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AVR-Behälterlager: Ergebnisse des Stresstests

Bei den im Auftrag des Bundesumweltministeriums von der Entsorgungskommission (ESK) durchgeführten Stresstests zur Bewertung von Zwischenlagern für bestrahlte Brennelemente und Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle in Deutschland wurde auch das AVR-Behälterlager Jülich geprüft.

Die Ergebnisse des Stresstests der ESK zeigen auf, dass das AVR-Behälterlager in Jülich sicher ist und in jeglicher Hinsicht den Auslegungsanforderungen der bestehenden Genehmigung entspricht. Eine Gefährdung für Mensch und Umwelt besteht daher nicht.

Gegenstand der Stresstests war die Simulation theoretisch denkbarer Extremsituationen (z.B. Jahrhundertregen, totaler Stromausfall über mehrere Tage, Großbrand in der Anlage), die über die Auslegungsanforderungen der bestehenden Genehmigung weit hinausgehen.

Das Ergebnis zeigt, dass in sieben der neun überprüften Extremsituationen die Anforderungen der ESK in vollem Umfang erfüllt werden. Diese Extremsituationen sind: Hochwasser, Starkregen, sonstige wetterbedingte Ereignisse, Ausfall der elektrischen Energieversorgung, anlageninterner Brand, Brände außerhalb der Anlage, Explosionsdruckwelle.
Auch bei den zwei verbleibenden Fällen (Flugzeugabsturz und Erdbeben) hat die ESK festgestellt, dass die Integrität der Castoren, also der sichere Einschluss der radioaktiven Stoffe, sowohl im Falle eines Erdbebens als auch im Falle eines durch den Absturz eines Militärflugzeugs ausgelösten Brandes gewährleistet ist.

Eine abschließende Bewertung der beiden Fälle war laut ESK jedoch noch nicht möglich, da hierfür Untersuchungen nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik erforderlich sind. Diese Untersuchungen werden zurzeit im laufenden Genehmigungsverfahren zur Verlängerung der Zwischenlagerung in Jülich um drei Jahre durchgeführt. Hierbei werden die Fälle Flugzeugabsturz und Erdbeben nach aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik betrachtet, d.h. nach deutlich erhöhten Anforderungen im Vergleich zu den bisher zu unterstellenden und bei der derzeit geltenden Genehmigung berücksichtigten Anforderungen. Ergebnisse hierzu liegen bislang nicht vor.


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