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Peking-Tagebuch

Mittwoch, 13. August 2008

Das Wetter heute war für die Luftqualität besser als erwartet: leichte Bewölkung, etwas dunstig durch sehr hohe relative Luftfeuchtigkeit (80 bis 90 Prozent) bei angestiegenen Temperaturen bis 32 Grad. Wegen der schwächeren Sonneneinstrahlung war der photochemische Umsatz abgemildert und die gestern befürchtete Ozonproduktion nicht so hoch. Um 15 Uhr waren auch heute wieder alle Luftqualitätswerte unterhalb deutscher Grenzwerte. Die Luftqualität ist gut: Messwerte 100 Meter vom Olympiastadion entfernt: Feinstaub 35 Mikrogramm / Kubikmeter, Ozon 60 ppb, Schwefeldioxid 7 ppb, Stickoxide 30 ppb.

Diese Messwerte konnte ich aufgrund einer Einladung von Prof. Wenqing Liu (Direktor des Anhui Institute of Optics and Fine Mechanics (AIOFM), China Acedemy of Science (CAS)) selbst in Augenschein nehmen. Das AIOFM ist ein weiterer chinesischer Kooperationspartner des Forschungszentrums Jülich und der Peking Universität. Diese Messstation befindet sich auf dem innersten Gelände der Olympischen Spiele, zwischen Olympischem Dorf und dem "Vogelnest".

Dort befinden sich auch die Gebäude von etwa 13 weiteren CAS-Instituten. Vor dem CAS Institute of Remote Sensing Applications sind Messcontainer mit Raman Lidar-System (zur Erfassung der Höhenverteilung von Feinstaub mittels Laserstrahlen) und Wolkenradar aufgestellt, aus dem oberen Geschoss werden optische Messungen zur Bestimmung einer Reihe von Spuren- und Schadgasen (z. B. Stickoxiden in rund 15 Metern Höhe) über dem Gelände durchgeführt.

In der ausführlichen Diskussion mit Prof. Liu hat er angeboten, zur weiteren Zusammenarbeit einen gemeinsamen Doktoranden Anfang nächsten Jahres nach Jülich zu senden. Er soll unsere hochentwickelten optischen Nachweismethoden kennen lernen und uns bei deren Weiterentwicklung helfen.

P.S. Abendessen heute traditionell: Peking Ente.

IMG_0095_klein_jpgDer Blick auf das Gelände des Olympischen Dorfes in Peking.


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