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Peking-Tagebuch

Sonntag, 10. August 2008

Ich bin heute Morgen in Peking angekommen. Dichte Wolken beim Landeanflug. Hier ist kein Smog zu sehen, Wolken und Nebel sind die schlichte Ursache für den Dunst. Morgens um 6:45 Uhr haben wir eine Temperatur von 26 Grad und 80 Prozent relative Luftfeuchtigkeit. Vom Flughafen zur Peking Universität fahren wir mit der neuen U-Bahn, 30 Minuten für umgerechnet 2,50 Euro. Nur wenige Menschen sind unterwegs.

Erste Besprechung mit an der Peking Universität. Die Stadt ist in eine graue Hülle aus Nebel und leichtem Nieselregen eingeschlossen. Bis Mittag steigen die Temperaturen auf 28 bis 30 Grad. Es ist schwül, man schwitzt. Die Uni ist fast menschleer, viele Studenten sind nach Hause gefahren; die Kantinen haben geschlossen. Aber immer wieder Gruppen von Studenten, die freiwillige Helfer bei den Olympischen Spielen sind und in Bussen zu den Einsatzorten gefahren werden.

16 Uhr: Es blitzt und donnert. Heftiger Regen und endlich ein kräftiger Wind, das erste Mal seit dem 31. Juli. Das wird die Luftqualität gründlich verbessern. Der Luftmassenaustausch von Norden und der Regen, der bis Dienstag dauern soll, waschen die Luft rein.
Die Messdaten seit Juni zeigen einen deutlichen Rückgang der Belastung mit Feinstaub, Schwefeldioxid und Stickoxiden. Das entspricht der Reduktionsstrategie, die von der Peking Universität und von uns vorgeschlagen wurde. Nur das Ozon hatte vor dem heutigen Wetterwechsel zugenommen. Das liegt an den Fahrverboten, der Verkehr fließt gut, es gibt keine Staus.
Die Belastung mit Stickoxiden hat um etwa 40 bis 50 Prozent abgenommen. In der Folge hat die Produktionsrate des Ozons deutlich zugenommen, da die flüchtigen Kohlenwasserstoffe (VOC) nicht sehr viel mehr abgenommen haben.

Abendessen: Hot Pot mit stark gewürztem Fisch, aber nicht auf glühender Kohle (Kohlenmonoxid-Emissionen!), sondern auf einem Elektro-Ofen gebraten.

P.S. Alle hier sind im Olympia-Fieber!

IMG_0010_klein_JPGIm Dunst: der Flughafen von Peking nach der Landung.

IMG_0016_klein_JPGPeking im Regen: zusammen mit aufgefrischtem Wind sorgt der Niederschlag für saubere Luft in der Olympia-Stadt.


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