Internationale Beziehungen und Forschungsraum Europa
Die Internationalisierungsbemühungen des Forschungszentrums Jülich sind zur Optimierung der Organisationsabläufe im Fachbereich 'Internationale Beziehungen' der Stabstelle Unternehmensstrategie gebündelt.
Wissenschaftliche Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern wird in Jülich sowohl im Rahmen der Europäischen Forschungsrahmenprogramme als auch durch maßgebliche Beteiligung an zukunfsweisenden internationalen Großprojekten wie FAIR, ITER und Wendelstein 7-X durchgeführt. Darüber hinaus gibt es bi- und multilaterale Vereinbarungen zur gegenseitigen Nutzung großer Infrastrukturen, z.B. Neutron- und Synchrotronstrahlungsquellen, große Fusionsanlagen in Europa, USA und Japan, oder Forschungsflugzeuge.
Eine besondere Bedeutung wird in Jülich internationalen Strategischen Partnerschaften zugemessen: darunter verstehen wir eine zukunftsweisende Form der langfristigen Zusammenarbeit mit exzellenten Kooperationspartnern, um ein bestimmtes, zukunftsweisendes Ziel mit den individuellen Stärken der jeweiligen Partner zu erreichen. Sie bieten einen Rahmen für alle Arten der Kooperation - vom Aufbau gemeinsamer Forschungsschwerpunkte bis hin zu Personalaustausch und Kooperation in der Aus- und Weiterbildung. Mit Partnern aus Frankreich, Polen, China und Russland haben wir bereits umfangreiche Verträge geschlossen. Mit Partnern in den USA und in Japan sollen in Kürze ähnliche Vereinbarungen getroffen werden.
Wichtige Instrumente in der Internationalisierung auf individueller und Projekt-Ebene sind das Forschungsmarketing anhand von "Fact Finding Missions", Anbahnungsmaßnahmen, Workshops und das Nachwuchsmarketing zur Rekrutierung der weltweit besten Köpfe. Zu diesen Aktivitäten zählen die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst organisierten Bildungsmessen GATE, weltweite "Recruiting"-Messen, aber auch die Vergabe von HGF-CSC-Stipendien, deren Kosten sich die chinesische Seite, die HGF und das Zentrum teilen.
Anschubfinanzierungen im Rahmen eines Strategiefonds und eines Kooperationsfonds sollen die Anbahnung von Kooperationen erleichtern. Ein "Schnupperfonds" erleichtert es den Instituten, ausländische Kandidaten und Kandidatinnen für Promotions- oder PostDoc-Stellen zu einem Informationsaufenthalt für mehrere Wochen einzuladen.
Von zentraler Bedeutung für das Forschungszentrum ist und bleibt die internationale Vernetzung über europäische Projekte, insbesondere im Forschungsrahmenprogramm der EU. Im 6. Forschungsrahmenprogramm der EU (2002 - 2006) zählte Jülich mit über 100 Beteiligungen zu den aktivsten deutschen Teilnehmern; 20% der bewilligten Projekte wurden von uns koordiniert, darunter große Projekte und Exzellenznetze wie REALSOFC und SoftComp. Im 7. Forschungsrahmenprogramm (2007 - 2013) koordinieren wir Infrastrukturprojekte wie PRACE (Partnership for Advanced Computing in Europe) und sind Teilnehmer in richtungweisenden Projekten wie DEISA-2 zur europaweiten Vernetzung von Supercomputern via GRID (mit 11 Partnern aus 7 Ländern und einem Budget von rund 10 Mio. Euro) und IAGOS. Beteiligungen an ITER und an "Joint Technology Initiatives" wie der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-JTI komplettieren die Präsenz in dominierenden europäischen Forschungsfeldern.

Links
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Europäische Projekte:
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Günter Lincks
letzte Änderung 09.09.2009 | Sybille Krummacher | Ausdrucken
