Suche

zur Hauptseite

Navigation und Service


Ergebnisse der 89. Aufsichtsratssitzung

Jülich, 14. November 2012. Heute hat die 89. ordentliche Sitzung des Aufsichtsrats des Forschungszentrums Jülich stattgefunden. Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich hat sich in dieser Sitzung erneut mit dem weiteren Umgang mit den AVR-Brennelementen befasst. Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich hat dazu folgende Beschlüsse gefasst:

Weiterer Umgang mit den AVR-Brennelementen

  1. Der Aufsichtsrat nimmt den Bericht zur Kenntnis und fordert den Vorstand auf, alle erforderlichen Maßnahmen zu treffen, um eine Verlagerung der AVR-Brennelemente in die USA zu ermöglichen. Der Aufsichtsrat bittet den Vorstand, regelmäßig über den Stand dieser Option im Aufsichtsrat zu berichten.
  2. Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich GmbH fordert den Vorstand auf, in Abstimmung mit den Genehmigungsbehörden darauf hinzuwirken, dass die zur Umlagerung der AVR-Brennelemente von Jülich nach Ahaus beantragten Genehmigungen nach §4 und §6 AtG ruhend gestellt werden.
  3. Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich GmbH fordert den Vorstand ferner auf, den beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gestellten Antrag auf Verlängerung der Aufbewahrung in Jülich auch damit zu begründen, dass so die Transportoption für die AVR-Brennelemente in die USA in einem rechtmäßigen Verfahren ermöglicht werden soll.

Zur Einordnung erklärt der Aufsichtsrat:

Der Vorstand und der Aufsichtsrat des Forschungszentrums Jülich sind gemeinsam zu der Auffassung gekommen, dass die geplanten Transporte der AVR-Brennelemente in das Zwischenlager Ahaus nicht bis zum 30. Juni 2013 abgeschlossen werden können. Eine mögliche Verlagerung der AVR-Brennelemente in die USA sowie ein optionaler Neubau eines Zwischenlagers auf dem Gelände des Forschungszentrums sind bis zum 30.06.2013 ebenfalls nicht zu realisieren. An diesem Datum endet die Aufbewahrungsgenehmigung für die Brennelemente in Jülich.

Um einen genehmigungslosen Zustand nach dem 30. Juni 2013 zu verhindern, ist daher die Verlängerung der Zwischenlagergenehmigung auf dem Gelände des Forschungszentrums über den 30. Juni 2013 hinaus zwingend erforderlich. Ein entsprechender Antrag des Forschungszentrums Jülich wird derzeit vom BfS bearbeitet.

Zwischen den Gesellschaftern des Forschungszentrums, der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Nordrhein-Westfalen, besteht Einvernehmen darüber, dass Transporte in ein weiteres Zwischenlager nach Möglichkeit zu vermeiden sind. Aus diesem Grund haben sich die Gesellschafter dafür ausgesprochen, die Prüfung der Option eines Rücktransports der Brennelemente unter dem Dach des internationalen Non-Proliferationsabkommens in das Ursprungsland des Kernbrennstoffs, die USA, mit Priorität zu verfolgen.

Nach Überzeugung des Aufsichtsrates ist es vor diesem Hintergrund jetzt erforderlich, die Anstrengungen aller Beteiligten zu konzentrieren.

Der Aufsichtsrat des Forschungszentrums hat daher den Vorstand aufgefordert, die beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) gestellten Genehmigungsanträge für Ahaus (Einlagerung in Ahaus und Transport dorthin) ruhend zu stellen. Mit diesem Schritt soll auch verhindert werden, dass ggf. durch ein Anlaufen der Transporte Fakten geschaffen werden, die der USA-Option unter dem Grundsatz der Transportminimierung zuwiderlaufen.

Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat der Empfehlung des Vorstands zur Wahl eines Standorts für einen optionalen Neubau auf dem Gelände des Forschungszentrums gefolgt und hat den Vorstand beauftragt, auf dieser Grundlage eine Umweltverträglichkeitsuntersuchung auszuschreiben.

Hintergrund dieses Beschlusses ist, dass der Aufsichtsrat den Vorstand in der Sitzung am 16.05.2012 beauftragt hatte, die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU) für einen optionalen Neubau eines Zwischenlagers zu veranlassen. Basis für die Erstellung der UVU ist die Festlegung eines Standorts für einen möglichen Neubau.


Servicemenü

Homepage