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Das Projekt StoreToPower – ein Beitrag zur Energiewende und zum Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlenrevier

Mehrere tausend Tonnen heißer Salzschmelze helfen bald dabei, unregelmäßig anfallenden Strom aus regenerativen Energien in großem Stil zu speichern: Zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der FH Aachen plant die RWE Power AG ein Pilotprojekt zur Energiespeicherung auf Flüssigsalz-Basis. Dabei wird ein bestehendes Kohlekraftwerk im Rheinischen Revier zu einem Wärmespeicherkraftwerk umgerüstet.
Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) unterstützt den Projektvorschlag und hat ihn als Leitprojekt in das Sofortprogramm „Das Rheinische Zukunftsrevier“ aufgenommen. Für die Voruntersuchungen zur späteren Realisierung einer ersten Anlage dieser Art stellt das MWIDE auf der Basis der Förderrichtlinie „progres.nrw-Innovation“ 2,9 Millionen Euro bereit. Projektträger im Auftrag des MWIDE und bewilligende Stelle ist der Projektträger ETN.
So funktioniert ein Wärmespeicherkraftwerk: In einem elektrischen Erhitzer wird mit überschüssigem Strom flüssiges Salz auf bis zu 600 Grad aufgeheizt und dann in einem Tank gespeichert. Bei erhöhtem Strombedarf wird diese Salzschmelze zur Dampferzeugung über einen Wärmetauscher geleitet. Das Salz kühlt dabei auf 250 bis 300 Grad ab und wird in einem weiteren Tank zwischengespeichert. Der dabei entstehende Dampf wird zur Stromerzeugung in die Turbine des Kraftwerkblocks eingespeist. Dort ersetzt er einen Teil der ansonsten mit Braunkohle erzeugten Dampfmenge. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Erneuerbaren Energien kann die Kapazität des Wärmespeichers schrittweise erweitert und damit im Gegenzug der Einsatz von Braunkohle weiter verringert werden. Nach dem Auslaufen der Kohleverstromung kann das Wärmespeicherkraftwerk vollständig mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Indem es Schwankungen bei der Einspeisung von Strom aus regenerativen Energien ausgleicht, leistet es einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit.


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