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Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM)

Das Institut für Neurowissenschaften und Medizin (INM) beschäftigt sich mit Struktur und Funktion des gesunden und erkrankten menschlichen Gehirns. Ziel ist es, Struktur und Funktionsveränderungen bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen zu verstehen und dadurch die frühe Diagnose und Therapie zu verbessern. Zu diesem Zweck arbeiten Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen mit modernen bildgebenden Verfahren wie struktureller und funktioneller Magnetresonanz-Tomographie (MRT), Positronenemissions-Tomographie (PET), Mikroanatomie, Zellbiologie, Genetik und Methoden der Physik und Informatik.

Die Forscher erstellen unter anderem ein virtuelles menschliches Gehirn, das strukturelle Aspekte vom Molekül bis zum komplexen Funktionssystem im räumlichen Zusammenhang erfasst (multimodaler Hirnatlas). Die Wissenschaftler des INM verbessern Methoden für Diagnostik und Therapie und entwickeln neue Verfahren. Beispiel 9komma4: Der so genannten 9,4-Tesla-Magnetresonanz-Tomograph mit einer Feldstärke von 9,4 Tesla, kombiniert mit einem Positronenemissions-Tomographen macht Strukturen und Stoffwechselvorgänge des Gehirns detaillierter sichtbar als je zuvor. Ergänzt wird die Methodenentwicklung durch den Radionuklidbereich. Drei Zyklotrone stehen zur Verfügung, um verschiedenste radioaktive Tracer für Forschung und Anwendung zu synthetisieren.

Im Bereich Therapie haben Wissenschaftler des INM die Methode des Coordinated Reset entwickelt. Zur Behandlung von Tinnitus wird das Verfahren bereits eingesetzt, für die Parkinson-Therapie derzeit erprobt. Weitere Forschungsgebiete des INM sind die Diagnose und die Therapie der Folgen von Schlaganfällen, die Früherkennung und Verzögerung von Demenzerkrankungen, sowie Aufmerksamkeitsstörungen.

Zur Erforschung der Variabilität des Gehirns und seiner Veränderungen während der Alterung führt das INM mit der Universität Duisburg-Essen die "1000Gehirne"-Studie durch, eine bevölkerungsbasierte Studie, in der genetische, psychosoziale und Umwelteinflüsse auf die Struktur und Funktion des Gehirns untersucht werden.
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Neben medizinischen Aspekten befasst sich das INM außerdem mit den ethischen Aspekten, Chancen und Risiken wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen.

Das INM wirkt an der Kooperation des Forschungszentrums Jülich mit der RWTH Aachen in die Sektion JARA│BRAIN der Jülich Aachen Research Alliance (JARA) mit. Es ist außerdem Teil der Helmholtz Allianz "Systembiologie", eine zentral geförderte Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft mit dem Ziel, Struktur und Mechanismen komplexer Systeme des menschlichen Gehirns besser zu verstehen. Das INM beteiligt sich auch an der Helmholtz Allianz "Mental Health in an Aging Society", in der schwerpunktmäßig Forschungen zu neurodegenerativen Erkrankungen, insbesondere Parkinson’sche und Alzheimer’sche Erkrankung durchgeführt werden.

Geschäftsführender Direktor

Prof. Markus Diesmann

Website des INM

Website des Instituts für Neurowissenschaften und Medizin (INM)


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