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Synergien für Open Access – Open-Access-Monitoring

Ein Projekt zur Einrichtung und Betrieb eines nationalen Open-Access-Monitors,
gefördert im Rahmen des Ideenwettbewerbs des Bundesforschungsministeriums zur Förderung des freien Informationsflusses in der Wissenschaft (2017).

Welches Ziel hat das Projekt?

Das Projekt wird zur Verbesserung der Datenlage zu Open Access in Deutschland beitragen. Mit dem Aufbau eines Monitorings für den Transformationsprozess von Closed Access (meist Subskriptionsausgaben) hin zu Open Access (meist Publikationsausgaben) sollen die Daten bestehender Projekte zusammengefasst, deren Datenbasis ausgeweitet, einer abgestuften Anwenderoberfläche nutzbar gemacht und in wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht werden.


Projektnehmer ist die Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich.

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit dem Zusatz "Gefördert vom"


Das Projekt wird von dem Bundesministerium für Bildung und Forschung mit zwei Projektstellen für 24 Monate gefördert (FKZ 16OA018).
Open Access – Einfacher Zugang zu wissenschaftlicher Literatur (BMBF)
Im Überblick – 16 innovative Open Access Projekte starten (BMBF)
Freier Zugang zu wissenschaftlicher Literatur – BMBF fördert 20 innovative Projekte zur Verbreitung von Open Access (BMBF Pressemitteilung, 133/2017)
Antwort der Bundesregierung auf Kleine Anfrage – Geförderte Vorhaben im Rahmen der Förderrichtlinie des freien Informationsflusses in der Wissenschaft (Deutscher Bundestag, Drucksache 19/1014, Seite 6)
Open Access in Deutschland – Die Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, X. Open Access sichtbar und messbar machen – Open Access-Monitor (BMBF Dokument, September 2016)

Synergien für Open Access – Open Access-MonitoringCopyright: Forschungszentrum Jülich

Wie wird im Detail vorgegangen?

Erstellung eines Katalogisierungsclients für die Global Open Knowledgebase

Mit der Erstellung des Konzepts für den Client wird ein IT-Unternehmen mit nachgewiesener Expertise in diesem Feld beauftragt. Für das Konzept werden Interviews und Workshops mit vier ausgewählten Bibliotheken durchgeführt, um die Nutzeranforderungen kennenzulernen und die Struktur bestehender Systeme bestmöglich zu erfassen. Die Programmierung des Katalogisierungsclients erfolgt durch Projektmitarbeiter und wird von der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbunds (VZG) begleitet. Vor der Freigabe erfolgt ein Pretest sowie erneut ein Workshop mit den ausgewählten Bibliotheken.

Qualitätssicherung in der Global Open Knowledgebase

Die Global Open Knowledgebase ist als Werkzeug der kooperativen Metadatenverwaltung konzipiert. Unter der redaktionellen Leitung der Zeitschriftendatenbank (ZDB), sollen – mit Hilfe ihrer engen Kontakte zu deutschen Bibliotheken – Strukturen aufgebaut werden, welche die Global Open Knowledgebase als ein umfangreiches und zuverlässiges Instrument mit normierendem Anspruch etablieren. Die Einführung dieses kooperativen Prozesses durch die Übernahme von Aufgaben bezüglich des Daten- und Qualitätsmanagements wird unterstützt.

Erstellung einer Anwenderoberfläche für den Open-Access-Monitor

Das Konzept für die Anwenderoberfläche des Open-Access-Monitors wird entsprechend der Vorgehensweise für den Katalogisierungsclient entwickelt und umgesetzt. Die Konzepterstellung erfolgt hier auf Basis der Erfahrungen durch den Projektmitarbeiter in Rückkopplung mit Bibliotheken und Verhandlungsführern für Allianz- oder Transformationslizenzen. Die Programmierung wird durch die Projektgruppe Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt (OA2020-DE) begleitet.

Qualitätssicherung im Open-Access-Monitor

Die per Schnittstellen aus den externen Quellsystemen übermittelten Daten als auch die Kombination der Daten (Mapping) im Open-Access-Monitor werden durch Projektmitarbeiter bibliotheksfachlich qualitätsgeprüft. Für den Open-Access-Monitor wird ein gestuftes Rechtemanagement mit Einrichtungen und Systembetreibern diskutiert und erstellt. Hiermit soll ein Interessenkonflikt zwischen der Bereitschaft, Daten zur Verfügung zu stellen einerseits und andererseits der Forderung, die erhobenen Daten nutzen zu können, vermieden werden. Die Programmierung erfolgt im Rahmen der NOAK-Datenstelle.

Datenanalysen

Mit Hilfe der Anwenderoberfläche können entsprechend dem Rechtemanagement Daten für die angestrebten Nutzungszwecke abgefragt werden. Die Daten des Open-Access-Monitors sollen die Verhandlung von Transformationsverträgen unterstützen und von wissenschaftlichen Einrichtungen weiterverwendet werden können. Die Abfrage und Interpretation der kombinierten Daten wird von Projektmitarbeitern unterstützt. Selbst erstellte wissenschaftliche Veröffentlichungen werden in Open-Access-Zeitschriften publiziert. Basierend auf der aufgebauten Expertise wird bei Bedarf eine Studie entsprechend der Open-Access-Strategie des BMBF, Aktionsfeld „Open Access sichtbar und messbar machen – Open-Access Monitor“ konzipiert.

Wirkungsforschung

Der Inhalt der Quellsysteme des Open-Access-Monitors beruht zum großen Teil auf der freiwilligen Teilnahme wissenschaftlicher Einrichtungen. Die Teilnahmebereitschaft in der Vergangenheit, zu Projektbeginn und während des Projektverlaufs wird evaluiert. Es wird identifiziert, mit welchen Methoden und mit welcher Qualität fehlende Datenbestände hochgerechnet werden können sowie in welchen Feldern die Einhaltung vorhandener Richtlinien verbessert werden muss. Vorschläge, wie Stakeholder von außerhalb (z.B. Forschungsförderer, Wissenschaftsorganisationen, Fachgesellschaften) aktiviert und für die Projektziele gewonnen werden können, sollen die Wirkungsforschung ergänzen. Zusammenfassend werden Ansätze zur Verstetigung und Weiterentwicklung des Open-Access-Monitors erstellt.

Kontakt

Projektleiter:
Dr. Bernhard Mittermaier
E-Mail: b.mittermaier(at) fz-juelich.de
Tel.: 02461 61-5368
Leitung der Zentralbibliothek




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