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JSC und Partner bauen das JURECA-Booster-Modul

JSC, Intel, ParTec und Dell haben sich zusammengeschlossen, um eine "Booster"-Komponente für das JURECA-System zu entwickeln und einzusetzen. Nach der erfolgreichen Pionierarbeit in den von der EU geförderten Projekten DEEP und DEEP-ER (siehe aktuelle Pressemitteilung unter http://deep-er.eu/finalpressrelease) wird das kombinierte JURECA-Cluster-Booster-System es den Anwendern ermöglichen, ihre Anwendungen dynamisch zwischen Multi- und Many-Core-Modulen zu verteilen, um deren jeweiligen Vorteile für die Ausführung von Teilbereichen ihrer Anwendung optimal zu nutzen. Der Booster wird aus Intel Xeon Phi 7250-F (Knights Landing) Prozessoren mit integrierten Intel Omni-Path Architecture Interfaces aufgebaut. Das System wurde von Intel und JSC gemeinsam entwickelt, um maximale Skalierbarkeit für groß angelegte Simulationen zu ermöglichen, und wird eine Spitzenleistung von 5 PFLOP/s haben. Das System wird von Intel mit seinem Unterauftragnehmer Dell geliefert.

Der JURECA Booster wird direkt an den JURECA-Cluster angeschlossen, ein System, das 2015 von T-Platforms geliefert wurde. Im Rahmen des Projekts wird ein neuartiges Hochgeschwindigkeits-Bridging-Mechanismus zwischen dem InfiniBand EDR von JURECA und der Intel Omni-Path-Architektur des Boosters entwickelt. Die Cluster- und Booster-Module werden als ein einziges System betrieben, wobei die Nutzer weiterhin die Möglichkeit haben werden, ihre Anwendungen auf einem Teil des modularen Systems auszuführen, wie es für ihre Forschung erforderlich ist.

Die Installation des Systems ist für den Spätherbst 2017 geplant. Die Rechenzeit auf dem System wird den Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der RWTH Aachen durch die JARA-HPC/VSR-Rechenzeitanträge zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Universitäten und Forschungseinrichtungen während einer zweijährigen Übergangszeit Rechenzeit über das John von Neumann-Institut für Computing (NIC) beantragen.
(Ansprechpartner: Dr. Dorian Krause, d.krause@fz-juelich.de)

JSC News No. 250, 7. Juni 2017