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OP nach Bildinformationen vom Computer Foto: Konrad Zuse Zentrum

Medizinische Systembiologie – MedSys

 

Laufzeit 2008-2011

 

Komplexe Krankheitsbilder wie Neurodegenerative Erkrankungen, Multiple Sklerose, Krebs und Diabetis sind allein durch die Erhebung von Genomics-, Proteomics- und Metabolomicsdaten in ihrer Entstehung und in ihrem Verlauf nicht zu erfassen. Hierzu sind system-orientierte Ansätze erforderlich, die ein zusammenhängendes und besseres Bild der zugrundeliegenden Vorgänge ermöglichen.

 

Mit der Förderbekanntmachung zur „Medizinischen Systembiologie – MedSys“ (siehe Link in der rechten Spalte) will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) einen attraktiven Raum für die Zusammenarbeit zwischen Industrie und akademischer Forschung im hoch innovativen Feld der medizinischen Systembiologie bieten.

 

In interdisziplinären Verbundvorhaben mit Expertise von der klinischen Medizin, über Bioanalytik und Bioinformatik bis hin zur mathematischen Modellierung sollen systembiologisch relevante Fragestellungen im medizinischen Bereich bearbeitet werden. Dabei kann es sich beispielsweise um die Vorhersage der Toxizität neuer Wirkstoffe, die Entwicklung neuer diagnostischer Marker unter Berücksichtigung der humanen Genomvariabilität oder um das tiefere Verständnis über die in genomweiten Assoziationsstudien entdeckten Krankheitsgene handeln.

 

"MedSys" wird dabei von den schon laufenden systembiologischen Förderaktivitäten HepatoSys, FORSYS, FORSYS-Partner und SysMO flankiert. Erfahrungen zum experimentellen Design, zur Datenstandardisierung und zum Datenmanagement, die in diesen Aktivitäten gesammelt wurden, sollen dazu genutzt werden, die medizinischen Ansätze schnell und effizient auf den Weg zu bringen. Ziel ist es, das Potenzial der medizinischen Systembiologie zu nutzen, um die Voraussetzungen für Innovationen in der Pharma- und Biotech-Industrie zu schaffen und den Entwicklungsstandort Deutschland weiter zu stärken.


Deutsch-österreichische Zusammenarbeit - Hinweise

 

Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, Österreich (BMWF) hat nach Deutschland (BMBF Bekanntmachung vom 18.1.08) im Rahmen des Österreichischen Genomforschungsprogramms am 21.2.2008 die Förderaktivität „Medizinische Systembiologie – MedSys“ ausgeschrieben. Basierend auf dieser Ausschreibung wollen beide Länder auf dem innovativen Feld der medizinischen Systembiologie binationale Zusammenarbeiten zwischen österreichischen und deutschen Forschergruppen unterstützen. Dabei ist das Förderverfahren der Partnerländer thematisch und terminlich aufeinander abgestimmt.

 

Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Prozess (s. 7.2.1 der BMBF-Bekanntmachung). Förderungen werden länderspezifisch gewährt, d.h. die deutschen Partner werden durch das BMBF, die Partner aus Österreich durch das BMWF gefördert.

 

Die Darstellung der Zusammenarbeit soll im Rahmen der 15-seitigen Projektskizze erfolgen. Die Projektskizzen werden zentral beim Projektträger Jülich eingereicht. In einem gemeinsamen Begutachtungsverfahren wird über die Förderung der Verbundprojekte entschieden. Die formale Antragstellung erfolgt später über die jeweiligen nationalen Förderstellen.

 

Die Zusammenarbeit muss in einem Kooperationsvertrag geregelt sein.

 

Eine binationale Zusammenarbeit bietet das Potenzial wichtige Expertise über die eigenen Ländergrenzen hinaus einzubinden, ist aber für deutsche Verbundvorhaben keine Fördervoraussetzung im Rahmen von MedSys.

 

Nähere Informationen erhalten interessierte Antragsteller beim Ansprechpartner des PtJ oder unter www.gen-au.at.

Ansprechpartner

Dr. Sigrid Grolle
Tel.: 02461 61-8602

Dr. Sabine Wiek
Tel.: 02461 61-1532

Bekanntmachungen

 

Deutschland (BMBF)

 

Medizinische Systembiologie – MedSys [weiter]

 

Österreich (BMWF)  

 

Medizinische Systembiologie – MedSys [weiter]

 

Erste Hinweise zu den Bekanntmachungen finden Sie auch in der mitttleren Spalte  unten.

 

Publikationen

Info-Faltblatt [pdf]