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Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA)

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ZEA-1 - Technologie für Spitzenforschung (TÜV zertifiziert)

Archimedes benötigte der Sage nach nur eine Badewanne, um das Naturprinzip des Auftriebs zu entdecken. Moderne Wissenschaftler haben es dagegen schwerer: Wer heutzutage Forschung betreibt, kommt meist am Einsatz technisch aufwendiger Versuchsanlagen, teurer Laborgeräte und komplizierter Meßverfahren nicht vorbei. Nur selten aber gibt es die notwendigen Bauteile und Komponenten eines Experiments "von der Stange". Egal ob Druckkammer, Magnetfeldsensoren, Lichtwellenleiter oder haltbare Glas- Metall- Muffen: Nach allen diesen Dingen sucht der Forscher in den Katalogen der Laborausstatter oft lange und vergeblich, zumal wenn Größe, Form und Meßbereiche, Temperaturstabilität und andere Eigenschaften vom Versuchsplan genau vorgegeben sind. Meist hilft dann nur eins: das Selberbauen. Für den Experimentator beginnt hier häufig das Problem.

Foto der Basis des Cooler Synchrotron COSYCOSY, das Protonen Cooler Synchrotron des Forschungszentrums Jülich. Das 184 m lange Stahlrohr- und Vakuumsystem sowie die ca. 220 m langen Extraktionsstrecken wurden von ZEA-1 ingenieurtechnisch entwickelt und gebaut.



Denn wie man lötet, schweißt und Glas bearbeitet, komplexe Schaltungen berechnet, Leitungen verlegt oder Anlagen plant, hat kaum ein Physiker, Chemiker, Biologe oder Mediziner in der Ausbildung gelernt. Das Forschungszentrum Jülich hat dies vor Jahren schon erkannt und reagiert: Am 1. Januar 1974 nahm die Zentralabteilung Technologie (ZAT) ihre Arbeit auf. Gut 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren damals dabei. Heute sind es rund 180 Frauen und Männer aus zahlreichen gewerblich-technischen Berufen, Ingenieure und Wissenschaftler. Ihre Aufgabe ist 40 Jahre nach Abteilungsgründung immer noch die gleiche, auch wenn aus der ZAT ab 1.1.2013 das ZEA-1 (Engineering und Technologie) geworden ist als ein Institutsbereich des ZEA: Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik. Das ZEA-1 entwickelt, plant, beschafft und baut für das Forschungszentrum Jülich alle Geräte, Anlagen und Verfahren, für die es technisch oder kommerziell bislang noch keine Lösung gibt. Wenn Forschung aus dem Stetternicher Forst in aller Welt Erfolg feiert, so ist das fast immer auch ein Verdienst des ZEA-1.

Herstellung einer Verzahnung in technischer Keramik mit Ultraschall-Schwingläppen Herstellung einer Verzahnung in technischer Keramik mit Ultraschall-Schwingläppen



Fast jedes Bauteil und Gerät, das das ZEA-1 verlässt, ist auf seine Art ein Prototyp, der viele Anforderungen, etwa in der Meßtechnik, Datenverarbeitung, Fertigung oder Sicherheit, auf neuartige Weise erfüllt. Beispiele sind das Protonen Cooler Synchrotron COSY mit dem Magnetspektrometer "Big Karl" im Jülicher Institut für Kernphysik (IKP), Kristall-Ziehöfen für die Festkörperforschung, eine Vorrichtung zur Entnahme von Tiefseeproben oder ein Haut- Reizstimulator für die Medizin. Grundlage jeder neuen Apparatur sind die Vorstellungen, Wünsche und Ideen der Wissenschaftler in den Instituten. Orientiert am Forschungsziel entwickeln die Ingenieure und Planer der Zentralabteilung realisierbare Konzepte. Erstes Ergebnis ist meist ein ganzer Stapel technischer Zeichnungen und Unterlagen, anhand dessen das ZEA-1 alle erforderlichen Bauteile und Komponenten, einschließlich Software, von Firmen und Spezialanbietern besorgt oder - viel häufiger - in den eigenen Werkstätten und Hallen fertigt. Sowohl organisatorisch, als auch von der Ausstattung her ist die Abteilung für alle ingenieurtechnischen Spezialgebiete gerüstet. Dabei spielt es keine Rolle, ob es um einen Kleinen Einzelauftrag geht - einen Kühlkreislauf zum Beispiel - oder um ein Großprojekt, wie das Kernfusionsexperiment TEXTOR. Kompetente Teams aus Ingenieuren, Technikern und Facharbeitern stehen neuen Herausforderungen aufgeschlossen gegenüber.


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