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Zentralinstitut für Engineering, Elektronik und Analytik (ZEA)
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Vermeidung von Taste & Odor (T&O) durch Oxidation

Wasser ist ein essentielles Lebensmittel. Eine ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser und eine gute Rohwasserqualität sind entscheidende Voraussetzungen für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung. China ist durch ein rasantes industrielles und wirtschaftliches Wachstum gekennzeichnet. Der Bedarf an Brauch- und Trinkwasser nimmt in den Ballungszentren kontinuierlich zu. Gleichzeitig wird die Rohwasserqualität durch den übermäßigen Eintrag von Nährstoffen sowie anorganischen und organischen Schadstoffen beeinträchtigt. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung muss der gesamte Wasserkreislauf berücksichtigt werden: ein leistungsstarkes Stadtentwässerungssystem, ein wirksames Wasser-Ressourcen-Management mit geeigneten Monitoring-Strategien, eine effiziente Wasseraufbereitung sowie ein gut funktionierendes Trinkwasser-Verteilungsnetz.
Im geplanten SIGN Forschungs- und Entwicklungsprojekt werden in Deutschland bewährte Technologien und Konzepte gezielt für die Randbedingungen in China weiterentwickelt. Durch die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis in beiden Ländern profitieren sowohl die chinesischen als auch die deutschen Partner. Die Zusammenarbeit von deutschen Partnern aus Industrie (überwiegend kleine und mittlere Unternehmen, KMU) und Forschung sichert wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn bei gleichzeitiger Gewährleistung der marktfähigen Anwendbarkeit der neu entwickelten technologischen Lösungsansätze. Die erfolgreiche Umsetzung in China wird durch die Beteiligung führender Forschungsinstitute sowie der relevanten Behörden und Wasserwerke auf chinesischer Seite sichergestellt.
Die Arbeiten werden in der Region am Tai See durchgeführt, die von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung ist. Außerdem ist sie eine der Schwerpunkt-Regionen des aktuellen chinesischen Förderprogramms zur Kontrolle und Behandlung von kontaminiertem Wasser, was ihre politische Relevanz deutlich macht.
Der Tai See ist ein drastisches Beispiel für die Wasser-Verschmutzung mit Nährstoffen (Stickstoff, Phosphor), organischen Schadstoffen und Schwermetallen. Aufgrund der schlechten Rohwasserqualität gab es in den letzten Jahren wiederholt Probleme in der Wasserversorgung. Ähnliche Fragestellungen treten in vielen Regionen Chinas auf. Das SIGN-Projekt wird am Tai See vor allem in den Metropolen Wuxi und Suzhou zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen und hat daher Modellcharakter.
ZEA-3 wird im Rahmen des Verbundprojektes auf Basis der Analytik die Geschmacks- und Geruchsstoffreduzierung unterstützen. Geschmacks- und Geruchsstoffe (T&O) bzw. deren Vorläuferverbindungen werden mittels eingehender Untersuchung des Rohwassers sowie von Wasserproben aus verschiedenen Behandlungsstufen identifiziert. Die Reaktionswege zu den Geschmacks- und Geruchsstoffen werden evaluiert und mittels elektrochemischer Oxidation (EC) gekoppelt an ein Massen-Spektrometer (LC-MS/MS) im Labor reproduziert. Die Eliminierung der relevanten Vorläuferverbindungen durch die Optimierung der ozonbasierten Wasseraufbereitungsstufe wird im Rahmen von Laborversuchen simuliert und bewertet. Davon ausgehend werden geeignete Behandlungsstrategien zur Minimierung der Geruchs- und Geschmacksstoffe in Batchversuchen entwickelt und an das Wasserwerk übergeben.

Sign-Projekt

Ansprechpartner:

Herr Dr. S. Küppers Tel.: 02461-61 2766

Frau Dr. B. Santiago Schübel Tel.: 02461-61 4951


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