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Kurznachrichten Juli 2018

Verbesserte Modelle von terrestrischen Systemen

Ein von dem Jülicher Agrosphärenforscher Prof. Stefan Kollet geleitetes Projekt wurde im Juli für das deutsch-russische Förderprogramm „Helmholtz-RSF Joint Research Groups“ der Helmholtz-Gemeinschaft und der Russian Science Foundation (RSF) ausgewählt. Bei "European hydro-climate extremes: mechanisms, predictability and impacts" geht es um verbesserte Modelle des Systems Boden/Wasser/Luft.

Die Klima-Projektionen sagen eine Zunahme von Extremereignissen wie Starkregen, Überflutungen, Hitzewellen oder Dürren voraus: Sie stützen sich jedoch auf räumlich relativ grob aufgelöste und vereinfachte Modelle des terrestrischen Systems, was zu großen Unsicherheiten in den Ergebnissen führen kann. In dem Projekt wird die Auflösung der Klimamodelle über Europa um ein Vielfaches erhöht und das terrestrische System in seiner Ganzheit simuliert: vom Grundwasser über die Landoberfläche bis in die Atmosphäre. So wird es möglich, physikalisch konsistente Projektionen des terrestrischen Wasser- und Energiekreislaufs zu erstellen, in denen sich Extremereignisse sehr viel genauer abbilden lassen.

Die insgesamt sechs neu ausgewählten Projekte erhalten für eine Laufzeit von drei Jahren jeweils eine Förderung von bis zu 130.000 Euro aus dem Impuls- und Vernetzungsfonds der Helmholtz-Gemeinschaft sowie einen Förderbetrag in gleicher Höhe von der RSF.

Institut für Bio- und Geowissenschaften, Bereich Agrosphäre (IBG-3)

Abkommen zu Quantencomputing und Maschinellem Lernen

Das Forschungszentrum Jülich, das deutsche Beschleunigerzentrum DESY und das kanadische Teilchenphysik-Forschungszentrum TRIUMF wollen gemeinsam mit den kanadischen Unternehmen TRIUMF Innovations, D-Wave Systems Inc. und 1QBit Netzwerke für Quantencomputing und Maschinelles Lernen aufbauen. Bei einem Workshop in Vancouver wurde im Juli eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Die deutsch-kanadischen Netzwerke sollen die nationale und internationale Zusammenarbeit bei der Nutzung von Quantencomputern und Maschinellem Lernen erleichtern. Sie stehen weiteren Partnern offen. Die Kooperation gliedert sich in gemeinsame Arbeitsgruppen, die sich auf die vier Eckpfeiler der modernen Datenwissenschaft konzentrieren: Quantencomputing, Large Scale Computing, Maschinelles Lernen und Big Data Analytics.

„Auf dem Gebiet des Quantencomputing und des Maschinellen Lernens wurden in den letzten Jahren bemerkenswerte Fortschritte erzielt“, erklärt Prof. Sebastian Schmidt, Mitglied des Vorstandes des Forschungszentrums Jülich. „Der Zusammenschluss international führender Einrichtungen und Unternehmen aus den Bereichen der Wissenschaft und Industrie schafft großartige Voraussetzungen, um das außergewöhnliche Potenzial dieser neuen, richtungsweisenden Technologien für wissenschaftliche, datenintensive Aufgabenstellungen zu erschließen.“

Ein weiteres Ziel des Projekts ist die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Die beteiligten Partner wollen dazu die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen und die Finanzierung sichern.

Jülich Supercomputing Centre (JSC)

Preise und Auszeichnungen

Martin Winter zum Präsidenten der IMLB gewählt

Die international führende Fachtagung der Lithiumbatterieforschung „International Meeting on Lithium Batteries“ (IMLB) hat Ende Juni in Kyoto Prof. Martin Winter zum Präsidenten gewählt. In das neue Amt stieg der Batterieforscher, Direktor des Jülicher Instituts für Energie- und Klimaforschung, Helmholtz-Institut Münster, aus seiner bisherigen Rolle als designierter Kongresspräsident und Vize-Präsident auf.

Seit 1980 findet die IMLB-Konferenz alle zwei Jahre in verschiedenen Gastgeberländern statt. Im Laufe der Zeit etablierte sie sich als die weltweit bedeutendste Tagung zum Thema Lithium-Batterien.

Institut für Energie- und Klimaforschung, Helmholtz-Institut Münster (IEK-12)

Webseite der IMLB

George E. Smith Award für das beste Paper

Dr. Gia Vinh Luong erhielt gemeinsam mit Prof. Siegfried Mantl und Prof. Qing-Tai Zhao vom Jülicher Institut für Halbleiter-Nanoelektronik den 2017 Electron Devices Society George E. Smith Award für das beste Paper. „Negative Capacitance as Performance Booster for Tunnel FETs and MOSFETs: An Experimental Study“ entstand im EU-Projekt e2switch in Zusammenarbeit mit der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne.

Peter Grünberg Institut, Bereich Halbleiter Nanoelektronik (PGI-9)

Projekt e2switch

Felix Lüpke mit „Nottingham Prize“ ausgezeichnet

Dr. Felix Lüpke, vormals Doktorand am Peter Grünberg Institut, Bereich Functional Nanostructures at Surfaces, erhielt den diesjährigen „Nottingham Prize“ für seinen Vortrag „Disentangling transport in topological insulator thin films down to the nanoscale“. Lüpke setzte sich unter 17 Bewerbern in der Endausscheidung durch. Die mit 1.500 US-Dollar dotierte Auszeichnung wurde dem Nachwuchswissenschaftler Ende Juni im Rahmen der „Physical Electronics Conference“ an der University of New Hampshire in Durham/USA verliehen. In Jülich arbeitete Lüpke in der Forschungsgruppe „Nanoscale Charge Transport Studied by Multi-Tip Scanning Probe Microscopy“ von Prof. Bert Voigtländer. Inzwischen forscht er an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh.

Peter Grünberg Institut, Bereich Functional Nanostructures at Surfaces (PGI-3)

Informationen zum „Nottingham Prize“

Aktuelle Termine

Auf Seite http://www.fz-juelich.de/termine finden Sie aktuelle Konferenzen und Veranstaltungen im und mit dem Forschungs­zentrum Jülich, unter anderem:

Geheimnisvolle Pflanzen

Bis 23. September, Deutsches Museum Bonn
Ein geheimnisvolles rotes Leuchten, das alle lebenden Pflanzen aussenden, ermöglicht neuartige Einblicke in die Photosynthese. Wo diese Chlorophyllfluoreszenz herkommt und wie man sie mit eigenen Augen sehen kann, zeigt die aktuelle Ausstellung „Das Leuchten der Pflanzen“ im Deutschen Museum in Bonn. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts haben Jülicher Pflanzenforscher.

Mehr Informationen zur Ausstellung

Pressekontakt

Erhard Zeiss, Tel. 02461 61-1841, e.zeiss@fz-juelich.de