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Preis für exzellente Wissenschaft

Forschungszentrum zeichnet zwei Nachwuchsforscher aus

Armel Ulrich Kemloh Wagoum und Benjamin Stadtmüller sind die Träger des Exzellenzpreises 2014. Die beiden jungen Wissenschaftler nahmen die mit jeweils 5.000 Euro dotierte Auszeichnung im Rahmen der Veranstaltung "JuDocs 2014 – Karriere made in Jülich" entgegen.

Den Exzellenzpreis vergibt das Forschungszentrum seit 2009. Ausgezeichnet werden junge, international erfolgreiche Forscherinnen und Forscher, die zu den fünf Prozent besten Nachwuchswissenschaftlern in ihrer Disziplin gehören und mit ihren Ideen auf ihrem Forschungsgebiet entscheidende Impulse geben.

Fußgängersimulationen für mehr Sicherheit

Dr. Armel Ulrich Kemloh Wagoum befasste sich in seiner Doktorarbeit am Jülich Supercomputing Centre (JSC) damit, wie menschliches Navigationsverhalten in Fußgängerströmen im Computer simuliert werden kann, daneben beschäftigte er sich mit sehr aufwändigen empirischen Verhaltensstudien.

Gegenwärtig arbeitet der junge Wissenschaftler mit Wurzeln in Kamerun am JSC im Bereich "Civil Security and Traffic" und knüpft dort an seine Forschungen an. Kemloh entwickelt eine für Fußgängersimulationen geeignete Parallelisierungsstrategie, die Simulationen schneller als Realzeit erlaubt. Daneben betreut er das Open-Source-Softwarepaket JuPedSim, das einen Rahmen für die Entwicklung von Modellen zur Beschreibung von Fußgängerbewegungen bietet.

An Bord der "MS Wissenschaft", die gerade unterwegs durch Deutschland ist, befindet sich auch ein Exponat aus Jülich, an dem Kemloh beteiligt war: Es zeigt, wie Computersimulationen dazu beitragen können, gefährliche Situationen bei Großveranstaltungen zu vermeiden.

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Neue Einblicke in die Oberflächenphysik

Bis Oktober 2013 arbeitete Dr. Benjamin Stadtmüller, der zweite Preisträger, in der Arbeitsgruppe von Prof. Christian Kumpf am Peter Grünberg Institut des Forschungszentrums Jülich. Seit Januar gehört er zur Gruppe von Prof. Martin Aeschlimann an der TU Kaiserslautern, deren Schwerpunkt die Oberflächenphysik ist.

Im Zentrum seiner Arbeit stand die grundlagenorientierte Untersuchung von physikalischen Prozessen und Materialien, wie sie in organischen elektronischen Bauelementen vorkommen. Diese Elemente sind bereits im Einsatz, zum Beispiel in der Photovoltaik oder in Leuchtdioden. Doch viele grundlegende physikalische Prozesse, nach denen sie funktionieren, sind noch nicht verstanden.

In organischen elektronischen Bauteilen treten Grenzflächen zwischen Metallkontakten und organischen Schichten auf. Bei bisherigen Untersuchungen wurde nur eine Molekülsorte zum Beispiel auf eine Silbermetalloberfläche aufgebracht und untersucht. Die herausragende Leistung von Benjamin Stadtmüller besteht darin, dass er zwei Molekülsorten gleichzeitig auf Silber aufdampfte und mit einer großen Zahl an experimentellen Methoden untersuchte. Damit leistete er "einen grundlegenden Beitrag zur Weiterentwicklung der Oberflächenphysik", so das Urteil der Auswahlkommission.

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