Mit Carbon Capture and Storage (CCS) bezeichnen Wissenschaftler die Abtrennung von Kohlendioxid aus Kraftwerken mit fossilen Brennstoffen und die anschließende Lagerung des CO2 in unterirdischen Gesteinsschichten. Innovationen bei der Entwicklung von CCS-Technologien sowie die Möglichkeiten, Kohlendioxid zu nutzen und zu recyceln, haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums untersucht. Das Ergebnis ihrer Studie liegt jetzt als Buch vor.
Jülicher Forscher sind gefragte Experten. Nach dem Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull auf Island lieferten Jülicher Wissenschaftler mithilfe des Laser-Systems LIDAR wertvolle Daten zur Identifikation der Aschewolke. Nach der Massenpanik während der Loveparade waren Jülicher Forscher Ansprechpartner für die Medien, weil sie im Rahmen des Kooperationsprojekts "Hermes" bereits am besseren Schutz vor solchen Katastrophen arbeiten. Der Jahresbericht 2009 bietet einen Überblick über Forschungsvorhaben und Wirkungsfelder des 4.600 Mitarbeiter starken Helmholtzzentrums, das seine Aufgabe darin versteht, Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert zu entwickeln.
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Zum Alltag von Nanotechnologen gehört es, mit ihren Mikroskopen einzelne Atome zu untersuchen. Schwierig zu beobachten waren bislang jedoch Atomstrukturen, die sich im Inneren von organischen Molekülen befanden. Im renommierten Fachmagazin Physical Review Letters (DOI: 10.1103/PhysRevLett.105.086103 ) erklären Jülicher Forscher nun ihre neuartige Methode, die den "Röntgenblick" ins Molekül ermöglicht. Sie könnte es einfacher machen, organische Halbleiter und Proteine zu analysieren.
Das Schülerlabor des Forschungszentrums Jülich (JuLab) bot erstmals gemeinsam mit dem Jülicher Institut für Energieforschung und der Zentralen Berufsausbildung ein Berufsfindungspraktikum an. Eine Woche lang konnten zehn Schüler in ihren Ferien verschiedene naturwissenschaftlich-technische Berufe rund um die Brennstoffzelle kennenlernen.
Jülicher Forscher arbeiten im Projekt Hermes an einem Evakuierungsassistenten, der den Leitstellen bei großen PublikumsVeranstaltungen eine 15 Minuten-Stauprognose liefert. Ordner in Stadien hätten damit die Möglichkeit, rechtzeitig einzugreifen und Personenströme umzulenken. Die Testphase des Systems beginnt im Sommer 2011.