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Energieoptimiertes Bauen EnOB
Auf dem Weg zu Nullenergie-Gebäuden
Aufgrund der großen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebereich führt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) die langfristig angelegten Forschungsaktivitäten zur Verbesserung der Energieeffizienz auf diesem Gebiet fort. Dazu werden die Fördermaßnahmen für forschungsintensive Demonstrationsbauvorhaben "Energieoptimierter NeuBau – Gebäude mit minimalem Energiebedarf (EnBau)" und "Energetische Verbesserung der Bausubstanz (EnSan)" im Förderschwerpunkt ENOB zusammengelegt. Unterstützt werden zudem FuE-Vorhaben zu neuen Materialien, Komponenten und Systemen der Bautechnik sowie der technischen Gebäudeausrüstung.
Der Gebäudebereich stellt den größten einzelnen Verbrauchssektor dar. Mehr als ein Drittel der gesamten Endenergie wird in Gebäuden zur Beheizung und Warmwasserbereitung eingesetzt. Dabei werden zu mehr als 80 Prozent fossile Energieträger genutzt. Auch der Stromverbrauch für Klimatisierung, Beleuchtung, Lüftung und Geräte nimmt kontinuierlich zu.
Legt man die technisch machbare "3-Liter-Haus-Sanierung" zugrunde, so erschließt die heute praktizierte energetische Sanierung bestehender Gebäude nur etwa 30 bis 50 Prozent des möglichen Einsparpotenzials. Das Förderkonzept strebt daher an, durch innovative Technologien und verlässliche Daten erster Pilotanwendungen die Basis für eine breite Marktanwendung konsequenter und nachhaltiger Sanierungen zu schaffen, denn das größte Einsparpotential bietet der Gebäudebestand.
Wie bisher ist im Förderkonzept der Transfer von FuE-Ergebnissen in Pilotanwendungen und Demonstrationsbauvorhaben von hervorgehobener Bedeutung. Insofern unterteilt sich die Fördermaßnahme "Energieoptimiertes Bauen" in die beiden Bereiche "ENOB-FuE" und "ENOB-Demo", wobei die Demonstration und messtechnische Evaluierung innovativer Konzepte weiterhin nach Bestand (EnSan) und Neubau (EnBau) differenziert wird.
Ziele für FuE-Arbeiten im Bereich Bautechnik sind:
Ziele für FuE-Arbeiten im Bereich Technische Gebäudeausrüstung sind:
Ziele und Vorgaben für innovative Demonstrationsbauvorhaben
Eine Kernaufgabe für forschungsintensive Demonstrationsbauvorhaben auf dem Weg zu Nullenergie-Gebäuden stellt die Integration von innovativen Techniken und deren wissenschaftliche Auswertung dar.
Auswahlkriterien für innovative Demonstrationsvorhaben sind:
Wohnungsbauprojekte können erst ab einer Größe von zehn Wohneinheiten (Siedlungen, Mehrfamilienhäuser) entsprechend dem Auswahlkriterium "Multiplikationspotenzial" zur Förderung vorgeschlagen werden.
Künftige Demonstrationsvorhaben sollen in drei Phasen durchgeführt werden:
Mindestanforderungen an die Energieeffizienz bei Neubauvorhaben (EnBau):
Mindestanforderungen an die Energieeffizienz bei Sanierung (EnSan):
Der sinnvolle Einsatz und die Integration erneuerbarer Energiequellen soll demonstriert werden.
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