab" eröffnet. Mit den Labors bauen das Forschungszentrum Jülich und seine georgischen Partner ihre Zusammenarbeit aus. Am neuen "AtmoSimlab" steht – unterstützt vom Jülicher Institut für Troposphärenforschung – die Klimaforschung im Mittelpunkt. Die Messungen sollen unter anderem helfen, die Luftqualität in der georgischen Hauptstadt zu verbessern.

SMART steht für "Science, Medicine, Applied Research and Technology". Das georgische Ministerium für Bildung und Wissenschaft finanziert die "SMARTLabs", aus Jülich kommen weitere Geräte und Know-how. Den Auftakt machte im vergangenen Jahr ein Labor zur Teilchenphysik.

Das Forschungszentrum arbeitet bereits seit 1995 mit Einrichtungen in Georgien zusammen. Seit 2004 laufen die gemeinsamen Aktivitäten im Rahmen der "Georgian-German Science Bridge (GGSB)".

Institut für Energie- und Klimaforschung, Bereich Troposphäre (IEK-8)

Link zur "Georgian-German Science Bridge"

WorldSkills 2017: 10. Platz für Jülicher Azubi

Philipp Winterscheid kam bei den WorldSkills 2017 in Abu Dhabi, der Weltmeisterschaft für Berufe, im Bereich Anlagenelektrik auf Platz 10 von 21 und sicherte sich damit einen guten Platz im Mittelfeld. Der 19-jährige angehende Elektroniker für Betriebstechnik aus dem Forschungszentrum Jülich, Deutscher Meister seines Bereichs, hatte an vier Wettkampftagen sein herausragendes Können auch international unter Beweis gestellt. "Wir sind sehr stolz auf den Einsatz und die Leistung, die Philipp Winterscheid bei den WorldSkills gezeigt hat", so Ulrich Ivens, Leiter der Zentralen Berufsausbildung des Forschungszentrums.

Knapp 1300 junge Fachkräfte aus 59 Ländern und Regionen bewiesen in Abu Dhabi in 51 Disziplinen ihr Können. Das deutsche Team war mit 42 Frauen und Männern in 37 Einzel- und Teamwettbewerben angetreten. Sie holten zwei Silber- und zwei Bronzemedaillen sowie 19 Exzellenzmedaillen.

WorldSkills Abu Dhabi

Zentrale Berufsausbildung des Forschungszentrums Jülich

Infos zum nächsten Informationstag zur Ausbildung im Forschungszentrum am 11. November 2017

Astrid Schneidewind neue Vorsitzende des KFN

Dr. Astrid Schneidewind vom Jülich Centre for Neutron Science/ Außenstelle Heinz Maier-Leibnitz Zentrum Garching ist die neue Vorsitzende des 11. Komitees Forschung mit Neutronen (KFN). Das KFN vertritt alle Wissenschaftler in Deutschland, die mit Neutronen arbeiten oder die der Forschung mittels Neutronen nahe stehen. Eine wichtige Aufgabe des Komitees ist der regelmäßige Dialog zwischen den Nutzern von Neutronen, den Betreibern von Neutronenquellen sowie den Vertretern des zuständigen Referats des Bundesforschungsministeriums und des Projektträgers Jülich. In gemeinsamen Diskussionsrunden mit Vertretern der Komitees Forschung mit Synchrotronstrahlung und Forschung mit nuklearen Sonden und Ionenstrahlen werden zudem übergeordnete Fragen zur Nutzung von Großgeräten geklärt.

Das KFN ist für in- und ausländische Organisationen ein wichtiger Ansprechpartner für alle Fragen zur Forschung mit Neutronen. Außerdem repräsentiert das Komitee die deutschen Nutzer in der European Neutron Scattering Association (ENSA).

Jülich Centre for Neutron Science/Heinz Maier-Leibnitz Zentrum Garching (JCNS-FRM II)

Website des Komitees Forschung mit Neutronen (KFN)

Aktuelle Termine:

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs­zentrum Jülich, unter anderem:

Informationstag zur Ausbildung im Forschungszentrum

11. November, 9 bis 14 Uhr, Zentrale Berufsausbildung
Das Forschungszentrum Jülich bietet jedes Jahr bis zu 115 Ausbildungsplätze in 22 verschiedenen Berufen an. Interessenten, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern und Lehrer können sich am Samstag, 11. November, über das vielfältige Ausbildungsangebot informieren. Durch anschauliche Demonstrationen, an einigen Stellen auch durch aktives Mitmachen sowie Erläuterungen und Gespräche mit Auszubildenden und Ausbildern wird vorgestellt, was in den verschiedenen naturwissenschaftlichen, kaufmännischen, technischen Ausbildungsberufen und Dualen Studiengängen vermittelt wird.

Mehr zum Informationstag

Pressekontakt:

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de


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