

![]() |
Systembiologie – Systeme des Lebens
Die noch junge Disziplin der Systembiologie versucht, biologische Organismen in ihrer Gesamtheit zu verstehen. In einem interdisziplinären Ansatz sollen komplexe biologische Prozesse aufgeklärt und mathematische Modelle dieser Prozesse entwickelt werden. Diese Modelle sollen Vorhersagen ermöglichen und so einen Teil der Experimente ersetzen.
Das Anwendungspotential solcher Modelle ist vielfältig. So können z.B. eine Reihe der toxikologischen Untersuchungen reduziert werden, was sich beschleunigend auf die Medikamentenentwicklung auswirkt. Da dieses sich wiederum auf die Entwicklungskosten neuer Medikamente niederschlägt, ist das Interesse der Pharmaindustrie groß. Darüber hinaus lassen sich aber auch weitere Anwendungsfelder in Landwirtschaft, Ernährung und Chemie ableiten.
Mit seinen Fördermaßnahmen für die Systembiologie verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein abgestimmtes Konzept, das die Innovationskette von den grundlegenden Entwicklungen über die Ausbildung bis hin zu Anwendungen in relevanten Fragestellungen aufgreift und den Aufbau von international kompetitiven Forschungsstrukturen unterstützt. Als Förderinstrumente werden dabei Clusterwettbewerbe, Nachwuchsförderung und Verbundprojekte unter Führung der Industrie eingesetzt.
Der Projektträger Jülich betreut im Auftrag des BMBF die folgenden Förderschwerpunkte:
> Systembiologie in der Krebsforschung - CancerSys
> Forschungseinheiten der Systembiologie – FORSYS
> Partner der Forschungseinheiten Systembiologie – FORSYS-Partner
> Systembiologie des Hepatozyten (HepatoSys) – Die virtuelle Leber
> Systembiologie an Mikroorganismen – SysMO
> Medizinische Systembiologie – MedSys
> Neue Methoden in der Systembiologie
> Quantitative Analyse zur Beschreibung dynamischer Prozesse in lebenden Systemen – QuantPro
> Systembiologie für die Gesundheit im Alter – GerontoSys
|